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Thread für Affären Frauen und Männer zur Unterstützung

SweetSeduction

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Nein, ich brauche doch keine Betrüger! Meine Bedürfnisse lassen sich auch wunderbar mit Single-Männern befriedigen, ist doch klar.
Aber speziell mein Aktueller ist S. gesehen eben mit Abstand der aller beste, mit dem ich alles ausleben kann (und umgekehrt). Das ist das kleine Problem.

02.12.2018 11:13 • #28516


Mellowdrop

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Zitat von hatdazugelernt:

Verstehen im Sinne von Nachvollziehen können, ja.

Ich habe meinen Mann während unserer Ehe nicht betrogen, kann aber trotzdem nachvollziehen oder verstehen, wie Affären entstehen. Ich kann auch (bis zu einem bestimmten Grad) verstehen, warum er sich in Miss Next verliebt hat.
Ich kann auch mich im Nachhinein verstehen, warum ich mich so heftig in einen anderen (und verheirateten ) Mann verliebt habe. Ich kann verstehen, warum er seine Frau be-loge hat. Ich kann seine Frau verstehen, warum sie um ihre Ehe gekämpft hat.
Ich kann die Gefühle und Motive verstehen, ja. Ist ja jetzt auch nicht gerade geheimste Raketenwissenschaft, wenn wir mal ehrlich sind.

Ich kann es nachvollziehen, muss es aber weder gut finden noch es genauso machen wollen.


Ach, hatdazugelernt.
Vielen Dank dafür.
Genau so ist es.
Ich habe aufgehört über meinen AM böse Sache zu sagen. Weil am Ende haben wir beide unsere Baustellen. Am Ende haben wir fast die gleichen Beweggründe. Beide sind unschön. Und beide brauchen Heilung. :(

Wüsch euch einen schönen ersten Advent.

02.12.2018 11:14 • x 2 #28517


Mellowdrop

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Zitat von SweetSeduction:
Nein, ich brauche doch keine Betrüger! Meine Bedürfnisse lassen sich auch wunderbar mit Single-Männern befriedigen, ist doch klar.
Aber speziell mein Aktueller ist S. gesehen eben mit Abstand der aller beste, mit dem ich alles ausleben kann (und umgekehrt). Das ist das kleine Problem.



HI SweetSeduction, willkommen hier bei uns.
magst du deine Geschichte mal erzählen?

02.12.2018 11:15 • #28518


hatdazugelernt

hatdazugelernt

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2007
Und wenn ich ehrlich bin- Miss Next kannte mich und unsere Ehe. Da ich sie wegen ihrer Eheprobleme gefüttert und getröstet hatte und sie sich bei uns wegen all der Gemütlichkeit und Harmonie sooo wohl gefühlt hat, fand ich es ehrlich gesagt schon sehr schräg was sie danach abgezogen hat.
Und dazu stehe ich auch- das kann ich vielleicht verstehen, aber einfach nur daneben, verlogen und intrigant finden. Wenn sich mein Nochmann jetzt oft in seiner Beziehung mit ihr unwohl und nicht glücklich fühlt, zucke ich ehrlich gesagt schon mit den Schultern und denke mir- Karma is a Hexe.
Will sagen, ich finde nicht, dass man so gar keine Mitverantwortung für die Beziehung derer hat in die man eingedrungen ist.
Und klar ist sie nicht die böse Hexe schlechthin, aber ... naja. Ich kanns halt nicht nachvollziehen, was sie da gebracht hat. Gebe ich offen zu.
Vielleicht hätte sie mit ihrer Pizza einfach nur woanders wedeln können, einfach nur aus Charakterstärke heraus. ;-)

Aber ich hab gelernt zu akzeptieren und irgendwie liegt es mir dauerhaft nicht, giftig und böse zu sein.

02.12.2018 11:27 • x 3 #28519


Sankaty

Sankaty

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Hallo zusammen,

Zeit für ein Update. Keine Ahnung, ob hier noch jemand liest oder schreiben möchte, aber da ich keinen eigenen Strang habe und meine Geschichte sich hier findet, sollte sie auch hier weitergehen. Die Tage habe ich in einem anderen Thread meinen Senf zu was dazu gegeben, und da hab ich mich das erste Mal gefragt, ob ich von meinem Weg in der Vergangenheit sprechen sollte. Vielleicht ist das noch etwas zu früh. Ich glaub, ich bin auf der Zielgeraden. Aber noch nicht ganz da.

Da ich ja nicht erwarten kann, dass sich alle alle Geschichten merken, hier die Kurzfassung:
Ich habe mich verliebt und recht schnell von meinem Mann getrennt. Es gab da noch andere Gründe, warum ich die Gelegenheit genutzt habe, mich aus dieser Ehe zu verabschieden. Mein AM hat sich nach längerem Hin und Her nicht von seiner EF getrennt. Wie sehr das mit ihr zusammenhing, weiß ich nicht. Eine große Rolle spielte auf jeden Fall, dass sie mit den Kindern im Falle einer Trennung in ihr Heimatland auswandern wollte. Weit weg. Schlussendlich sind sie nun alle zusammen ausgewandert. Der Anlass für die Trennung von meinem Mann war weg, als mein AM sich entschieden hat, bei seiner Familie zu bleiben. Die anderen Gründe waren inzwischen auch weg, es gab da i.W. ein großes Thema, das mein Mann für sich gelöst hat, während wir getrennt waren.

Mein AM hat mich Anfang März verlassen, und seit Mai bin ich wieder mit meinem Mann zusammen. Ihm war klar, dass ich Zeit brauche, um mit allem abzuschließen. Wir haben viel geredet. Das fing schon während unserer Trennung an. Plötzlich war reden einfacher. Es konnte ja nichts mehr passieren, wir waren ja schon getrennt. Außerdem hatten wir Abstand und viel mehr Klarheit.

Es ist schwierig, das rückblickend aufzuschreiben. Denn natürlich sehe ich die Dinge jetzt viel klarer als damals, und habe ein ganz anderes Verständnis für diese Affärenmechanismen, und warum ich mich so verhalten habe.

Jedenfalls hatten mein Mann und ich hatten mehrere Erlebnisse, auch 6uell, und Gespräche in den letzten zwei Wochen, durch die wir einen Riesenschritt weiter gekommen sind. Im Ergebnis fühlen wir uns wieder viel mehr als Liebespaar. Mit ero. im Alltag. Wir haben uns auch vorher gut verstanden, viel gelacht, Küsschen, in den Arm genommen, aber nun ist es anders. Ein bisschen wie frisch verliebt. Mir ist schon klar, dass das im Laufe der Zeit auch wieder nachlassen wird, aber wir werden nicht zurückgehen dahin, wo wir waren. Denn eins hat sich grundsätzlich geändert ganz viel Scheu ist weg.

Was noch übrig ist, weswegen ich noch nicht völlig abschließen kann:

Es wäre immer noch schön, wenn AM sich melden würde. Nur einmal. Es fällt mir immer noch schwer, dass wir so unschön auseinander gegangen sind. Ich hatte mich im Juni mehrfach gemeldet und wurde ignoriert bzw. bin bei der EF gelandet. Lange hab ich gedacht, ich wolle mit ihm sprechen, weil ich mich da sehr gedemütigt gefühlt habe. Inzwischen denke ich, ja, bin ich selbst schuld. Ich bin ihm da hinterhergelaufen. Ich weiß ja aber, warum ich wollte einfach einen versöhnlichen Abschluss. Ich wollte weder betteln noch diskutieren noch die Affäre virtuell aufleben lassen. Und es gab mixed signals von ihm, er hat zwei mal angerufen und mich aber nicht erreicht. Aber so ist es nun, und mein Kopf weiß auch, dass es vermutlich besser ist. Der Wunsch ist trotzdem noch da, das wird vermutlich noch ein Weilchen dauern.

Zweitens, ein ganz neuer Aspekt. Ich weiß nicht so recht, wie ich mit den Erinnerungen umgehen soll. Denn da sind einige wunderschöne Erinnerungen mit AM. Aber irgendwie sollte ich die ja gar nicht haben. Denn idealerweise hätte ich mit meinem Mann gesprochen statt eine Affäre anzufangen und mich zu trennen. Dabei hilft mir, dass die Paartherapeutin, bei der wir ein paar Mal waren, sagte, die Trennung sei das Beste gewesen, was uns passieren konnte. Diese Entwicklung, die wir jeder einzeln gemacht haben, hätten wir zusammen nicht oder zumindest nur in langen Jahren mit viel Therapie hinbekommen. Wahrscheinlich sollte ich einfach über die schönen Erinnerungen mit AM gar nicht nachdenken. Sie sind halt da, kann ich ja nicht ändern, und solange ich sie nicht dauernd angucke und verklärt zurückdenke, ist ja alles gut. Ich merke eh schon, wie sie verblassen. Z.B. hab ich ihm immer so gern zugehört. Er hatte so eine tolle Stimme und Art zu reden. Jetzt weiß ich noch, dass es so war. Ich kann mich aber nicht mehr erinnern, wie er geredet hat. Ich höre es nicht mehr.

Und drittens, mein Mann und ich wohnen noch nicht wieder zusammen. Was gut ist. Ich neige dazu, kleine Bedürfnisse unbeachtet zu lassen in einer Beziehung. Große nicht, ich bin immer mal mit einer Freundin in Urlaub gefahren z.B. Aber wann wir abends essen und was, da war es mir immer wichtiger, mit ihm da zu sitzen und zusammen zu essen, obwohl ich z.T. gerne früher gegessen hätte z.B. Er hätte mich da gar nicht dran gehindert, aber ich hab mir solche Kleinigkeiten selbst nicht bewusst gemacht. Durch das alleine Leben fallen mir solche Sachen auf, und ich muss darauf achten, sie mitzunehmen und ggf. Kompromisse zu finden, wenn wir wieder zusammen wohnen. Was wir im nächsten Jahr angehen wollen. Und für ihn ist es auch gut ich hab immer viel von dem Organisatorischen gemacht, und nun muss er sich selbst kümmern. Außerdem hat er nun angefangen zu kochen und bekocht mich ab und an :)

Soweit von mir
Hoffe, euch gehts gut!
Gab ja schon ein paar Versuche, diesen Thread wieder zum Leben zu erwecken. Ich fänds gut.

05.12.2018 16:15 • x 4 #28520


SweetSeduction

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Die Frage, die mir bei sowas immer als erstes in den Kopf schießt:
Warum trennen sich immer nur Frauen? - und Männer bekommt man nicht mal mit einer Säge von der Ehe los ? (Egal wie kaputt die Ehe).

05.12.2018 16:21 • x 2 #28521


blackqueen

blackqueen

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Zitat von SweetSeduction:
Die Frage, die mir bei sowas immer als erstes in den Kopf schießt:
Warum trennen sich immer nur Frauen? - und Männer bekommt man nicht mal mit einer Säge von der Ehe los ? (Egal wie kaputt die Ehe).


Weil Frauen weitaus mehr dazu neigen, den Gefühlen zu folgen und Männer tendenziell überwiegend mit dem Verstand operieren.

05.12.2018 16:24 • x 2 #28522


Sankaty

Sankaty

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Zitat von blackqueen:
Männer tendenziell überwiegend mit dem Verstand operieren

Da hätte ich fast sowas geantwortet wie "der hat bei mir allerdings ziemlich ausgesetzt". Und dabei kommt mir der Gedanke - ist das so?

Denn im Ergebnis bin ich relativ gradlinig mit der Situation umgegangen. Ja, ich habe gelogen und auch betrogen, aber in einem Ausmaß, dass wir zusammen verarbeiten konnten. Es geht uns gut.

Mein AM ist zwar bei seiner EF geblieben, aber er hat vorher 8 Monate lang mal sie, mal mich verlassen. Er hat ihr vorgemacht, mich zu verlassen, und mir vorher eine Nachricht geschickt, ich solle die folgende Nachricht ignorieren. Er hat den Kontakt wieder aufgenommen, nachdem wir uns tatsächlich getrennt hatten. Heimlich, von einer neuen Mailadresse. Und wie ich aus ihrer Mail an meinen Mann von Oktober weiß, in der sie ja so nett meinem Mann die Fakten schildert, hat er ihr einiges gar nicht erzählt. Was sie für die Fakten hält, stimmt nämlich nicht. Und so richtig gut kann es ja dort nicht laufen, wenn sie noch meint, sich an meinen Mann wenden zu müssen...

Also, ja, er ist bei seiner EF geblieben. Aber seine Handlungen waren impulsiv und kopflos, über Monate. Nix mit Verstand.

05.12.2018 16:56 • x 1 #28523


blackqueen

blackqueen

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Ich gebe Dir da vollkommen Recht. Impulsive Handlungen sind immer drin, Ausnahmen übrigens auch.

Jedoch zeigt mir meine Erfahrung mit Blick in viele Geschichten um mich rum, dass Männer dennoch langfristig eher Kopfgesteuert sind und die Gefühle dabei gern beiseite wischen bzw. unterdrücken. Das heißt aber nicht, dass sie im Akutfall nicht trotzdem auf die Gefühlsseite pendeln. Oft schaltet sich dann aber der Kopf wieder dazwischen und dann geht es wieder in die Gegenrichtung.

05.12.2018 17:04 • #28524


hahawi

hahawi

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@Sankaty
Ich weiss, das ich auch schon ein wenig brutal Dir gegenüber war, diesmal aber nicht.
Aber Du hängst noch so sehr in Deiner Geschichte drinnen, das es mir noch immer weh tut, wenn ich mich da reinfühle.
Du brauchst Deinen AM nicht, um abzuschliessen, das kannst Du nur selbst schaffen.
Aber solange Du es nicht schaffst, solange ist es unfair, Deinem Mann Hoffnungen zu machen.
Bisweilen liest es sich leider so, als würde AM nur mit dem Finger schnippen zu müssen und die ganze Chose fängt wieder von vorne an.
Und in so einer Konstellation kann ich mir nur sehr schwer vorstellen, dass das auf Dauer so gutgehen kann.
Stell Dich Deinen Geistern und schau, warum er Dich noch immer so gefangen hält. In Dir.

05.12.2018 17:13 • x 3 #28525


Sankaty

Sankaty

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Das ist wirklich interessant. Ist es Verstand oder Gefühl, den ganzen Bindungskleister nicht aufgeben zu wollen? Haus, Hamster usw?

Ich hab eine Weile wirklich nicht gesehen, wie schwierig es für uns geworden wäre. Da hat mein Verstand echt ausgesetzt. Dass es wahrscheinlich nicht geklappt hätte, mit seinen Kindern am anderen Ende der Welt. Plus beide aus langen Beziehungen kommend, plus einer von uns hätte umziehen müssen, plus plus plus. Ich glaube, er hat das gesehen. Bei allem Gefühlschaos.

Auf der anderen Seite, er hatte ja auch mehr zu verlieren. Meine Ehe war eh in einem schwierigen Zustand, ich habe keine Kinder. Ach, was weiß ich.

Ist auch egal. Es ist gut, wie es ist.

05.12.2018 17:14 • x 2 #28526


Sankaty

Sankaty

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Ach @hahawi,
ich weiß wirklich nicht, warum du immer denkst, es sei alles viel schlimmer und ich würde mich bzw. euch hier belügen.

Mein AM hält mich nicht gefangen. Ich habe nur noch nie jemanden im Streit aus meinem Leben geschmissen oder umgekehrt. Ich kenne das nicht, ich bin nicht so, und ich mag es nicht.

Und es geht nicht nur um ihn. Was diese Affäre und Trennung von meinem Mann ausgelöst hat in meinem Leben und in mir, was mich das alles gelehrt hat, geht weit über die Verliebtheit in einen anderen Mann hinaus. Da geht es um das grundsätzliche Betrachten von Beziehungen, auch Freundschaften, und die haben nicht alle überlebt. Darum, wie ich leben will. Darum, welchen Stellenwert mein Job einnimmt. Um das Verhältnis zu Eltern und Schwiegereltern.

Ich mache meinem Mann keine Hoffnungen. Wir werden zusammenbleiben. Nicht krampfhaft, sollte uns irgendwann mal wieder eine Krise ereilen, werden die Karten neu gemischt. Aber diese Krise ist zwischen uns überwunden. Es geht nur noch um mich. Wie will ich sein. Wie will ich leben. Und das einzige, was ich sicher weiß, ist, dass ich mit meinem Mann leben will.

Das kannst du mir abnehmen oder nicht.

Ich hab sogar überlegt, ob ich deinen Beitrag aus Sommer nochmal lesen soll. Was heißt "nochmal", ich hab ja damals recht weit oben aufgehört. Getriggert durch @Dummda2 , die irgendwo letztens geschrieben hat, die Beiträge, die sie am meisten genervt haben, haben ihr gezeigt, wo die Punkte sind. Aber ich lass es. Ich bin soviel weiter. Wir sind soviel weiter. Es ist überholt.

Du hast recht, ich brauche meinen AM nicht, um abzuschließen. Ich werde auch so dahin kommen. Und trotzdem wäre es schöner, wenn wir nochmal freundschaftlich miteinander sprechen könnten. Wobei mir schon klar ist, dass das im Grunde Quatsch ist. Denn ich würde gar nicht über die Vergangenheit mit ihm sprechen wollen. Worüber also dann? Vielleicht über Himbeermarmeladenrezepte :)

05.12.2018 17:25 • x 2 #28527


hahawi

hahawi

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Zitat von Sankaty:
es sei alles viel schlimmer und ich würde mich bzw. euch hier belügen.

Nein, ich glaube nicht, das Du lügst. Definitiv nicht.
Du beschreibst es hier sehr nachvollziehbar.
Auch glaube ich dir, dass Du Deinem Mann keine Hoffnungen machst oder machen willst. Die hat er schon von alleine. ;)
Wie schon mal geschrieben, ich hatte so was ähnliches.

05.12.2018 17:31 • x 1 #28528


kuddel7591

kuddel7591

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@ Sankaty

was hat es für Vorteile und welche Nachteile, wenn du deinen AM noch mal sehen/sprechen könntest?

Wie das ist, nix mehr von dem ermöglichen zu können - aus welchen Gründen auch immer - ist
nicht immer leicht nachvollziehbar. Auf den Wunsch nach dem "wieso, weshalb, warum" etwas so
gelaufen ist, eine Antwort bekommen - wie wahrscheinlich ist es, eine wirklich ehrliche Antwort zu
bekommen? Nach so langer Zeit eine Antwort zu bekommen, dabei nicht mal zu wissen, ob die
Antwort eine ehrliche ist, birgt auch Risiken.

Nach dem aus "meiner" Affäre wollte ich ein Treffen, ein Gespräch. Das "wieso, weshalb, warum" wollte ich geklärt wissen. Ich wollte einen sauberen Schlussstrich ziehen können (auch wenn nach dem Ende der Affäre keine "Wäsche" gewaschen wurde. Meine Absicht war, ein letztes Treffen, ein letztes reales Gespräch. Mehrfach angesprochen - schriftlich! Jedes mal erfolgte eine Ablehnung.

Es stellte sich heraus, dass es besser war - kein Treffen, kein Gespräch, keine Fragen, keine Antworten...und das eben beidseitig. Und ja....selbst Antworten als ehrliche Antworten zu geben
und auch zu bekommen - was rufen die erneut hervor? Zu berücksichtigen, was ein letztes Treffen, ein letztes Gespräch mit einem selbst machen könnte....aber auch mit dem Gegenüber - geht das? Nein.
Die IST-Situation zu sehen und zu wahren, die guten Situationen der gemeinsamen Affären-Zeit in Erinnerung zu halten, ohne die schwierigen Phasen zu "streichen"....für mich war das wichtig, nach
langjähriger Affäre ein Ende endgültig zu besiegeln. Keine Ressentiments "gegen was und wen" auch immer.

Und ja....einen sauberen Abschluss für sich zu finden - ob mit oder ohne direkte Beteiligung des Gegenüber - halte ich für sehr wichtig. Keine Ressentiments zu haben. Die gemeinsame Zeit SO anzunehmen, wie sie war - mit allem, was dazu gehörte. Nichts von all dem vor sich selbst zu leugnen, um sich befreien zu können. Verantwortung zu übernehmen für alles, was in eigener Verantwortung lag....denn dann kann eine solche Affären-Zeit sehr sehr hilfreich werden, die einen
menschlich stärkt, die einen reifen lässt, die einen selbstständiger werden lässt, die etwas anstößt, was ohne die Affäre ggf. niemals angestoßen worden wäre. (Du hast davon berichtet.)

Und klar....es treibt einem die Wut ins Gesicht, hier im Forum etwas zu lesen, was einem "quer" runtergeht. Die unterschiedlichen Ansichten bringen das so mit sich - das ist nun mal so! Und die Position, die in einer Affäre eingenommen wurde, ist ein ganz entscheidender Faktor. Der Ton wird mitunter sehr rabiat....ist das verständlich? JA. Eine klare Position zu beziehen, ist nicht verwerflich. Damit geht einher, die Fakten halt auch mal knallhart und ohne "Blümchen" zu lesen zu bekommen. Mit Böswilligkeit hat das nichts zu tun. Fakten knallhart anzusprechen geschieht zwar mutwillig - aber niemals bösartig.

"Meine" Fernbeziehungs-Affäre - keine Sekunde will ich missen. Fehler - hüben wie drüben...halt auch vollkommen normales Geschehen. Viele gute und schöne Zeiten, die bei weitem überwogen.
Kein böses Wort - während und nach der Affäre. Dennoch - nie mehr Affäre.

06.12.2018 01:18 • #28529


Sankaty

Sankaty

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Guten Morgen Kuddel,

Es geht mir nicht um Antworten. Ich brauche keine Antworten. Es sind ja keine Fragen offen. Ich habe auch keine Ressentiments. Er hat sich feige verhalten und auch ein bisschen a... lochmässig, aber vermutlich fand er meine Nachrichten im Juni auch nicht so toll. Mit Abstand denke ich, hat halt blöd geendet. Welche Trennung läuft schon zu beider Zufriedenheit. Eher die Ausnahme wohl.

Da ist einfach nur ein Mensch, den ich sehr gemocht und später auch geliebt habe. Oder in den ich verliebt war. Freunde können wir nicht sein, auf diese Ebene können wir nicht zurück. Ich würde mich gern verabschieden. Ihm alles Gute wünschen. Dieses Kapitel sauber abschließen. Damit der letzte Kontakt ein schöner war.

Sehen werde ich ihn eh nicht mehr, er lebt ja jetzt im Ausland.

Eine Freundin von mir ist der festen Überzeugung, dieser Wunsch entspringt nur meiner strukturierten Art. Wir haben lange zusammen gearbeitet, und sie weiß, dass ich sehr analytisch und strukturiert bin (kaum zu glauben....), und sie meint, da gibt es überhaupt nichts zu analysieren oder zu hinterfragen, ich kann einfach mit einer nicht gescheit beendeten Sache nicht gut leben. Vielleicht ist da was dran und es ist tatsächlich so einfach.

Wie auch immer, ich fände es schön, versöhnlich getrennter Wege zu gehen. Wird aber vermutlich nicht passieren.

06.12.2018 07:48 • x 1 #28530




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