Zitat von WhosThatGirl:Nur ein Beispiel: woher kommt denn der Begriff "Schlam.pe".
Warum wird er als Schimpfwort benutzt? Von wem? Und für eine Sache, welche in der Rollenverteilung andersrum gar nicht zum Tragen kommt.
Noch anderes Beispiel:
Frau wird von Mann betrogen.
Konsens der Gesellschaft: Er ist auch nur ein Mann. Willst Du Familie auseinander reißen für einen dummen Fehler. Gebt euch doch noch eine Chance.
Mann wird von Frau betrogen.
Konsens der Gesellschaft: Willst du dir das gefallen lassen. Die Schlam.pe hat dir Hörner aufgesetzt. Man sollte sich schon eine Chance geben auch für die Familie. Aber achte darauf dass es deine Spielregeln sind.
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Das liegt aber vor allem daran, dass S. für Frauen einen ganz anderen Stellenwert hat als für Männer. Von Natur aus können Männer sich den ganzen Tag durch die Gegend vö., sie riskieren ja nix damit. Für Frauen hängt sehr viel davon ab, mit wem sie sich in die Horizontale begeben. Rein biologisch sogar ihr Leben. S exualität bei Menschen ist bei den Frauen stark funktionalisiert, sonst würden Frauen sich nur an den 2-3 Tagen im Monat um den Eisprung herum überhaupt "paaren" wollen

denn mehr gibt allein der körperliche Trieb bei Frauen nicht her, im Gegensatz zu Männern, bei denen er alle 3-4 Tage aufgebaut wird und dann gelöst werden "muss". Deshalb Frauen nutzen S. zur Bindung und damit zur Kontrolle in Beziehungen.
Eine Frau
muss also gut auswählen, wen sie ranlässt, während ein Mann bedenkenlos alles nehmen kann, was willig ist. Er kann sich zur Not ja einfach aus dem Staub machen.
Deshalb sind Frauen, die S. abseits von Fortpflanzungswünschen und Bindungs-/Beziehungswünschen leben, anderen Frauen natürlich ein Dorn im Auge, denn die Frauen nutzen in Beziehungen ja den S. zur Bindung und Kontrolle des Mannes (bevor jetzt wieder einer schreit - das klingt fies, ist es aber gar nicht, es ist einfach nur natürlich). Wenn dieser nun woanders bekommt, was er sucht, verliert die Frau in der Beziehung die Kontrolle über ihn.
Und anders - wenn Männer immer genug Frauen finden, die sich ohne Bindungswunsch mit ihnen ins Bett begeben wollen, gibt es keinen nennenswerten Grund mehr für Männer, sich überhaupt zu binden. Da das nicht so ist und selbst attraktive Männer sich ins Zeug legen müssen, um eine Frau "rumzukriegen", funktioniert das auch alles. Wäre dem nicht so und Frauen würden sich s. genauso benehmen wie Männer - tja.
Lebenslängliche Monogamie ist übrigens biologisch nicht vorgesehen. Biologisch betrachtet entspricht die "serielle Monogamie" dem, was die Natur uns mitgegeben hat. Und zwar mit Partnerwechsel etwa alle vier Jahre. Es ergibt nämlich evolutionstechnisch keinen Sinn, weiteren Nachwuchs mit dem gleichen Genpool zu erzeugen.
Es hat auch Gründe, warum heutzutage die meisten Ehen in den Vierzigern geschieden werden. Und warum Frauen in den Vierzigern so "gefährlich"/gefürchtet sind (gell, Konrad?). Sie sind nämlich gerade dabei, ihre S exualität zu befreien, sie erstmals losgelöst von Fortpflanzung und Bindung zu erleben. Das hat die Natur so nicht vorgesehen, weil die Wechseljahre biologisch gar nicht eingeplant sind, normalerweise würden Menschen ja nicht so "alt" werden, dass der Körper ohne Fortpflanzungsfunktion überhaupt noch weiterlebt.
Das war mein Beitrag zum Weltfrauentag

es lebe die Biologie. Die ist nämlich auch nach 2000 Jahren "Zivilisation" noch längst nicht inaktiv in uns.