Zitat von Kaetzchen:Ich hab immer einen dicken Vertrauensvorschuss gegeben. Und von dem ausgehend konnte der Mann sich dann daran abarbeiten. Hat er es geschafft, das Vertrauen zu erhalten und sogar noch zu verstärken, dann konnte ich auch irgendwann sagen: ich liebe Dich. Für mich ist das glaube ich sogar ein Synonym - wenn ich jemandem bedingungslos vertraue, dann liebe ich ihn. Ich kann mich nicht erinnern, dass es bei mir je anders gewesen wäre.
Bei einem von Grund auf manipulativen Menschen kann das erst mal sehr echt rüberkommen. Damals hielt ich ihn halt auch noch für einen Menschen mit einer bewegten Vergangenheit, der aber inzwischen so selbstreflektiert war, dass er sah was falsch gelaufen ist und zum Teil auch nicht jedes Thema der Vergangenheit absolut von mir analysiert haben wollte, sein Recht, er war ja sonst so lieb und liebte auch meine Emotionalität, sie machte ihn nur etwas unsicher aber wir gingen in dieselbe Richtung.....blablablub
Klar hinterfragte ich z.B. warum er sooo lange in seiner kinderlosen und lieblosen Ehe festgehangen ist - er nannte nachvollziehbare Gründe - wurde ich emotinal weil ich gewisse Sachen hinterfragte - er z.B. endlich mal die zugesagte Scheidung durchziehen solle - und ich war ja noch angeschlagen aus meiner vorigen Partnerschaft tat es ihm sehr leid, nur könne er nichts für meine Verletzungen die mir in der Vergangenheit widerfahren sind - er und seine Frau sind sich bezüglich der Scheidung einig und gab es eben Terminverschiebungen und blablablub.
Das stimmt ja auch - nicht wahr.
Wie gesagt unsagbar manipulativ ....
Seine immer nebenher laufende langjährige Geliebte - von der ahnte ich ja noch absolut null.
Zitat:Arbeitet der Mann aber dagegen und ruiniert das Vertrauen bei fortlaufender Beziehung, dann liebe ich ihn auch nicht. Ich verliebe mich dann auch nicht weiter in ihn. Es bleibt dann wohl bei Begehren, bei Anziehung, aber ich glaube nicht, dass das mit tiefer Verliebtheit/Liebe zu tun hat bei mir. Und wenn das Vertrauen komplett zerschossen wurde, dann geht auch die Anziehung endgültig flöten
Und hier ist wohl meine Baustelle, ich war bereits so emotional abhängig und zu verliebt (süchtig), hatte so viel investiert in uns und bislang für meine Begriffe so wenig zurück bekommen (ein Teufelskreis), er ja scheinbar auch, da er mir ja damals noch oft zur Seite stand, wenn ich Fragen hatte. Nach so einer Diskussion fragte ich mich oft, was er mir nun eigentlich wirklich gesagt hat und wie der stand der Dinge ist....es war so nix greifbares.
Zitat von frischgeföhnt:Ich bin nie eifersüchtig.
Kenne ich nicht und brauche das auch nicht.
wenigstens das Gefühl bleibt mir erspart.
Als ich das mit der Geliebten rausfand war ich anfangs auch nicht eifersüchtig, sondern sie tat mir mehr leid als ich mir selbst und ich litt schon unsäglich, den anstatt sich nach der Ehe endlich dieser zuzuwenden gab es mich.
Das kippte dann etwas als mir bewusst wurde, dass sie ja in den 2,5 Jahren viel mehr gemeinsame Zeit hatte als ich aber auch da empfand ich noch sehr viel Mitgefühl. Er bat mich dann ihr nichts zu erzählen (ich war wütend), da sie in Kürze eine OP hätte und sie geschont werden müsse (er schürte hier wohl auch absichtlich oder wollte Verständnis - auf dieses Wort reagiere ich von daher seither etwas allergisch - da sein Verständnis für mich irgendwie etwas unterging - es schien nur da zu sein).
Es hoben sich dann noch einige Vorhänge und der daraus resultierende Schmerz machte mich handlungsunfähig - nach einem Monat rief ich die Nochfrau und die Geliebte an - nicht weil ich ihn für mich haben wollte, sondern weil ich Antworten suchte, die ich nur teilweise bekam, ein Horror und ich dachte mir , dass ich abnormal bin und solche heimlichen Partnerschaften die Norm, wo niemand rausrückt und die Frauen zum Betrüger mehr stehen, eine Mauer.