Zitat von Kaetzchen: Außer, dass Du Deine eigene Weiterentwicklung damit blockierst und noch mehr Zeit vergeudest, wenn Du innerlich noch auf was "wartest".
Hallo ihr Lieben,
ich weiß nicht, ob ich auch meine Weiterentwicklung blockiert habe.
Seit Sonntag bin ich ziemlich krank. spastische Bronchitis, wie sich gestern im Krankenhaus rausstellte, nachts richtige Erstickungsanfälle, Luftnot.
War Dienstag schon bei meiner Hausärztin, die mir ein bronchienerweiterndes Spray verschrieben hat und mir einen Termin für gestern Morgen zur Blutabnahme gegeben hat. Falls eine verschleppte Lungenentzündung vorliegt.
Wie die mich gestern früh sah, sagte sie, dass ich ins Krankenhaus müsste zur Abklärung, weil ich durch meine Rhythmusstörungen mit dem Vorhofflimmern evtl. eine Lungenembolie bekommen hätte (ich habe bis jetzt den erforderlichen Blutverdünner nicht genommen).
Mir wurde dann zum zweiten Mal Blut für einen Schnelltest abgenommen, um festzustellen, ob mein Blut irgendwo klumpte. Dann wäre ich sofort mit dem Krankenwagen abgeholt werden müssen.
Ich musste 10 Minuten in einem separaten Wartezimmer auf das Ergebnis warten, hatte ziemliche Angst.
Ich hatte kein Auto dabei.
Plötzlich bekam ich im Wartezimmer eine SMS von meinem EXAM, der gewöhnlich zu der Zeit noch schläft. Er hätte ein seltsames Gefühl, ob alles ok wäre.
Ich rief auf Handy zurück, was ich sonst nie gemacht habe, wenn er zu Hause war. Vor allen Dingen nicht zu der Zeit.
Er hat sich sofort angezogen. Brachte mich zuerst nach Hause, dann mit gepackten Taschen ins KH und wartete stundenlang mit mir in der Notaufnahme.
Während ich zig Untersuchungen durchlaufen musste, war er da für mich. Wartete auf mich, was sehr beruhigend war..Ich hab mich so gefreut ihn zu sehen.
Ich durfte am späten Nachmittag mit Medikamenten ausgestattet nach Hause zurück. Keine Lungenentzündung, sondern eben eine spastische Bronchitis, die mir jetzt noch einige Zeit zu schaffen machen wird.
Heute kam mein EX AM und hat für die Woche Lebensmittel eingekauft, mein Wasser geschleppt. Er war sehr besorgt und es tat mir gut.
Wir haben bei mir danach zwei Stunden gesessen und über uns geredet. Ganz unaufgeregt und ruhig. Er zog seine Hausschuhe an und es war, als ob er zurück zu uns nach Hause gekommen ist.
Wir haben etwas geweint und wussten, wenn er heute geht, dann werden wir uns wieder lange nicht sehen. Nicht mal küssen konnten wir uns wegen meiner Erkrankung.
Er sagte, es tut ihm so leid, dass er nicht aus seiner Haut kann. Er würde so gerne mit mir zusammen leben, weil er mich wirklich liebt. Ich glaube ihm das.
Macht sich Sorgen um seine eigene Erkrankung, wie das alles weitergehen wird. Er hat von seiner Co Abhängigkeit zu seiner EF gesprochen, die ihm immer wieder vorwirft, dass er sich nie trennen kann, weil sie wegen ihm alles aufgegeben hat.
Ihre Freunde damals vor 25 Jahren in der ehemaligen DDR, als sie 89 in den Westen kam wegen ihm, wegen ihm hat sie keine Kinder bekommen, weil er nicht wollte (er hatte bereits 2 Kinder aus erster Ehe,) wegen ihm wäre sie krank geworden, a.lkabhängig und finanziell hätte sie ihm auch geholfen.
Wenn er sie jetzt verlassen würde, dann würde er sie verraten und sie wäre ohne Freunde und alleine.
Ich habe dann gesagt, dass sich jeder gesunde Mensch nicht so unter Druck setzen lassen würde und wie er sich denn sein Leben in Zukunft mit dieser zwangserkrankten a.lkabh. Frau vorstellen würde.
Er hat sich völlig aufgegeben und ist der ganzen Sache auch irgendwie ausgeliefert und nicht gewachsen.
Er hat mich so fest umklammert.....Ich könnte jederzeit diesen einen Tag in der Woche für uns beide wieder mit ihm verbringen. Wie @Ema vor einiger Zeit mal die SMSen "übersetzt" hat und sie schrieb den letzten Satz "ich hoffe, dass du weiterhin mitspielst, weil es mir damit ein bisschen bessergeht, als ohne dich".
Ja, so ist es auch, nur habe ich es wieder abgelehnt erneut seine AF zu sein.
LG
Santosha