Zitat von DieGute:Manchmal weiß ich nicht, was Schlimmer ist: Die Feigheit während der Affäre oder das Kuschen bei der Ehefrau nach der Affäre. Haben diese Männer gar keinen Stolz? Keine Ehre?
Inzwischen sehe ich diesen Satz, den ich in abgewandelter Form auch verwendet habe, ganz anders als während der Affäre. Ein bisschen komme ich mir manchmal vor wie die militanten Nichtraucher, die früher selbst geraucht haben...
Wisst Ihr, Watte und DieGute, die Frage nach Stolz und Ehre ist völlig verkehrt gestellt. Die Feigheit der gebundenen Männer, die mit einer ungebundenen Frau etwas anfangen und ihr entweder ihre Ehe verschweigen und sich als Single daherlügen oder aber ihre Ehe schlechtreden und der AF Hoffnungen machen, die sie nie erfüllen wollen, ist selbstverständlich grottig. Miese Charaktere. Ohne Diskussion.
Aber: wer ohne Fehl ist, der werfe den ersten Stein. Menschen machen Fehler. Wenn ein gebundener Mann un den Fehler macht, eine Liebelei nebenher anzufangen, sich dann (wodurch auch immer initiiert) an sein gegebenes Wort erinnert und die Gattin dieses ebenso ernst nimmt:
in guten wie in schlechten Zeiten....dann ist meiner Meinung nach nicht von Feigheit oder mangelnder Ehre auszugehen. Sondern von Werten, auf die man sich nach hormoneller Hinvernebelung besinnt. Tja, da sind Kröten zu schlucken. Für beide Ehepartner.
Glaub nicht, dass die trällernd zur Tagesordnung übergehen. Der Kontaktabbruch zu Dir, vielleicht hilflose WA-Signale, vielleicht seltsames Verhalten bei Begegnungen, das ist seine Kröte. Seine Frau muss den Vertrauensbruch verarbeiten. Was wiegt schwerer?
Ja, wir AF sind da sicher oft die, die sich ungerecht behandelt fühlen. Aber ab Zeitpunkt X, viele von Anfang an, wussten wir, was gespielt wird und wollten "gewinnen". Die Liebe unseres Lebens, einen begehrten Mann, überhaupt einen Mann, tollen 6, Status, egal...irgendwas davon. Wir haben aber verloren. Oft genug, also, ich jedenfalls sehr lange, uns selbst. Unsere Werte, sinnlos gewartete Zeit, den Verstand

Und eben: Stolz.
Hier ist der geschützte, anonyme Raum, darüber zu wettern, zu weinen oder zu versuchen, ein bisschen zu verstehen. Zu lernen, dass das 9. Gebot irgendwie seine Berechtigung hat. Bringt nämlich nur Schmerz, wenn man nicht rechtzeitig erkennt, dass der AM tatsächlich vergeben IST UND BLEIBT.