Seit Tagen lese ich hier im Forum. Und ich muss sagen, ohne dieses Forum wäre ich komplett aufgeschmissen gewesen, daher vielen Dank an all die Beteiligten hier.
Es ist erstaunlich, festzustellen, dass es sooo viele ähnliche Fälle gibt.
Bin aktuell völlig verzweifelt, kann fast mit niemandem darüber reden. Ich brauche dringend Hilfe. Weiß aber nicht, wer mir wie helfen kann. Fühle mich am Ende, bin zu nichts mehr fähig, heule dauernd, esse fast nichts, kann kaum schlafen. Oft denke ich, dass ich es verdient habe, hätte keine Beziehung mit einem verheirateten Mann anfangen sollen. Aber dieser Gedanke nimmt mir den Schmerz nicht weg. Ich weiß nur eins, nie wieder nie nie nie werde ich zu einer AF!
Hier meine Story:
Ich 33 w, Single, mein Ex-AM 42, verheiratet seit 14 Jahren, 2 Kinder.
Vor 4 Jahren begann ich eine Affäre mit einem verheirateten Mann. Anfangs wollten wir einfach nur ein paar schöne Momente miteinander erleben. Wir hatten definitiv keine S.-Affäre, wir hatten keinen S. Dafür haben wir ganz normal den Alltag erlebt, zusammen gearbeitet, gekocht, gegessen, uns um den Haushalt gekümmert, geredet, uns gestritten (hauptsächlich wegen der Umstände), eingekauft, gereist etc.
Wir beide wollten keine richtige Beziehung, er: weil er seine EF immer noch liebte und ich: weil ich keine Familie zerstören wollte.
Na ja, mit der Zeit entstanden eben auf beiden Seiten sehr starke Gefühle, so dass ich nach 2 Jahren Affäre (natürlich mit vielen On-/Off-Phasen) mehr wollte. Er wollte es auch, aber sagte mir, dass er es nicht schaffen kann, von seiner EF loszukommen. War jedoch bereit, es zu versuchen, da er mittlerweile festgestellt hatte, dass er seine EF gar nicht mehr liebt und unglücklich mit ihr ist, typische Aussagen wie "meine EF kümmerte sich bis jetzt gar nicht um mich", "S. mit ihr klappt auch nicht mehr", "sie hat mich nie Ernst genommen", "ich habe die Liebe mit dir kennengelernt, meine EF hat mich wohl nie geliebt und ich sie nicht", "es ist keine richtige Ehe".
Er wollte nicht der Böse sein, insbesondere den Kindern gegenüber nicht. Daher wollte er es erreichen, dass seine EF ihn nicht mehr liebt und sie selber die Trennung will.
Vor Kurzem war er fast soweit. Es fehlte nur noch der letzte Schritt; seine EF sagte angeblich "ich will zwar uns noch eine Chance geben, aber wenn du unbedingt die Trennung willst, dann kann ich nichts machen, dann müssen wir uns trennen". In dem Moment konnte er den letzten Schritt nicht machen. Die verblieben mit einem "wir versuchen es erneut". Daraufhin war es vorbei mit uns.
Wenige Tage später stellte er fest, dass es keinen Sinn mit ihr hat, da die Gefühle weg sind. Er führte erneut ein Trennungsgespräch mit ihr und teilte ihr mit, was ihn alles an ihr/deren Beziehung stört und dass er sie einfach nicht mehr lieben würde. Die EF hätte ihm ebenfalls alles an den Kopf geworfen und erwähnt, dass sie ihn auch sch... fände, jedoch wegen der Kinder, angeblich auch wegen noch vorhandener Liebe, die Ehe nicht aufgeben wolle. Und mit den Kindern hat sie ihn wieder überredet.
Also hieß es wieder, ich schaffe es nicht, von meiner EF loszukommen.
Seit 2 Wochen haben wir Null Kontakt. Ich bin stolz darauf, dass ich es geschafft habe, mich nicht bei ihm zu melden. Jedoch konnte ich nicht aufhören, ihn und seine EF zu stalken (FB, WA). Wenn ich diesen Schritt hinkriegen könnte, wäre ich schon sehr weit, aber ich schaffe es einfach nicht
Ich leide darunter sehr, dass wir "uns" verloren haben. Wie hört dieser Schmerz auf? Mit der Zeit? - Nein, von Tag zu Tag wird es immer schlimmer.
Ich möchte ihn vergessen, ich möchte endlich davon loskommen, aber eine klitze-klitze-klitzekleine Hoffnung ist leider immer noch da. Und diese Hoffnung hindert mich daran, den Ablöseprozess zu starten bzw. weiter fortzuführen.