@blackeyed
Freut mich, dass ich dich zum Schmunzeln brachte.
Mir verschlägt es bei deiner Geschichte immer so sehr den Atem beim Lesen, ich kann nur erahnen, wie sehr deine Realität gecrasht war.
Und du hattest zu Beginn richtig entschieden, dich umorientiert. Und er machte dann allem Anschein nach Nägel mit Köpfen.
So unfassbar.
Durch deine Geschichte habe ich für mich etwas sehr konkretes mitnehmen können:
Wer eine krass schräge Voreinstellung (ich sag mal vereinfacht "Tätermentalität") mit sich rumschleppt, der bleibt auch so.
Bei meinem Ex-Am war es ein Glück für mich, wie er sich als Wohltäter seiner Ex-Geliebten stilisierte, gleichzeitig war er "das Opfer" -sorry- ganz normaler Lebensumstände (Mutter seiner Frau kam ins Altersheim).
Er war halt so blöde damit 8 Jahre Göttergattenschaft vor mir zu rechtfertigen. Ich glaube, er wollte von mir noch eine Plakette für Prädikat "besonders zuverlässig". So skurril.
Das Verlassen der Geliebten rechtfertigte er dann damit, dass es mit ihr zu kompliziert und teuer (O-Ton) wurde. Und zählte dann ihre ganzen negativen Begleitumstände auf.
Na, deren Opfer konnte er auf Dauer ja doch nicht auch noch werden, oder?
Dieser Frau, die dem Leben schon wenig Tatkraft entgegen zu setzen hatte, der hatte er noch zusätzlich welche verpasst.
Lobt sich aber, für sie den Kontakt zu ihrer Familie wieder hergestellt zu haben. In Affärenjahr 8. Als der Scherbenhaufen an dessen Wachsen er mitgewirkt hatte immer größer wurde.
E-kel-haft.
Btw vermute ich, dass er gelogen hat und sie auch noch weiter kontaktiert hat, so wie er es bei mir versucht hatte.
Bei ihm spielt eine Mutter eine Rolle, die auf Valium zugedröhnt die aufopferungsvolle Kinderfrau für eine andere Familie gab, um Geld zu verdienen, während Papili das Geld verzockte.
Er wurde dann Opfer massiven Mobbings Gleichaltriger.
Therapeutische Aufarbeitung: Fehlanzeige. Es würde jetzt zu weit führen, wie er sich die Welt zusammen bastelt, damit es für ihn passt. Ich hatte ein langes Gespräch mit ihm, das mir im Nachhinein rätselhaft erscheint.
So hätte er einen Kinderfreund "beinahe wiedergetroffen, dann aber über die Mutter grüßen lassen". Ich fragte, ob er mit 'Freund' das Kind meint, das sofort mit gegen ihn Front machte, wenn die anderen damit begannen. "Ja, aber das war mein Freund".
Bin _ich_ so verdreht, dass ich unter Freundschaft auch offene kleine Reibereien, aber immer Zuverlässigkeit in Not verstehe?
Gib einem Menschen Macht über dich und du erkennst seinen Charakter.
Und seinem Charakter fehlt die grundsätzliche Wohlgesonnenheit Menschen gegenüber.
Er kommt aus einer Familie in der es an Geld, Freude und Anstand mangelte. Geld hat er jetzt, Rest ist geblieben.
Glücklicherweise keine Kinder.
Es geht meiner Freundin sehr viel besser. Sie hat ihre Termine zum Rausfinden der "richtigen" Thera durch und die beiden harmonieren.
Ein Gutes hatte die Sache, also. Ihre Mutter ist eine unfassbare Giftspritze, deswegen hatte dieser abgehalfterte Lügenbaron Chancen bei ihr.
Er stand vor wenigen Wochen mit einem Blumenstrauß vor ihrer Tür. An einem Sonntagmorgen, die Sonntagmorgende mit gemeinsamem Frühstück waren Highlights für sie.
Sie hat ihn aus dem Hausflur gescheucht.
Für ihn ist das wichtigste 6 und min. 2 Frauen gleichzeitig. Ganz grundsätzlich. 11 Jahre Affäre parallel zur Ehe. Ich hatte ihr gesagt, der ist schon immer so gestrickt, es gibt auf dieser Welt keinen rationalen Grund, soviel Stress mit 2 Frauen anzuzetteln, mit keiner von beiden verbinden ihn ernsthafte Verpflichtungen.
Seine Ex-Freundin wusste dann über die Affäre während der Ehe zu berichten, die Geliebte hatte sie sogar mal kennengelernt.