Zitat von 6rama9:Mir war schon klar, dass ich ins Wespennest mit der Aussage gestochen habe, dass Frauen mehr emotional gesteuert sind als Männer. Emotional instinktiver Aufschrei inklusive Anfeindungen aufgrund einer trivialen Aussage, die längst psychologisch belegt ist.
Ich denke, dass es den (ich nenne sie mal Affärenopfer oder -Verlierer) helfen würde, sich zu vergegenwärtigen, dass Emotionalität ein schlechter Ratgeber für ein glückliches Leben ist. Die Ausgewogenheit macht's.
Also, sorry, @6rama9 , aber diese Aussage ist ja nun an Schlichtheit nicht zu überbieten. Ich will jetzt gar nicht darauf eingehen, dass sie auch 6istisch-wertend ist und den Mann als überlegenen Vernunftmenschen darstellt, während die Frau anscheinend als emotionsgetriebenes Wesen durchs Leben strauchelt. Dass das einfach nur absurd ist, sollten Dir doch schon klar sein, wenn Du liest wie Deine "Kollegen", die sich hier ebenfalls öfters abwertend äußern, Frauen in Liebesdingen reine "Berechnung und Geldgeilheit" vorwerfen. Wie oft wird denn gerade von Männern behauptet, das Frauen - ganz rational - sich für einen Mann allein aus monetären Gründen entschieden haben?!
Auch die Affärengeschichten sind doch völlig verschieden. Da Du hier regelmäßig vorbeischaust, weißt Du das ja auch. Dass hier überwiegend Frauen schreiben, heißt nicht, dass nur Frauen "Affären-Opfer" sind, sondern kann genauso gut bedeuten, dass 6 für Frauen und Männer einen unterschiedlichen Stellenwert hat. Da gibt es mit der Evolutionstheorie ja einige Erklärungsansätze, warum das so ist: Gefahr einer Schwangerschaft, Aufzucht des Kindes etc pp hat für Frauen nun einmal eine andere Bedeutung. Auch die Biologie bietet einen Erklärungsansatz (anderer Hormonhaushalt, weniger Testosteron etc pp).
Wenn Du AF schon als "Opfer" (ist ja fast schon ein Schimpfwort) bezeichnen willst, dann würde ich sie vielleicht höchstens als Opfer ihrer Kindheit/Prägung bezeichnen. Da ist evtl ein "Fehler" in der frühkindlichen Entwicklung passiert und es ist eine LiebessehnSUCHT entstanden, dh die eigenen inneren Töpfe sind nicht gut genug gefüllt und die werden dann häufig durch Love Bombing, Future Faking und Fast Forwarding des AM auf einmal im Übermaß gefüllt. Das fühlt sich einfach gut an - genauso, wie sich der Entzug von dieser Dro ge dann eben wieder extrem schlecht anfühlt. Meistens waren die inneren Töpfe dieser Frauen vor der Affäre zumindest zu 20 bis 40 Prozent von ihnen selbst gefüllt. Und dieses Eigene ist dann nach der Affäre oft auch noch verschwunden. Deshalb fühlt man sich so unendlich leer und traurig, in diesem toxischen Liebeskummer.
Und falls Du mit Psychoanalyse etwas anfangen kannst: es gibt sogar die psychoanalytische Erklärung für Affären, dass man sich bewusst in so eine Dreierbeziehung begibt, weil man als Kind so mit ca 5 Jahren den Ödipus-Komplex nicht richtig verarbeitet hat.
Der Ödipus-Komplex bei Jungen (bei Mädchen heißt das Elektra-Komplex ist aber spiegelbildlich dasselbe) bedeutet, dass der Junge sich in die Mutter verliebt und den Vater, der in den Augen des Kindes die Mutter besitzt, töten will. Jetzt wäre der richtige Schritt in der Entwicklung, dass das Kind an dieser Situation reift und "trianguliert", dh sich mit dem Vater identifiziert und so zum Mann wird und sich sagt, eines Tages suche ich mir eine Frau WIE meine Mutter. Das Kind lernt, dass es gute Zweier-Beziehungen
zu Mutter UND Vater haben kann. Das alles geschieht natürlich unbewusst.
Die psychoanalytische These besagt nun, dass Menschen, die in einer Affäre sind, die Dreierbeziehung in ihrer Kindheit nicht gelöst haben und sozusagen noch eine "alte Rechnung" offen haben. Dieser Konflikt muss gelöst werden, um einen überfälligen Entwicklungsschritt zu gehen. Nach dieser These will die AF die EF "töten", um an den eigenen Vater zu kommen, und der AM will "Mutti mit der Tochter" hintergehen. Ich persönlich sehe diese These sehr skeptisch. Aber sie hat viele Anhänger.
Keine Ahnung, ob Du an Psychoanalyse glaubst, aber wenn, dann siehst Du, dass die Ursachen und Probleme viel tiefer liegen, als mit Deiner simplen These "jeder bekommt, was er verdient".