Zitat von Mangomontag:Ich glaub ganz banal zum einen das uralte Gesetz zwischen Mann und Frau: Zurückweisung schafft Anziehung. Es gilt nach wie vor der Grundsatz: der, der weniger will, setzt sich in einer Beziehung immer durch. Mit diesem Grundsatz kann man sich übrigens beide perfekt in die emotionale Magersucht reinhungern. Jetzt bist Du es, vorher war er es. Ihr habt die Rollen gewechselt. Vorher hatte er Angst, bestimmte Erwartungen erfüllen zu müssen. Jetzt hat er Verlustangst, zumindest Angst, Macht zu verlieren. Und dann scheint er doch auch noch eine gewissen innere Leere und Langeweile zu haben, die ständig mit irgendwelchen "romantischen Verstrickungen" gefüllt werden muss (wenn ich da an Deine FB-Beschreibung von ihm denke). Vielleicht denkt er auch, er könne Dich damit eifersüchtig machen. Er wirkt doch sehr unreif. All diese Spielchen.
Mein persönlicher Eindruck, wenn ich Deine Beiträge lese: Du wirkst um einiges souveräner als er. Du wirkst fast schon "über den Berg", so cool und gleichgültig. Ich könnte den AM niemals beim Fahrradausflug mit Frau sehen, ohne in eine Krise zu geraten. Ich könnte auch nicht mehr auf FB mit ihm befreundet sein und mir sein Treiben anschauen. So souverän bin ich noch lange nicht. Leider.
Ja, verstehe ich. Vielleicht genießt Du ja auch ein bisschen Deine neue Macht und es gefällt Dir, ihn ein bisschen an der langen Leine zu halten? Ich fände das mehr als legitim. Er merkt ja, dass er bei Dir anscheinend auf Granit beißt.
Ja, manchmal denke ich auch, dass ich souveräner bin als er.
Aber ich bin weder cool noch gleichgültig.
Und die Macht - die ich vielleicht tatsächlich habe (?) - genieße ich auch nicht.
Manchmal wünschte ich, es wäre so.
Es macht mich traurig, weißt du?
Ich habe den Kerl geliebt. Vielleicht tue ich es noch.
Aber was ich jetzt sehe, das finde ich schäbig. Schäbig und schwach und gemein. Auch diesen Frauen gegenüber, die er da anbaggert. Denn die wissen ja nicht, worauf sie sich einlassen.
Und ich vermute, dass sie es sind, die ihn zum Teufel jagen, wenn sie merken, welches Spiel da gespielt wird.
Manche davon wirken ihrerseits wie billige Selbstdarstellerinnen, die g.eil auf jeden Like und jede Bestätigung sind. Aber nicht alle.
Und sie werden alle ihre Sehnsüchte haben. Das Spiel, das er da spielt, ist ein sehr unschönes.
Ja. Es macht mich wütend. Es ekelt mich zum Teil an. Aber es macht mich auch traurig. Wirklich tieftraurig manchmal. Und ratlos. Alles gleichzeitig.
Und wenn ich ihn sehe, auf dem Radweg mit seiner Frau, dann tut auch sie mir leid.
Denn ich weiß etwas, das sie nicht weiß: Dass er mir noch vor kurzem geschrieben hat.
Dass er am Handy hängt und Frauen anbaggert, kaum dass er aus der Tür ist.
Ich würde nicht gerne dort auf dem Radweg fahren, während eine andere Frau mir mitleidig nachschaut mit der er mehrfach im Bett war und immer noch gern wäre, während ich selbst ahnungslos bin.
Es ist ein Sch.eißspiel.
Aber eben auch sehr traurig.
Falls ich Macht über ihn habe - nein, dann genieße ich sie nicht.
Ich würde sie gern hergeben, wenn ich dafür die Dinge ändern könnte. Ein bisschen schöner machen, weißt du?
Für alle. Auch für ihn.
Aber ich kann es nicht.
Ich kann nur zuschauen.
Und meine Souveränität bezieht sich auch nur darauf, dass er nicht mehr an mich rankommt. Dass ich ganz sicher nie mehr seine Affäre sein werde.
Ansonsten bin ich gar nicht so souverän.
Aber das - ja, das kriegt er natürlich zu spüren. Da bin ich eisenhart. Aus Überzeugung inzwischen. Und aus Selbstschutz.
Aber ich wünschte, es wäre anders.