Zitat von WhosThatGirl:
Es ist als wäre die Seele in einen ruhigen See getaucht worden um von all dem Stau abgespült zu werden. Da pochte nichts mehr so beissend, als in der Zeit mit täglichen Kontakt. Dauerreiz reibt wund.
Ja. Und diesen Dauerreiz hab ich mir zum Teil auch massiv selbst zugeführt durch ständige Gedanken an ihn und all diese Verletzungen und Enttäuschungen.
Ich hätte ihm niemals eine Chance gegeben es endlich "gut sein" zu lassen.
Unser Kontakt war ein ständiges "in den Spiegel sehen" und erinnern an all das was war und hätte sein können und nie sein wird.
Natürlich sind da auch mal Gedanken wie: Jetzt hab ich auch das aufgegeben wegen ihm.
aber ist es ein aufgegeben, wenn man seine Würde, seinen Seelenfrieden wieder haben möchte?
Er hätte nie etwas verändert. Nie. Und wird es auch nicht mehr.
Ob mir die neue Welt gefällt?
Jedenfalls jagt es mir keine Angst mehr ein. Ich habe wirklich nette und liebe Menschen um mich die mich warm und herzlich empfangen haben.
Ich hab gestern auf dem Rückweg von der neuen Arbeit so heftig geheult und wusste nicht warum. Es war wohl eine Entladung der heftigen Anspannung der letzten Tage.
Ansonsten halt ich es wie Hermann Hesse:
Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben.