Zitat von Kaetzchen:, dass wir Frauen immer irgendwen "brauchen", den wir lieben können.
Wenn man mit dem Gedanken aufgewachsen ist bzw. erzogen wurde, daß man nur dann wirklich gelebt habe, wenn man auch mal jemand "so richtig" geliebt hat, kommt man sich jedenfalls rasch wie ein Monster vor, wenn derzeit niemand da ist, für den man so empfinden kann. Ergo wendet man sich Erinnerungen oder unerreichbaren Idolen zu - genau wie Du geschildert hast.
Zitat:Und nein, die vielgerühmte Selbstliebe reicht dazu wohl nicht.
Völlig zutreffend. Die wird zwar zu Recht gerühmt, aber sie erfüllt diesen Zweck ja nicht.
Zitat:Und vielleicht ist das bei erwachsenen Frauen auch noch ein bisschen so. Ich kenne jedenfalls viele Singlefrauen, die irgend so einen "Schattenmann" in ihrem Herzen tragen. Oft eine unglückliche Liebe, manchmal ein Sänger/Schauspieler oder so was, manchmal eine heimliche Schwärmerei für einen Kollegen ... irgendein Mann, mit dem sie dann in der Phantasie ihre Liebe ausleben. Bis ein "echter" Mann kommt der hoffentlich diese Schwärmerei auch erwidert, sodass daraus irgendwann Liebe werden kann.
Man muß wohl erst etliche Jahre auf dem Buckel haben, bis man tatsächlich
erlebt hat, daß Leben Wandel ist und Zeit genug hatte,
allmählich zu akzeptieren, daß es nichts -
wirklich nichts - gibt, das sich auf Dauer
nicht selbst überlebt.
Zitat:Ich habe auch schon oft gehört, dass man so eine unglückliche Liebe erst wirklich aus seinem Herzen bekommt, wenn man eine neue Liebe gefunden hat.
Stimmt. Habe ich genau so auch selbst erlebt. Hat aber ewig gedauert und ist natürlich auch dem Zufall gestundet, ob einem entsprechende Begegnungen widerfahren oder nicht.
Zitat:Aber das ist ja bei Männern auch oft so ...
Ich wüßte jedenfalls nicht, warum das nur ein Frauending sein sollte. Aber da ich kein Mann bin, kann ich dazu schlecht was schreiben.
Allerdings fällt mir gerade ein uralter Film ein: "The heart is a lonely hunter". Leider entsteht sowas heutzutage nicht mehr. Er ist auf YT kostenlos anschau- bzw. downloadbar...