Zitat von Abendstern2018:Wohooo
Magst uns nicht ein wenig teilhaben lassen an deinem Glück?
Happy End Stories machen immer so schön Mut

Voll schade, hätte dich gern persönlich kennengelernt, aber ich verstehs
Genieß es

Jetzt finde ich tatsächlich mal kurz ein bisschen Zeit und Ruhe, euch zu schreiben. Vielleicht sogar ein bisschen Mut zu machen.
Einige erinnern sich vielleicht, wie es bei mir lief:
Sieben Monate Affäre. Da schon dauernd Hin und Her von ihm aus.
On-Off.
Panik, Herzschmerz, Hoffen und Sehnen auf meiner Seite.
Rumgeeiere und Unentschlossenheit auf seiner.
Nach sieben Monaten habe ich es unter großen Schmerzen und unter Aufbietung all meiner Willenskraft beendet.
Von da ab lief rein körperlich gar nichts mehr, weil ich das konsequent unterbunden habe.
Allerdings hing ich emotional weiter an ihm. Lange Zeit.
Er hat sich immer wieder gemeldet und mir Hoffnungen gemacht. Immer wieder. Auch nach Monaten ohne Kontakt. Ich habe ihm immer wieder zumindest geantwortet, bis dann jedesmal klar wurde: Es hat sich gar nichts geändert.
Er versucht es einfach mal wieder.
Allerdings wurde es immer leichter für mich, je öfter er das tat.
Die Respektlosigkeit dahinter wurde allein schon durch die Wiederholung immer offensichtlicher für mich.
Das Spiel ging - ab Affärenende - noch knapp zwei Jahre.
Ganz kurz:
Das letztemal, als ich von ihm etwas gehört habe, hat er etwas gebracht, was er niemals hätte tun dürfen.
Das war der letzte Tropfen, der das Fass endgültig zum Überlaufen gebracht hat.
Da ist der letzte Teil in mir, der irgendwie noch an ihm hing, endlich aufgewacht.
Vor kurzem habe ich mich total verliebt.
Und ich kann euch allen nur sagen:
Vergesst diese Affärentypen!
Ihr werdet den Schmerz, die Respektlosigkeit, das mangelnde Bekenntnis zu euch ohnehin nie vergessen können.
Wenn ihr monate- oder jahrelang wegen ihm oder ihr gelitten habt, dann wird es nicht mehr "gut".
Selbst wenn der eine oder andere sich vielleicht doch (vorübergehend) dazu bequemt, zu euch zu kommen, die Ef zu verlassen oder was auch immer:
Es wird nicht "gut".
Ihr wollt das wahrscheinlich nicht glauben. Ich hätte es auch nicht geglaubt.
Ich erkenne es aber jetzt deutlich - durch den Kontrast.
Was ich jetzt gerade erlebe, ist total anders.
Und viel, viel schöner.
Ich spüre vor allem die totale Abwesenheit von Angst und Unsicherheit, die mich während der Affärenzeit IMMER begleitet haben. Immer.
Kommt er? Schreibt er? Wird das was? Liebt er mich so wie ich ihn?
Verlässt er sie? Wann? Warum tut er dies (nicht). Warum tut er jenes (nicht)?
Was bedeutet dies? Oder jenes?
Angst. Angst und Unsicherheit und Hoffen. Und Sehnen. Viel, viel Sehnen.
So würde ich es heute nennen.
Es war ein ständiger Konjunktiv. Nie ein Präsens.
Es wäre alles so schön, wenn...
Wenn dies so wäre oder jenes. Wenn er sich nur endlich bekennen würde. Wenn er nur...
Aber so war es nie. Nie. Es war immer das Hinterherhecheln einer Möglichkeit, die in Aussicht gestellt wurde.
Selbst wenn er da war, war er nie wirklich da.
Das Gespenst der Ef, das Wissen, dass er seinen Lebensmittelpunkt woanders hat, sie waren bei jedem Treffen, jedem Kontakt mit dabei.
Er war nie wirklich da.
Es war, als sei man der buchstäbliche Esel, dem an einem Stab eine Karotte vor die Nase gehängt wird.
Sie ist ganz nah. Nur einen kleinen Schritt entfernt. Man kann sie riechen. Fast hineinbeißen!
Fast.
Denn sie ist nie erreichbar. Wie sehr man sich auch bemüht.
Was ich jetzt erlebe, ist so anders!
Ich wünschte, ich könnte euch das Gefühl für ein paar Momente vermitteln, damit ihr es nachvollziehen könnt und durch den Vergleich spürt, wie wenig es sich lohnt, für irgendwen den Esel zu geben.
Dieser Mensch will mich! Genauso wie ich ihn.
Kein Wenn und Aber und Vielleicht oder Später.
Er schaufelt sich Zeit frei für mich, so wie ich für ihn. Er will mich sehen.
Er hat Zeit. Auch abends. Auch am Wochenende. Gerade dann!
Keine Lügen.
Und vor allem: Keine Angst. Keine Unsicherheit.
Aufregung. Das ja. Viel Herzklopfen. Viele Mücken im Bauch.
ABER KEINE ANGST!
Es ist Präsens. Nicht Konjunktiv.
Und wenn es morgen vorbei sein sollte, weil es irgendwie doch nicht passt, dann war es trotzdem Präsens, solange es eben dauerte.
Ich bin total verliebt. Und er auch.
Und ich wünschte wirklich, ich könnte euch vermitteln, welch riesigen Unterschied das macht.
(Gerade eben schreibt er, dass er nicht schlafen kann wegen mir

Er hat sich nämlich morgen freigeschaufelt, um mich einen Tag besuchen zu können und sollte eigentlich jetzt schlafen, weil er deswegen früh raus muss).
Ich wünschte wirklich, ich könnte euch den Unterschied vermitteln.
Hakt sie ab, diese Typen.
Was sie euch geben, ist zu wenig!
Das habt ihr nicht verdient!
Ihr verdient allesamt mehr als einen Konjunktiv!
Ich weiß, es ist nicht leicht. Ich weiß es genau.
Aber versucht, es irgendwie zu schaffen. Dreht nicht die hundertste Runde.
Das ist es nicht wert.
Es gibt so viel Schöneres!
Gute Nacht euch allen!
Ihr schafft das auch!