@Kaetzchen
Mir scheint ganz generell eine zunehmend adventistische Stimmung zu herrschen, ohne daß ein Weihnachten in Sicht wäre. Irgend etwas scheint an allen Ecken und Enden zu zerbröckeln, und unter anderem wird die nötige subtilere Kommunikation zwischen den Geschlechtern offenbar kaum noch verstanden.
Wenn Du meinst, eine s. offensive, Männer nachahmende Frau habe für einen Mann nur einen geringen Wert, dann keimt bei mir allerdings auch eine gewisse Hoffnung auf. Denn vielleicht untergräbt gerade das diese verhängnisvolle monogamistische Idee, die ja zu nichts anderem führt als daß die Bemühungen bald enden, sobald die Beute eingebracht und eingestallt ist, und die Exklusivität als Selbstverständlichkeit angesehen und empfunden wird, ohne daß man dafür noch etwas tun müßte.
Vielleicht bedarf es ja eines entscheidenen Umbruchs, einer Umwertung zumindest einiger Werte, damit der Umgang miteinander ein anderer wird und die Nachlässigkeit nicht eines der gängigsten Beziehungsübel bleibt.
Ja, offenbar fällt es so manchen nicht ganz leicht, ein Mittelding zwischen Ahnungslosigkeit und P.oinspiriertheit zu finden. Und woran es vor allem fehlt, ist die Intuition. Oder alleine schon das Wissen um die Bedeutung der Intuition. Dann wird halt ein Programm gefahren, von dem angenommen wird, besser gehts nicht mehr, weil es vielleicht einmal wirklich gut war. Oder es zumindest in einem P. so ausgesehen hat. Und zudem scheint eine überhöhte Selbstbezogenheit schon von vornherein die Wahrnehmung des anderen und seiner Bedürfnisse zu verhindern.
Routine im Bett ist natürlich abtörnend, sowohl für eine Frau als auch für einen Mann. Aber ich glaube, das sich die einstellt, hat eben auch mit diesem Sicherheitsgefühl zu tun, das Kreativität, Phantasie, Abwechslung usw. als unnötig erscheinen läßt, weil man ja nicht mehr erobern muß. Lieber macht man es sich bequem und beschränkt sich auf die gelegentlichen kleinen Vergnügungen zwischen Tatort und Tagesschau, die allerdings dann keine Bindungskraft mehr haben.
Ich glaube, sobald diese Energie nachhaltig aufhört zu fließen, es dieses Spannung, das Verlangen nicht mehr gibt, läutet das Totenglöckchen das Ende ein, unabhängig davon, ob dann auch die Beziehung endet oder nicht.
Daß 6 immer mehr an Bedeutung verliert, wird aber auch daran liegen, daß die Leute in eine Richtung getrieben werden und sich auch willfährig treiben lassen, die ganz andere Interesse und Wünsche mit sich bringt, und aus der schönsten Nebensache der Welt wird halt irgendeine Nebensache.
Was ich übrigens am häufigsten von Frauen gehört habe hinsichtlich partnerschaftlichen S.: Weil es halt dazugehört. Und das klang nicht eben begeistert.
@all
Weil von Fakes auf diversen einschlägigen Seiten die Rede war:
Eine Freundin von mir ist einmal auf einen Love Scammer hereingefallen. Und das, obwohl diese Frau durchaus nicht vielleicht unintellegent ist, sondern sie war völlig ahnungslos, daß es so etwas überhaupt gibt (so bekannt war das damals noch nicht). Sie hat dann einen ziemlichen Haufen Geld verloren dadurch, auch der Gang zur Polizei war sinnlos. Dann hat sie jedoch einen Tipp erhalten, wie man solchen Leuten beikommen kann. Meist stammen die ja aus Afrika und sind entsprechend gläubig und abergläubig. Daher hat sie dem dann eingeredet, sie werde einen Voodoopriester beauftragen - und ob man es glaubt oder nicht: diese Bande hat ihr das Geld tatsächlich rücküberwiesen.
Also für den Fall, daß jemand in eine solche mißliche Lage geraten sollte - es gibt immer Wege, man muß sie nur kennen.
