Zitat von whynot60:Das müssen dann aber die Yetis sein, die aufgrund schwerwiegender dekadenter Anwandlungen das Ziel verfolgen, auch noch in einen Anzug zu passen und im Balloutfit auf Messnerjagd zu gehen.
Ich bleibe lieber in der Wildnis und pflege die Zivilisationsferne anstatt des Fells.
Whynot, bemerke ich bei dir einen leichten Hang zur Übertreibung?

Der Yeti an sich ist ein echter Naturbursche und derart kostümiert kaum zu ertragen. In meinem mir eigenen Pragmatismus meine ich, dass Kuchen- und Tortenreste aus einem gut frisierten Fell sich leichter heraus bürsten lassen. Das lernte ich aus der Haltung von Langhaarkatzen.
Zitat von whynot60:Ich weiß nicht - soll man gerade in Liebesdingen etwas erwarten und erhoffen? Würde das die Liebe nicht etwas spannungslos und eingekapselt machen? Zu einem bloßen Projekt, das nicht mehr und nicht anders atmen kann als projektiert? Kann nicht gerade eine Reise ohne Ziel die Tore öffnen zu unbekannten Welten?
So betrachtet, bin ich dabei, unbekannte Welten zu betreten. Die Welten befinden sich vielmehr in meinem inneren als in äußeren Sphären. Es ist manchmal sehr einsam da, traurig allemal, oft unerwartet komisch und skurril. Da steht so viel Reisegepäck, Ausrüstung usw. rum. Ich kann mich gar nicht entscheiden, was ich mitnehmen soll, was wichtig ist -- überlebenswichtig --, was weg kann, weil hinderlich und unnütz. Liebe -- was ist Liebe? Liebe ist noch nicht mal ein Gefühl -- reichlich idealisiert, oft nur auf das Unerreichbare abzielend.
Zitat von whynot60:Proaktiv wird wohl jenes intrinsische Planungsabenteuer und vorbereitende Handeln bedeuten, das zur postfaktischen Demoralisierung führt.
Ich dachte bei proaktiv immer an Jogurtkulturen, die der Verdauung zu mehr Schwung verhelfen. So gesehen bedeutete proaktiv: "Ich mache ganz viel Wind und hinterher kommt nüscht bei raus!"
Zitat von whynot60:Den Erfinder von "postfaktisch" sollte man ja überhaupt das *.* mit Kren (Meerrettich) einreiben, damit er weiß, wie sehr ein Danach faktisch brennen kann, auch wenn das dem einen oder anderen ganz unsachlich gefühltes Vergnügen bereiten mag.

Iiiieeeh, wie fies
