Zitat von DieTrulla:Er ist anscheinend nicht bereit, diese Leere zu füllen. Hast du mit ihm da mal drüber gesprochen? Versucht dich aus dieser Abhängigkeit zu lösen? Er wird diese Leere auch nie füllen können und ich glaube, ganz tief in deinem Inneren weißt du das auch. Es ist immer leicht zu sagen, ey komm arbeite an dein Problem, versuche dies und das. Es ist nicht leicht. Leicht ist es, weiter zu verharren.
Danke, @Trulla

Ja, ohne Bewegung kein Leben, das ist klar. Und gesprochen: Klar. Wir haben dauernd gesprochen. Und verhandelt. Die Leere ist ja nur jetzt, da er fort ist. Normalerweise ist er ja immer da, und ich sagte ja schon, dass es mir gut ging mit ihm seit Ostern. Wir hatten einen verlässlichen Tagesrhythmus und Wochenrhythmus und verbrachten so ca. 12 Stunden am Tag / in der Nacht zusammen. Ich bin es einfach seit Jahren gewohnt, dass er immer da ist - und jetzt ist er weg. Wäre es eine normale Beziehung, dann wär das Alleinsein okay und vielleicht sogar schön. So aber, da ja er unsere Reise abgebrochen hat, krebsrot und hautschuppend, um mitsamt EF nach Bayern zu fahren, ist es mal gar nicht schön.
Zitat von DieTrulla:Ich glaube keiner ist dir böse oder enttäuscht, wenn du weiter bei ihm bleibst. Es ist dein Leben. Genauso wir ich mein Leben lebe und auch lange Anläufe brauchte, um mich aus der Affäre zu befreien. Die Mädels hier zeigen einem sehr viel auf, was man vor lauter Blindheit gar nicht mehr sieht. Und legen den Finger in die Wunde. Schmerzt, brennt, will man in dem Moment nicht hören, aber es hilft. Nicht sofort. Aber der Denkapparat wird angeworfen. Ich fand Holy's Übersetzung sehr gelungen und gar nicht bösartig. Das sie dich im ersten Moment entsetzt und verletzt, verstehe ich auch, aber es eröffnet auch andere Perspektiven, weil man selber viele Dinge ganz anders interpretiert.
Ja, da hast Du Recht. Ich war zu Anfang geradezu euphorisch hier im Forum, weil ich so viele Muster erkannte. Ich kann das aber nicht auf mich oder uns anwenden. Ich liebe diesen Mann mit allem, was er ist, sogar mit seiner Ehefrau. Ich liebe auch unser Leben hier und unseren Alltag. Und darum hab ich beschlossen, dass ich das Beste daraus machen muss. Andere Menschen treffen, mich auf meine Töchter, Freunde und Familie konzentrieren, arbeiten. Und irgendwie mit ihm leben, wie er eben ist. Auch wenn es mir manchmal weh tut, dass es die EF gibt und er, wie ich ihm 1001 Mal an den Kopf gebrüllt habe:
Du bist nicht bereit, für mich etwas zu ändern - dann sagt er: das stimmt nicht. Du hast alles in meinem Leben verändert. Ich verbringe mehr Zeit mit Dir als mit ihr oder irgend jemandem sonst. Was willst Du denn noch? Dass Du sie verlässt! Das kann ich nicht, das weißt Du. Und dann ist das Gespräch beendet, denn ich kenne die Gründe sehr genau und verstehe sie, leider. Und darum: Wie kann man sich aus sowas befreien? Ich habe nicht die leiseste Ahnung. Echt nicht.
