Zitat von frischgeföhnt:Seine Frau.
Sie möchte nicht, dass es in die Öffentlichkeit kommt.
Sie konnte wochenlang nicht einkaufen nach dem Auffliegen der Affäre.
Sagt Er.
Ihr gemeinsames Kind wäre auch betroffen.
Ich weiß nicht.
Das ist es mir nicht wert.
Was ich nicht ganz verstehe ist, wieso sie sich daran stören muß, wenn Du unter Pseudonym ein Buch über eine Affaire veröffentlichst, in dem keine Klarnamen vorkommen und sowas drinsteht wie "jede Ähnlichkeit mit real lebenden Personen ist rein zufällig und blablabla....".
Selbst wenn's ein Bestseller würde (und ich wäre die Erste, die Dir dazu gratuliert) - es wäre eines von vielen Büchern auf dem Markt; dank des Pseudos würde sie doch gar nichts davon mitbekommen, es sei denn, sie hält jetzt ständig nach diesem einen Buch gezielt Ausschau auf dem Markt.
Und was hat das alles mit ihrem Kind zu tun?
Jenu - Dein Anwalt hat Dir sicher längst gesagt, wie Du ggfs. vorgehen müßtest, um rechtlich keine Schwierigkeiten mit der Veröffentlichung zu kriegen. Ich fände es auch schäbig, wenn Du die Geschichte mit Klarnamen publizieren würdest, aber wenn ich recht verstanden habe, so war dies doch gar nicht Deine Absicht?
Meines Erachtens bewegst Du Dich damit zwischen zwei Grenzen: Die der Diskretion gegenüber ehemaligen Intimpartnern und deren Angehörigen und die der persönlichen Entfaltungsfreiheit. Nachdem Du die der Diskretion einzuhalten gedenkst, sollten er und seine Frau die Deiner persönlichen Entfaltungsfreiheit gefälligst akzeptieren. Wenn Dein Ex-AM so besorgt um das seelische Wohl von Weib und Kind ist, hätte er eben keine Affaire mit Dir eingehen sollen. Die beiden jetzt als Schutzschild dafür zu instrumentalisieren, daß er Dich nachträglich mundtot machen und auf diese Weise Macht über Dich ausüben kann, ist für meine Begriffe das Hinterletzte. Zudem greift die Sorge angesichts der Anonymität ins Leere, mit der diese Veröffentlichung zuletzt geplant war.
Denk nochmal in Ruhe drüber nach. Ich finde nicht, daß Du Dir etwas vergeben würdest damit, im Gegenteil. Und er würde endlich mal lernen, daß die Welt sich nicht nur um ihn und seine Befindlichkeiten dreht. Wenn seiner Frau das nicht paßt, muß sie sich eben mit ihm auseinandersetzen, Dich geht das nicht länger etwas an.
