Zitat von schlumpf2011:
Das Buch habe ich auch geschenkt bekommen. von meinem Sohn! Ich finde es echt auch schlimm, dass die Kinder unter uns leiden.
Und @pinie, sag mir doch auch nochmal, was meiner für ein Typ ist, denn irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich den grössten Ar. erwischt habe.
Dem würde ich uneingeschränkt zustimmen.
Neben Mangomontags und holylakes Exemplaren. Wenn sogar im Geschäftsleben schon munter betrogen wird, weisst. Oder die Type von hatdazugelernt, der körperlich rabiat wurde, dazu an einem Tag Geschwister vorstellen, nächster Tag Abschuss Zackbumm.
Und in gewisser Weise finde ich den Ex von @blackeyed richtig, richtig creepy.
Ich bin wirklich baff, dass überhaupt irgendein Mensch so eine Nummer durchzieht.
Hihi, ich bin also schon umjubelt, weil ich mit dem Affärenmännern so hart ins Gericht gehe.
Das hat für mich 2 Seiten. Einerseits glaube ich schon, bei einigen dieser Jungs ist in der Sozialisierung ganz gründlich was schief gegangen und was sich da an rüdem Verhalten an Frauen austobt lässt Rückschlüsse auf die (chaotische oder missbräuchliche) Kindheit zu.
Andererseits les ich hier von Frauen, die teilweise gänzlich ohne Karten lachend in die Kreissäge rennen, "Er ist ein Narzisst/NPS" was weiss ich es was. Die Affärensituation befeuert rücksichtslose Verhaltensweisen, ja ganz sicher. Ich finde es jedoch zu weit gehend, bei jedem Mann, jeder Frau mit Doppelleben lebensbegleitender Affäre Selbstwertproblematiken zu vermuten. Meine Anwältin weiss auch von Männern wie Frauen zu berichten, denen sie vorgerechnet hat, was bei einer Scheidung wahrscheinlich unter dem Strich für alle Beteiligten rauskommt. Und dann haben sie es gelassen.
Dahinter steckt zwar so gesehen eine Berechnung und es folgt berechnendes Verhalten. Aber 'narzisstische Selbstwertproblematik' wäre zuviel der Pathologisierung.
Geheiratet, Haus gebaut, Kinder bekommen, Leben verwoben, im Bett und emotional geht nur noch wenig nach 1o, 2o Jahren. Dann fremdverlieben, doch Trennung brächte zu hohe Kosten.
Klassiker. Ob es einem als 'Geliebte' genügen sollte, sich für 6 mit Pseudo-Bindung (ohne entsprechendem, einer Frau gebührendem invest) exklusiv und dauerhaft zur Verfügung zu stellen, das offenbart eine sehr viel tiefere Selbstwertproblematik. Von daher bin ich auch nicht davon zu überzeugen, dass die "Bedürftigkeit" stets spiegelbildlich verteilt sei.
Bei dir und deinem Ex-Am, der geradezu Hochstapler-/Heiratsschwindlerqualitäten aufweist, denke ich keine Sekunde, dass du auch nur ansatzweise kompatible dependente Störungen aufweist. Im Ausmaß, wie das bei Frauen der Fall ist, die an NPS -Charakteren festhalten, die sie über Jahre mit schlecht verhohlenem Sadismus und Kontrollfreakentum zugrunde richten. Never ever. Dennoch halte ich deinen Ex für einen hochgradig gefährlichen Beziehungstäter (NPS kann hinkommen).
Ferner ist der Traum vom bindungslosen 6 vielen Männern zueigen, ein Fünftel hat einen höheren 6-Drive der genetisch angelegt ist. Daran muss man auch nix pathologisieren, es beisst sich nur völlig mit der Sozialisierung. Besser gesagt, unsere Sozialisierungsform Kleinfamilie mit über 2o Jahre währenden monogamen Bünden beisst sich mit der menschlichen Primatennatur. Wer zuhause friedlich zusammenlebende Vorbilder erlebte, sich entsprechend selbst bescheidet mit dem, wie es ist, der hat es leichter seine Natur zu verbiegen.
Aber an der natürlichen Regung nach Jahren Monogamie auch an einem neuen Menschen wieder schnuppern zu wollen ist weder was 'bindungsängstlich' noch sonstwie selbstwertproblematisches.
Ich muss zugeben, mich ärgert an der Stelle das therapeutische Ansinnen, Betrugsszenarien pauschal zu pathologisieren.
Aus dem Dilemma "alles richtig gemacht", Familie und Vermögen aufgebaut, dann in der eigenen Komfortzone 6.u.ell/emotional eingeschlafene Füße bekommen, hilft dir keine Psychologie der Welt raus. Grad wenn bei Frauen der Zahn der Zeit die Anziehungskraft des Partners auf Null gebracht hat, dann hilft keine Paartherapie, da hilft gar nix. Auch kein Mann, der alles richtig gemacht hat, von anderen Frauen begehrenswert gesehen wird.
Wer sich dann trennt, der erlebt das Abhandenkommen eines eingespielten verlässlichen Umfeldes und u.U. einen enormen Statusverlust.
Letzteres wiederum tun sich die wenigsten Männer an. Und _ich_ persönlich kann das sehr gut nachvollziehen. Lebenslang was aufgebaut, demnächst dann unterhaltspflichtig oder Haus weg oder oder oder. Für einen statusbewussten Menschen und das sind viele Männer auch aus ganz natürlichen Gründen, das ist ein Zeichen psychischer Gesundheit, ein Horrorszenario. Vorgeschoben werden stets "die Kinder", es ist geradezu verpönt zu sagen: mein Geld, mein Ansehen ist mir wichtig.
Gefährlich naiv zu meinen, das Credo "lieber arm und frei" sei für alle seligmachend.
@Sternenfischerin
Deinen -hoffentlich Ex- Am finde ich einerseits nicht soooo brutalst schlimm, weil er zu Weihnachten klipp und klar sagte, er trennt sich nie. Von da ab ist es an dir, deine Würde zu schützen und ihm so aggressiv wie nötig den Kontakt abzudrehen.
Das ist die eine Seite. Die andere Seite ist es an deine Tochter heran zu treten und Stichwort Karibikreise: Affären zementieren bereits vorhandene Neigungen zu miserablem Verhalten.
Ich denke bei deinem (Ex)-Am, er hat keinesfalls höchste narzisstische Werte oder sonst was für einen riesen Hau.
Wäre er dir als Witwer begegnet, hätte ich dir als Freundin wahrscheinlich zugeraten, dich von ihm angeln zu lassen.
Ich finde dein Verhalten, ihn in eine Beziehung mit dir geradezu hinein'therapieren' zu wollen höchst problematisch. (Die Pille mit der Reise, die hätte ich allerspätestens nimmer geschluckt.)
Dem geht's alles in allem ganz gut in seiner Ehe und mit seinem Leben.
@Holylake
Ja. Geradezu erstaunlich.
Bei den Eckdaten: vormals delinquent, verschwieg dir seine Lebensgefährtin, nimmt im wesentlichen nurmehr 6 bei dir mit hätte ich gesagt, die Frau muss _völligst_ passiv dependent leidend schreiben, ihn bemuttern und therapieren wollen oder aber selbst eine generell emotional instabile Dramaqueen sein, damit das lange läuft.
Schließe ich bei dir beides aus, du liest dich für mich frisch und 'normal'.
Insofern habe ich durch dich gelernt, wie shice das ist, wenn so eine A.schnase erst spät zu erkennen gibt, er ist gebunden.
Umso tragischer, was du dich verschwendest für ihn.