Zitat von Watte60:Ganz tief drinnen fühle ich ehrlich gesagt schlimmen Schmerz, tiefe Verletztheit wegen der verschmähten Liebe, Trauer und Verlustängste wegen der vermutlich verlorenen Freundschaft.
Schmerz und Trauer verstehe ich, schließlich warst du ja verliebt. Und das, was man liebt, verliert man halt nicht gern bzw. es schmerzt, wenn man es nicht mehr haben kann. Die Verletztheit wegen der verschmähten Liebe versteh ich nicht so recht. Das ist doch eher eine Kränkung des Egos, oder? Auch ein sehr unangenehmes Gefühl, das sich bei mir durchaus in Verbindung mit einer Wut im Bauch zeigt. Und auch etwas, was man nicht haben mag. Aber etwas, worüber man nachdenken kann. Möglicherweise ist die Ablehnung durch ihn und die damit verbundene Kränkung das viel größere Problem. Watte, was meinst Du?
Zitat von Watte60:Es fühlt sich abwertend an, wenn er vermeintlich unbekümmert sein Leben weiter lebt - was vermutlich nicht so ist, ist aber auch kein Trost.
Ach Watte, das kannst Du doch gar nicht wissen. Und selbst wenn er sich weiterhin beschwingt durchs Leben hechelt ... es ist doch total egal, was er macht. Da musst du hinkommen. Wenn Du dich weiterhin auch gedanklich immer so klein machst, dass Du in Deinem Kopf Dein Leben vor ihm und seinem abwertest, dann tust Du Dir doch selbst weh. Verstehst Du, was ich meine? Für mich ist das kein Wunder, dass Dir gerade alles weh tut. Sei doch mal stolz auf Dich, auf Dein selbstbestimmtes Leben, dass Dir keine dahergelaufene Flitzpiepe auf dem Motorrad nehmen kann. Freu Dich auf die Dinge, die vor Dir liegen, und zwar die, die nicht geprägt sind vom Kopfkino und Kränkungen und Schmerz. Tu Dir jeden einzelnen Tag was Gutes und zwar ganz bewusst. Und denke dabei ganz bewusst an Dich (+durchaus auch laut gedacht) "ach, das tut jetzt echt gut!" Und dann zufrieden sein und ganz tief durchatmen. Wirst sehen, das hilft. Die Sachen hören sich so einfach an, sind aber äußerst effektiv.
Zitat von Watte60:Ein ganz kleines Fitzelchen in mir drin "will" ihn vielleicht noch, doch mir ist klar, dass es nie funktionieren würde.
Nein, Watte, den willst Du nicht, egal ob das funktionieren würde oder nicht, das ist schon viel zu weit gedacht. Das was Du willst , sind gemeinsame Stunden in einer liebevollen Partnerschaft, wunderschöne Ausfahrten auf dem Motorrad, romantische Filmabende bei einem schönen Glas Rotwein, nächtelanges Durchquatschen über Gott und die Welt etc., ok? Wodurch bitte bist Du zu der Überzeugung gelangt, dass das nur mit Deiner verlogenen, betrügenden Flitzpiepe geht? Hmm? Verstehst schon, was ich meine, oder?
Zitat von Watte60:Verlustängste wegen der vermutlich verlorenen Freundschaft.
Wirklich, Watte? Ich mein, was ist das für ein Freund, der die tolle Freundschaft zu Dir riskiert, indem er mit Dir was anfängt und sich dann noch weniger als 0,00 darum kümmert, dass es Dir gut geht? Für mich ist das nicht mal im Ansatz eine Freundschaft. Watte, auch wenn das jetzt sehr weh tut, aber der Typ ist eine totale Beziehungsniete. Jemand mit solchen charakterlichen Schwächen würde ich keine Sekunde länger in meinem Leben dulden. Bei mir dauert es ja auch immer lange, bis ich kapiere, wenn mir jemand nicht gut tut, aber wenn es klick gemacht hat, bin ich die personifizierte Konsequenz. Und bezüglich meines AM war es ja noch viel schlimmer, da ging meine unglaublich intensive noch nie vorher gefühlte Liebe meinerseits und nicht um eine Freundschaft. Was hat das gedauert, bis ich und mein Herz kapierte, dass der Typ mich nicht geliebt hat und eben auch sone totale Beziehungsniete ist. Von daher käme eine Freundschaft für mich unter keinen Umständen mehr in Frage, allerhöchstens vielleicht so etwas auf einem Level "Bekanntschaft". Und selbst das würde sehr, sehr schwierig. Jemandem dem es egal ist, ob es mir gut geht oder nicht und der mir unüberlegt weh tut, der hat in meinem Leben nichts mehr zu suchen.
Watte, ich habe auch ein soziales Umfeld durch ihn verloren, aber ich habe ein Neues gewonnen. Lauter, nette neue Leute, super Mädels, einfach weil ich mein Hobby nicht aufgegeben habe, aber den Kreis, mit dem ich es ausgeübt und mir einen neuen Kreis gesucht habe. Auch wenn man es zu Anfang als total ungerecht empfindet, dass man besser das Weite sucht und der Typ kann bleiben, wo er ist. Aber ehrlich gesagt ist mir mein Seelenfrieden dann doch wichtiger, als auf Biegen und Brechen in so einem ungesunden Konstrukt hängen zu bleiben. Du schaffst das auch ...
