Zitat von hanna111:
So ist es ja bei mir. Mein EXAM behaupetet ja selbst nach Ende der Affäre mich immer noch zu lieben. Er würde sofort die Affäre fortsetzen und bei seiner LG bleiben. "DAS könntest Du so für Dich tragen? Ohne Gewissensbisse?" "Ja." sagte er . "Ich glaub schon. Ich sehe nichts Falsches daran. Ich liebe Dich." Diese Spezies AM basteln sich ihre eigene Wahrheit um damit leben zu können. WIE sich ein solches Leben anfühlen mag kann ich nur erahnen.
Einen sehr ähnlichen Wortlaut habe ich auch kürzlich gehört. Und ich verstehe es nicht, bzw. kann es mir nur so erklären, dass solche Menschen zu wirklicher Liebe gar nicht imstande sind. Entweder glauben sie selbst, dass es Liebe ist, oder sie verwechseln s. Begehren mit Liebe, oder sie machen sich und allen anderen bewusst etwas vor, um ihre Ziele zu erreichen (ich sag ihr halt, dass ich sie liebe, damit sie mit mir ins Bett stiefelt). Was auch immer davon es ist - s exy ist nichts davon

Mein Ex-AM hat mich gefragt, warum ich jetzt im Nachhinein so enttäuscht von ihm bin und auch kein Interesse mehr an ihm und unserer Affäre habe. Er hat das überhaupt nicht verstanden, also musste ich es ihm erklären. Und ich habe ihm gesagt, dass er die Chance gehabt hätte, sich wie ein Mann zu verhalten. Wenn er die E ier gehabt hätte und seiner Partnerin reinen Wein eingeschenkt hätte über die Affäre, und sich dann konsequent für sie und die Beziehung entschieden hätte, inklusive anschließender Hochzeit, und damit aber auch konsequent gegen mich und die Affäre.
Hätte er das getan und mir das so mitgeteilt, die Affäre von sich aus beendet, um ganz bei seiner Frau sein zu können, hätte ich gelitten, das weiß ich. Denn dann wäre mir klar gewesen, dass er doch ein starker, konsequenter Mann ist, den ich respektieren könnte, und dann hätte mir der Verlust eines solchen Mannes weh getan. Ich hätte den bisher schlimmsten Liebeskummer meines Lebens gehabt, da bin ich mir echt sicher. Und ich hab ja auch einige Wochen darauf gewartet, dass genau das passiert.
Aber zum Glück (für mich) hat er genau das nicht getan, sondern sich in meinen Augen wie das größte Weichei unter der Sonne verhalten, indem er sich schnell absichert, ohne auch nur im Ansatz dazu zu stehen, was er getan hat. Und war dann auch noch so bequem, sich nicht mal eine neue Affäre zu suchen, sondern einfach zu versuchen, unmittelbar nach der Hochzeit an die alte Affäre anzuknüpfen. Das hat dann wirklich den Bogen überspannt, und der letzte Rest Respekt, den ich noch vor ihm hatte, hat sich in Luft aufgelöst. Für mich war das gut, ich habe jetzt wirklich ganz und gar abgeschlossen, sein Anblick letzte Woche hat in mir ungefähr die gleichen Gefühle ausgelöst wie der Anblick des Postboten, und das war gut und hat mich beruhigt. Alle "was wäre, wenn"-Gedanken waren mit einem Mal wie weggeblasen.
Sicherlich braucht es für jeden Menschen etwas anderes, um diesen Punkt zu erreichen. Irgendein Fehlverhalten oder Charaktermerkmal, das man wirklich nicht mehr länger akzeptieren kann. Und dann löst sich die ganze Verliebtheit in Wohlgefallen auf, die Anziehung verschwindet, und man ist wieder "frei". Ich wünsche also im Prinzip jeder Affärenfrau, dass irgendwas passiert, das genau dazu führt. Damit stelle ich aber auch ewige Kontaktsperren in Frage ... denn die helfen nicht, im Gegenteil. Ganz ohne Kontakt kreist man oft weiter mit seinen Gedanken und fängt insgeheim wieder damit an, ihn zu idealisieren. Was manchmal durch den Kontakt an sich schon blockiert wird, zumindest hat er mehr "Chancen", sein Idealbild selber zu zerstören, wenn man ihn lässt
