Kaetzchen
Gast
Gast2017, es gibt keinen Grund, Dich zu schämen, das weißt Du aber eigentlich schon selbst. Gleichwohl kenne ich das Thema Scham auch aus meiner Jugend, und auch in wohl einer ähnlichen Konstellation wie Du bezogen auf den Vater. Und auch in meiner Affäre spielte das Thema eine große Rolle
Ich weiß nicht, ob es Dich weiterbringen wird, darüber tiefer zu analysieren. Wenn überhaupt dann vielleicht so - hat Dein AM noch andere Dinge, Eigenschaften, Verhaltensweisen mit Deinem Vater gemein? Bei mir war es z.B. auch das Kontrollverhalten und das Machtgebaren - der Machtkampf, den ich schon früher gegen meinen Vater gefochten habe, hat sich in der Affäre wiederholt (und auch in meinen früheren Beziehungen im Übrigen, da hatte ich aber immer sehr schnell "gewonnen" ...). Es ist tatsächlich oft so, dass wir in Beziehungen solche alten Kindheitsmuster "nachspielen". Oft so lange, bis sie endlich zufriedenstellend für uns gelöst sind.
Und in Affären potenziert sich das sehr häufig, so habe ich auch bei meinen Recherchen festgestellt. Also da trifft man oft ganz unbewusst auf jemanden, der diese alten Muster nicht nur bedient, sondern sogar noch übersteigert. Besonders dann, wenn es sich um Machtkämpfe handelte oder um ungelöste "hab-mich-lieb-Komplexe", Eifersucht auf die Mutter/Geschwister ... so was eben. Solchen Dingen bietet eine Affäre natürlich den absolut perfekten Rahmen, und ist man in so was erstmal reingeraten, findet man halt sehr schwer wieder raus (jedenfalls, solange sich die Konflikte nicht lösen lassen, und das tun sie ja in Affären allermeistens nicht).
