Zitat von Mangomontag:Ich will jetzt gar nicht darauf eingehen, dass sie auch 6istisch-wertend ist und den Mann als überlegenen Vernunftmenschen darstellt, während die Frau anscheinend als emotionsgetriebenes Wesen durchs Leben strauchelt.
Zitat von Mangomontag:dass 6 für Frauen und Männer einen unterschiedlichen Stellenwert hat. Da gibt es mit der Evolutionstheorie ja einige Erklärungsansätze, warum das so ist: Gefahr einer Schwangerschaft, Aufzucht des Kindes etc pp hat für Frauen nun einmal eine andere Bedeutung. Auch die Biologie bietet einen Erklärungsansatz (anderer Hormonhaushalt, weniger Testosteron etc pp).
Mango, eigentlich wollte ich mich in diesem Thread als Außenstehender und Außenseiter nicht mehr äußern, aber da Du mir 6ismus unterstellst, will ich es doch tun. Ich habe niemals geäußert, dass typisch männliche Entscheidungsmuster besser sind, sondern hier stets gesagt, dass ausgewogene Entscheidungen unter Einbeziehung der Emotionen
und des Verstandes der richtige Weg sind. Frauen tendieren nachgewiesenermaßen mehr zu emotionalen Entscheidungen, Männer zu rationalen. Also sollten Männer bewusster auf ihre Gefühle und Frauen bewusster auf ihre Ratio hören. Wo Du hier bei mir 6ismus siehst, kann ich nicht nachvollziehen. Genausowenig, wie Deine obige unterscheidliche Wichtung des 6 für die Geschlechter für mich 6ismsus ist.
Zitat von Mangomontag:Die psychoanalytische These besagt nun, dass Menschen, die in einer Affäre sind, die Dreierbeziehung in ihrer Kindheit nicht gelöst haben und sozusagen noch eine "alte Rechnung" offen haben. Dieser Konflikt muss gelöst werden, um einen überfälligen Entwicklungsschritt zu gehen. Nach dieser These will die AF die EF "töten", um an den eigenen Vater zu kommen, und der AM will "Mutti mit der Tochter" hintergehen. Ich persönlich sehe diese These sehr skeptisch. Aber sie hat viele Anhänger.
Ich bin beruflich als Führungskraft sehr wohl mit Transaktionsanalse als Analyse-Methode der eigenen Antriebskräfte vertraut. Aber ich bin ein Mensch, für den der freie Wille und Selbstbestimmung im Mittelpunkt steht. Das Eingehen einer Affäre auf frühkindliche Erfahrungen zu schieben, ist eine Negierung der Eigenverantwortung und geradezeu eine Beleidigung für menschlichen Willen und Verantwortungsbewusstsein. Mit dieser Begründung macht man sich die eigenen, willentlichen Entscheidungen viel zu leicht, frei nach dem Motto: "Das muss Schicksal sein." Völliger Humbug: Ein willentlicher Akt ist weder Schicksal, noch in den Genen vorkodiert (außer in krankhaften Fällen), noch durch frühkindliche Erfahrungen vorgegeben. Es ist ähnlich, wie nach einer schweren Kindheit: Diese macht aus einem Menschen noch keinen Verbrecher, sondern es ist nur die Disposition gegeben statistisch gesehen straffälliger zu werden. Das Individuum selbst trifft die Entscheidung aber stets selbst. Genau wie Du in Deiner Vita die Entscheidungen selbst und voll eigenverantwortlich getroffen hast.
Eigenverantwortung und Selbstbestimmung sind für mich zentrale Elemente des Mensch-seins. Und Selbstbestimmung erfordert immer bewusste Entscheidungen.