Zitat von Ema:
Was ich aber NICHT verstehen kann, ist wie man einer anderen dann seine Liebe schwören, mit ihr schlafen, ihr falsche Versprechungen und Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft machen kann.
UND sie nicht in Ruhe lassen, obwohl sie mehrfach darum bittet, damit ihre eigenen Wunden heilen können, sondern stattdessen immer wieder das Messer darin drehen muss!
Genau das ist der Punkt! Ich verstehe, dass er aus seiner Ehe nicht raus kann und ich möchte das der Frau auch nicht antun, dass sie plötzlich alleine dasitzt. Natürlich nicht. Das war von Anfang an so, als er anfing, mich anzugraben. Denn ich wußte ja im Gegensatz zu einigen anderen hier, dass er verheiratet ist und kannte die Frau, zumindest flüchtig. Und er hat mir auch keine Versprechungen gemacht, von wegen Trennung oder so. Er wollte eine Affäre und das hat er von Anfang auch so gesagt. Die Entwicklungen haben ihn dann selber überrollt, so dass er irgendwann doch den Versuch startete, sich von ihr zu lösen. Weil er gemerkt hat, dass ich keine heimliche Affäre sein möchte und kann. Weil ich selbst ein schlechtes Gewissen der Frau gegenüber hatte. Deshalb habe ich die ganze Sache ja immer wieder, manchmal im wöchentlichen Rhythmus beendet. Er kam aber immer wieder angekrochen. Hat mich wieder weichgekocht. So ging das ca. 4 Monate, dann war 2 Monate Funkstille, weil ich hart blieb und dann hat er mich aber wieder erneut eingefangen. Das lief dann nochmal ca. 4 Wochen. In der Zeit hat er auf mein Drängen hin seiner Frau erzählt, weil ich mit dieser Heimlichkeit nicht leben konnte. Sie hat es dann auch erstmal geduldet. Er war glücklich. Nur ich natürlich weiterhin nicht, denn ich wollte ja keine Affäre sein. Bis zum endgültigen Cut dann, den er selber auslöste, indem er Panik bekam oder Angst vor seiner eigenen Courage und ich reagierte darauf mit totalem Kontaktabbruch, um heilen zu können. Leider akzeptierte er das nie. Ich hielt Abstand, ging ihm aus dem Weg, schränkte mich hobbytechnisch dadurch total ein und antwortete auf nichts, was von ihm kam. Aber das alles hielt ihn nicht davon ab, permanent wieder bei mir anzuklopfen. Ich habe ihn immer wieder abblitzen lassen und ignoriert, aber es gibt einfach nicht auf. So kann ich doch niemals mit der Sache abschließen. Und das ist es, was ich ihm übel nehme. Nicht, dass er seine Frau nicht verlässt. Ganz und gar nicht. Im Gegenteil. Würde er das tun, könnte ich ihn, glaube ich, gar nicht mehr respektieren. Der würde seine Integrität schlagartig für mich verlieren dadurch, weil man sowas eben einfach nicht machen kann in deren Situation. Dafür habe ich vollstes Verständnis. Und ich wünsche es der Frau auch nicht, dass sie ihren Mann verliert. Zumindest physisch, psychisch hat sie ihn längst verloren, aber das hat nichts mit mir zu tun. Das passierte bei denen schon viel viel früher. Das ist aber nicht meine Baustelle.
Und zum Thema Verantwortung für Gefühle anderer: Die hat er nicht, auch nicht gegenüber seiner Frau. Da trampelt er genauso drauf herum wie auf meinen. Bestenfalls versucht er, es beiden Frauen irgendwie recht zu machen. Das kann aber nicht funktionieren, denn: Verhalte ich mich zu der einen Frau loyal, verhalte ich mich zu der anderen automatisch illoyal. Geht gar nicht anders. Es ist die Quadratur des Kreises. Aussichtslos.
