Indiansummer75
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Ich lese schon seit einigen Tagen an diesem Thread. Wahnsinn wie viel es zu lesen gibt und ich bin noch lange nicht auf dem aktuellen Stand.
Jetzt habe ich aber den Mut meine Geschichte zu erzählen....
Auch ich bin eine exAF. Wie viele hier bin ich durch Naivität da rein gerutscht.
Mein AF und ich haben uns vor 3 Jahren durch Zufall im Internet kennengelernt. Ich hatte zu dem Zeitpunkt einen totalen Tiefpunkt in meinem Leben. Mein Mann war ein Jahr zuvor bei einem Motorradunfall schwer verunglückt. 12 Monate Koma auf der Intensivstation, insgesamt lag er 1,5 Jahre im Krankenhaus. Ich sass plötzlich nach 23 Jahren mit 2 kleinen Kindern alleine in dem ganzen Dilemma. In dieser Zeit ist mein AF zu meinem besten Freund geworden. Da war ein grosses Verständnis, Vertrauen und Sympathie zwischen uns. Nicht mehr und nicht weniger. Er hatte Probleme in seiner Partnerschaft und zog es schon damals in Erwägung sich zu trennen. Wir haben uns gegenseitig Unterstützung und halt gegeben.
Meine Ehe hat den Unfall und die damit einhergehenden Veränderungen nicht überstanden. Das hätte aber alles nichts
mit meinem späteren AF zu tun.
Lange Zeit nach der Trennung merkten wir beide aber, dass wir langsam mehr als nur Freundschaft füreinander empfinden. Es fing an zu kribbeln....
Anfang des Jahres warfen wir einfach alle Bedenken über Bord. Da war einfach die Neugier, ob da tatsächlich mehr zwischen uns ist. Ausserdem war ich damals so naiv zu glauben, wenn es tatsächlich passt, dann wird er sein Vorhaben mit der Trennung schon umsetzen.
Heute kann ich über so viel Naivität nur lachen.
Es folgten wunderschöne Treffen die uns beide bestärkten, ja das mit uns kann tatsächlich was werden.
Jetzt 9 Monate später stellt sich der Frust auf beiden Seiten immer mehr ein. Geplatzte Treffen, heimliche Telefonate....das ganze Programm. Und natürlich ist das Hauptproblem, dass er sich bis heute nicht getrennt hat. Seine Entscheidung steht fest, aber er hat Probleme mit der Umsetzung. Seine LG ist schon sehr speziell und ihr ist es auch egal das er keine Gefühle mehr für sie hat. Alle gesprächsversuche über eine Trennung werden von ihr im Keim erstickt. Sie will es einfach nicht.
Er scheut den grossen Konflikt, weil er schlimmes befürchtet. Hofft auf eine friedliche gütliche Trennung. Für alles andere ist er noch nicht bereit.
Ich glaube das wird so nicht funktionieren und habe seit einer Woche KS verhängt. Es ist mir unheimlich schwer gefallen, aber wir stecken in einer Sackgasse. Für beide Seiten geht es so nicht mehr. Ich bin ständig traurig und enttäuscht und er ist von sich selbst enttäuscht und fühlt sich zerrissen.
Ich habe momentan eher das Gefühl ihm die letzte Kraft zu rauben.
Also war die KS die einzig logische Konsequenz. Ich habe ihm gesagt, er soll seine Dinge regeln damit wir vernünftige Rahmenbedingungen haben und evtl eine reelle Chance.
Es ist sehr schwer für mich und er fehlt mir unendlich. Das einzige was mich momentan noch trägt ist die Hoffnung auf ein Happy End für uns. Bloss wie oft passiert sowas tatsächlich?
Ich habe ja noch nicht alles hier im Thread lesen können, aber gab es hier jemals ein Happy End?