Zitat von Kaetzchen:
Aber genau das erklärt ja der Artikel. Der Nutzwert der Ehe ist halt für Männer wichtiger und höher einzustufen als der Fühlwert. Also auch wenn sie keine großen romantischen Gefühle mehr für ihre Frau haben, bietet diese ihnen aber den größeren Nutzen. Und selbst wenn da mal eine andere kommt, für die sie wieder Gefühle entwickeln - solange diese nicht mindestens den gleichen Nutzwert hat (und das ist kaum der Fall bzw. wäre mit hohem Aufwand auf seiner Seite verbunden), bleiben sie da, wo sie sind.
Frauen ticken da halt anders, die würden den Fühlwert vorziehen (möchten also mit dem Mann zusammen sein, für den sie die meisten Gefühle haben), und das gilt für Männer laut diesem Artikel eben so nicht. Wenn die Frau die Familie gut zusammenhält, gut kocht, ein guter "Partner" ist, und es womöglich auch noch S. gibt, ist für den Mann die Beziehungsbilanz im Lot.
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Hallo,
ich bin auch seit langem mal, wieder hier.... ich weiß nicht wer sich vielleicht noch von Euch an mich erinnert, ich habe vor einem Jahr hier meine Geschichte erzählt. Da es schon lange her ist, will ich es nur ganz kurz zusammenfassen: verliebt in den Mann meiner Freundin, keine "richtige" Affaire, da kein S., aber dennoch Gefühlschaos, heimliche Treffen, extrem viele Nachrichten, eigentlich Dauerkontakt, viele Gefühle usw. Wir flogen nach einem knappen 3/4 Jahr auf.... wir haben alles beendet, komplette KS, jeder wollte seine Ehe retten und hatten uns beide für unsere Familien entschieden.
Ich habe ihn ignoriert, hab seinen Anblick (wir wohnen im gleichen Ort, haben ähnliche soziale Kontakte und laufen uns immer wieder mal über den Weg) kaum mehr ertragen und bin ihm aus dem Weg gegangen wo es ging. Es gab dann nochmal ein paar Emails, ein Abschlussgespräch und dann wirklich KS.. knapp 2 Jahre hab ich ihn mit keinem Blick mehr gewürdigt, ich wollte ihn mit aller Gewalt aus meinem Herzen haben und hab dafür wirklich alles getan. Mein Mann und ich haben auch eine Eheberatung gemacht.
Das ging soweit so gut, aber ich konnte ihn nie wirklich vergessen. Irgendwann hab doch angefangen,seine Blicke wieder zu erwirdern. Wir haben mal wieder gemailt, nur ganz spordadisch, 2mal im Jahr oder so... aber die Hemmschwelle wurde kleiner. Es kam wie es kommen musste: es gab ein Treffen. Das, von dem ich Euch im letzten Jahr erzählt hatte. Es war nichts zwischen uns, außer Umarmungen und Stirnküsse seinerseits... Danach haben wir noch ein paar Wochen viele Emails geschrieben, aber dann den Kontakt wieder abgebrochen. Wieder KS. Keine Reaktion auf irgendwelche Blickkontakte... Ich hätte sie nicht ertragen und ich wollte endlich raus aus der Geschichte.
Nur hab ich es nicht geschafft: ein halbes Jahr später wieder das gleiche Spiel: heimliches Treffen, es ist nichts gelaufen, danach ein paar Wochen Email-Kontakt - es folgte abermals der Kontaktabbruch. Ich hab ihn danach nie mehr wieder gesehen oder gehört. Hab versucht alle eventuellen Kontaktmöglichkeiten zu vermeiden wie es ging.
Nun hab ich ihn vor 4 Wochen auf ner Feier im Ort wieder getroffen. Es kam wie es kommen musste, wir haben uns wieder getroffen. Diesmal war noch doch etwas zwischen uns... nach 5 (!) Jahren. Sogar fast auf den Tag genau. Ich kann es bis heute nicht fassen, dass wir uns einfach unseren Sehnsüchten hingegeben haben. Nach all dem Kummer, all dem was wir durchhatten. Der Rückfall. Nein - immer noch kein S., denn das ist für uns -auch heute noch- absolutes Tabu, aber dennoch sind wir viel zu weit gegangen. Nun schreiben wir uns wieder, aber es ist klar, dass wir diese Tage den Kontakt wieder abbrechen werden.
Ich komme aus diesem Teufelskreis einfach nicht raus. Ich weiß, wir haben keine Zukunft. Dennoch kann ich ihn nicht vergessen. Und glaubt mir: ich habe es versucht. Ich war konsequent! Über Jahre hinweg. ABer irgendwas löst dieser Mensch in mir aus, dass ich es bis heute nicht schaffe, ihn auch wirklich endgültig aus meinem Leben zu verbannen.

Ich habe reflektiert, mir Gedanken gemacht, versucht die Ursachen zu finden und im Keim zu ersticken. Alles ohne Erfolg
Warum ich nun aber Kätzchens Beitrag in diesem Zusammenhang zitiert habe? Weil sich das alles komplett mit meiner Erfahrung deckt. Es geht bei ihm nicht um den Fühlwert, sondern rein um den Nutzwert. Er hat sich nie bei mir ausgeheult über sie oder mir (falsche) Hoffnungen gemacht. Es war immer klar wie und wo er steht... dennoch sind genug Äußerungen gefallen, die genau in diese Richtung abzielen. Es ist viel zu bequem, bei Ihr zu bleiben, anstatt das "running-system" aufzugeben für irgendwas ungewisses, das vielleicht am Ende nicht mal gut geht.
Ich will ihm hier aber keinen Vorwurf machen. Ich hab ja auch Gründe da zu bleiben, wo ich bin.
Ach man, mir gehts echt nicht gut und ich hab seit Tagen schon den WUnsch hier zu schreiben, aber die ganze Zeit mächtig Bammel davor, dass ich hier "zerlegt" werde, weil ich so ne doofe Nuss bin, die immer noch nicht kapiert hat, dass ich mich eher selber zerstöre anstatt irgendwas besser werden zu lassen. Von dem schlechten Gewissen, dass ich meinem Mann und den Kindern gegenüber habe, will ich nicht mal im Ansatz sprechen.
