Zitat von DerTypderwo40ist:@Ema
In Deinen letzten Nachrichten hast einiges geschrieben, das erinnerte mich sehr an mich und was alles in mit passierte. Angefangen von dieser unerklärlichen enormen inneren Verbundenheit, bis zu der Erkenntnis, alles was mich an ihr in den Wahnsinn trieb und mich fertig machte, trage ich selbst in mir. Das war zu Anfang die bitterste und erschreckenste Erkenntnis meines Lebens.
Doch auch der Anfang davon, mich selbst anzusehen. Der Anfang meiner Heilung.
Besonders am Anfang tobte absolutes Chaos in mir und es brauchte sehr lange und sehr viel Zeit bis sich das alles sortierte, ich neue Wege lernte damit umzugehen, mir selbst zu verzeihen und damit auch ihr zu verzeihen. In allem.
Die wichtigste Erkenntnis dabei war, daß auch die Liebe zu ihr der Wegweiser war. Ich durfte erkennen, wenn ich einen anderen Menschen lieben konnte, der all diese Eigenschaften in sich trägt, dann musste ich auch den lieben können der ich war - jenseits jeder Beurteilung. Ab dann wurde es immer unnötiger Eigenheiten die ich in mir trug, abzulehnen oder zu verstecken.
Ich begann nicht mehr zu trennen. Sondern Verbundenheit zu erlauben.
Aus der bittersten Erkenntnis meines Lebens wurde das größte Geschenk meines Lebens!
@ DerTypderwo40ist
das ist DER Beitrag schlechthin, den Weg zu sich gefunden zu haben, ehe es um äußere Gegebenheiten/Umstände geht, die durch Andere ( Partner/in/AP/in ) ausgelöst wurden.
An andere Stelle habe ich das in diesem Thread schon mal geschrieben -"von Innen nach außen!"
Von einem selbst ausgehend mit sich selbst (wieder) klarzukommen, sich auf sich selbst zu besinnen, (wieder) zu sich zu finden, sich selbst zu "durchleuchten", sich selbst die Fragen zu stellen, bzw. sich die Fragen stellen zu lassen, die mit einem selbst zu tun haben, alle Fragen möglichst realistisch und ehrlich sich selbst gegenüber zu beantworten (auch wenn längst nicht alle Fragen (sofort) beantwortet werden können)...
...ehe es daran geht, nach "außen" zu blicken. Was "außen" geschieht - egal in welcher Situation - kann eh niemand beeinflussen. Da "geschieht" etwas oder es geschieht nichts. Wie damit umgegangen werden kann/soll/muss, bestimmt jeder für sich selbst - egal was gesagt wurde, gemacht wurde. Das "Außen" hält den Spiegel vor und der Ausdruck des Bildes "sagt", wie das "Innen" darauf reagiert - kratzbürstig, angenehm, froh, wütend, bissig, ungerecht, arrogant, verachtend, respektlos, rachsüchtig, gehässig...oder auch gelassen - egal was für ein Bild uns vorgehalten wird. Das "Innen" bestimmt die Qualität des Umgangs mit dem gezeigten Bild im Spiegel.
Das heißt jetzt nicht, alles zu belächeln, alles "durchzuwinken", alles hinzunehmen, alles zu ertragen, sondern sich in der Sache konstruktiv auseinanderzusetzen. JEDER macht Fehler, zu denen es zu stehen gilt - ohne wenn und aber. Jeder liefert GUTES ab, für das es im günstigsten Fall Anerkennung gibt...und wenn es keine Anerkennung gibt, ist auch das okay!
Nicht mehr darauf angewiesen sein, was Andere sagen/gesagt haben, was Andere machen/gemacht haben, sondern selbst das "Kreuz" haben, "seins" neu zu erwerben, ist möglich, trotz, aber auch wegen aller Gefühle und Emotionen und Empfindungen und Enttäuschungen und Freuden und allen Spaßes.