Hallo alle zusammen,
mir hilft, dass ich mich nicht mehr frage, warum es mir gerade so schlecht geht. Ist eben so.
Man kann in unserem Zustand nicht vorhersagen, wie es morgen sein wird oder übermorgen.Vielleicht hab ich Abstand, vielleicht bin ich wütend, vielleicht geht es mir ein bisschen schlecht oder vielleicht auch sehr. Ich nehme es einfach an.
Klar frage ich mich auch, wann das endlich vorbei sein wird. Aber ich ärgere mich nicht mehr darüber, wenn ich traurig bin. Und schon gar nicht hasse ich mich dafür. Warum auch? Es ändert nichts an meinem Schmerz. Ich habe ein Recht auf Trauer, genau wie ihr auch. Soll doch erst einmal jemand durchmachen, was wir gerade durchmachen (ich weiß, hier natürlich alle, aber ich meine die Restwelt)!
Wie wir uns fühlen, jeder auf seine Art, ist völlig normal. Mal erinnern wir uns nur an die guten Zeiten (warum nicht, die gab es ja auch), einige Zeit später verfluchen wir unsere Ex für das, was sie uns angetan haben. Also, keine Angst, MissThoughty, ich bin ganz zuversichtlich, dass dir auch wieder einfällt, was nicht gut war. Ansonsten gibt es hier einen Thread, wo man die negativen Höhepunkte der Beziehung aufschreiben kann. Allein schon, wenn man den liest, erinnert man sich wieder
Liebe Julam, ich glaube, wenn wir unserem Ex begegnen, ohne etwas zu fühlen,
dann sind wir drüber weg. Dann haben wir es geschafft.

Erwarte das also nicht jetzt schon von dir. Einmal wird es hoffentlich so weit sein. Wir arbeiten doch alle dran, aber wir müssen uns Zeit geben.
Ich wünsche euch, dass ihr geduldig mit euch seid! Anfangs hat man meist keine Freude an Unternehmungen. Ich hab sogar gedacht, dass ich sowas wie Freude oder Zufriedenheit nie wieder empfinden könnte. Stimmt aber nicht. Dieses Gefühl trügt. Es dauert nur ein bisschen. Sich Gutes zu tun (Selbstliebe), muss nicht immer heißen, etwas Schönes zu unternehmen. Es kann auch heißen, einfach nur geduldig und nachsichtig mit sich zu sein.
LG