Zitat von Klio:Ich bin auf der Suche nach Antworten, nach Ruhe, nach Akzeptanz, Auflösung und Befreiung. Ich weiß auch nicht, ob meine Worte hier hingehören. ...
Na mal schauen ob wir hier ansetzen finden.
☺ Ist aber ein sehr komplexes Thema was schwer ist schriftlich anzugehen. Aber mal schauen……
Ich schreibe nah zwischen deinem Text , weil es einfacher für mich ist.
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Ich bin auf der Suche nach Antworten, nach Ruhe, nach Akzeptanz, Auflösung und Befreiung. Ich weiß auch nicht, ob meine Worte hier hingehören. Letztes Jahr hatte ich mir diesen Thread einmal durchgelesen und bei einem Beitrag wurde mir ganz flau. Weil er das "zugegeben" hat, was ich verschleiere.
Es gibt einen Satz , wer ein Trauma leugnet , hat ein Trauma. Und verschleiern würde ja leugnen bedeutet. Ob ich in einer Art traumatisiert bin, weiß ich nicht.
Wir Rassel da meist schneller hinein als wie uns lieb ist. Wir machen ein Deckel drauf , sagen da muss jeder durch , und schon tut wir so als ob es nicht so schlimm ist ,obwohl es schlimm gewesen war. Das muss auch nicht die Antwort sein. Vielleicht mag ich ein paar Dinge gerne herunterschreiben, vielleicht hat jemand Denkanstöße für mich oder einfach nur ein offenes Ohr.
Haben wir ☺ Die Trennung ist nun ein Jahr her. Für meine "Vorgeschichte", bin ich darauf bezogen eigentlich gut zu Recht gekommen. Keine Rückfälligkeit in alte Symptomatik, keine große Dunkelheit, aber Ängste.
Es gibt Diagnosen alleine wie Depression , Angststörung usw. Aber es gibt eben auch die Traumafolgestörung ( Störung nach Trauma ) woraus eine Depression , ein Angststörung , ein Burnout und auch Autoimmunerkrankung entstehen kann. Was aber kein Arzt so richtig in Betracht zieht . Weil das Wissen nicht vorhanden ist vermute ich mal und auch der Aufwand ein sehr großer wäre. Ich habe dagegen angekämpft und wollte auch einfach nicht in irgendeinen Bereich zurück, auch u.a. wegen seinen Vorwürfen, die mich sehr getroffen haben und noch immer im Kopf herum spuken.
Du meinst nun hier die Trennung ? Wie war diese Beziehung und wie war die Trennung ? Eine toxische Beziehung kann ein Trauma , sogar eine Komplexe PTBS auslösen. Ängste sind immer noch da. Die Dunkelheit hat Einzug gefunden. Das beängstigt mich gerade und ich bin sauer auf mich. Die Phasen von Selbsthass und großer Wut gegen mich hatte ich bereits letztes Jahr.
Welche Wut und gegen was genau ? Ich versuche sie anzunehmen und dann auslaufen zu lassen. Sie sind mir keine Unbekannten.
Diese Dunkelheit was soll ich mit ihr anfangen. Ich kenne sie seit 30 Jahren. Was ich mich manchmal frage, ich bin ja nun nicht 30 Jahre lang depressiv.
Ich vermute das eine Therapie schon gemacht wurde , aber vermutlich eher eine Verhaltenstherpie (?)Es ist eine immer da Traurigkeit. Ich bin melancholisch. Damit kann ich mittlerweile umgehen, bzw es akzeptieren. Das ging lange nicht, da ich mich deswegen sehr falsch gefühlt habe. Nicht zugehörig.
Weil ? Wurde es dir als Kind verboten ? Aller , „na wieder ein träumerl“ ! Das kommt auf Grund der Ablehnung und den verletzenden Worten aus meiner Kindheit/Jugend/Adoleszenz.
Das wären dann falsche Glaubenssätze . Du bist schlecht , schau dich mal an , usw. Irgendwann werden diese Vorgaben der Erwachsenen verinnerlicht , abgespeichert und man denkt das man nur falsches schlechtes verdient hätte. Dem ist nicht so. Wie sah das zb. aus?
Mein Bruder und Cousin haben dies schon immer getan. Schulbeginn war ein Ende. Jeden Tag Angst, Panikattacken auf dem Schulweg. Ich bin jeden Morgen immer wieder alleine aufgestanden, zur Schule und die Angst ausgehalten und dann alles was dort passiert ist über mich ergehen lassen. Emotionale Unterstützung hatte ich nicht.
Und da wären wir hier allein meiner Auffassung nach schon bei einer Situation, sich Ohnmacht, sich Hilflos , sich in seiner Existenz bedroht fühlen. Und somit traumatisierend. Ich habe mich sehr gehasst, ich wollte gerne sterben. Ich habe mir als Kind manchmal extra weh getan, um Trost zu erhalten.
Selbstschädigendes verhalten ist eine Traumafolgestörung . Das Verhalten löst ein Dopamin Schub aus was dich wieder reguliert und glücklich macht. Ich habe ihn nicht bekommen. Es gab dann Ärger. Weinen durfte ich nicht. Laut sein auch nicht, wütend auch nicht.
Ich kenne deine Geschichte nicht , aber hier wurden Gefühle verboten zu fühlen.
Gefühle zu haben wurde verboten untersagt , sanktioniert. Allein Sätze „ein Junge weint nicht , ….bist du ein Mädchen“ können Probleme anrichten. Wenn ich zu still war, war das auch verkehrt.
Im Endeffekt wurdest du von allen Seiten verunsichert , destabilisiert. Du hast eine Überlebensstrategie erarbeitet , um durch diese Zeit zu kommen und dieses schleppt man mit in das erwachsenen Alter. Weil sich dann andere Erwachsene "beschwert" haben oder meiner Mutter gesagt wurde, dass ich unverschämt bin, weil ich nicht antworte.
Na ja aus der Verunsicherung heraus . Andere haben es nicht verstanden warum du so bist . Also sagte die selbe Person , die dir den Mund verboten hat nun plötzlich das das falsch ist. Von anderen Kindern wurde "geschwärmt", weil sie so lebendig sind.
In der Psychologe nennt man das bei Geschwistern , das goldene Kind , und der Sündenbock. Siehst du sehr deutlich bei dem Märchen Aschenputtel.Ich war immer falsch. Ich habe existiert, mehr nicht.
Das Leben, ausleben, wurde dir von oben verboten. Hoffnung hatte ich immer einmal Freunde zu finden. Mit 13 hatte ich welche, irgendwann sehr viele. Viele verschiedene. Ich war im Schulsprecherteam, habe im Jugendzentrum Kinderferien betreut usw. "Öffentlich" und auch verdeckt abgelehnt und beleidigt wurde ich weiterhin. Aber ich konnte es zumindest Mal bei Freunden aussprechen.
Reden , schreiben ist wichtig.Gut ging es mir nie ganz. Ich wurde dennoch mit 13 krank. Für immer versteckt.
Erst war jedes Verhalten falsch und dann noch durch ein Umstand wo man nichts für kann , wird man versteckt.Auch das sind enorme Belastungen. Mit 19 bin ich alleine umgezogen. Habe viel erlebt und vieles nicht. Meine erste Beziehung hatte ich mit 27. Ich bin mit 26 gesunder geworden. Das war Erleichterung. Es war damals meine Entscheidung. Entweder mich weiter zu Grunde richten oder leben.
Es ist wichtig nicht in der Starre zu verharren sondern wieder bewusst in das Vertrauen zu gehen. Ich lebe seit dem damit ganz gut. Habe vor vier Jahren meinen Eltern verziehen. Meinem Bruder auch.
Ich denke das ist auch das beste was man machen kann. Verbitterung , Wut , Enttäuschung sind soviel und so mächtige negative Energie das es einem selbst schaden kann. Habe gedacht damit abgeschlossen zu haben, mit dem Gefühl der Ausgrenzung. Die Trennung hat Altes wieder hoch geholt. Ich habe an Altem noch Mal gearbeitet und akzeptiert, versuche dies auf Recht zu halten.
Die Trennung war eine erneute Ausgrenzung und somit eventuell eine Re-Traumatisierung, was heftiger sein kann als wie das Ur-Trauma von damals. Seit einem Monat etwa "brökel" ich. Vielleicht wird der Leidensdruck gerade immens. Ich weiß es nicht.
Wie habe ich damals überlebt? Mit Worten. Ich habe mit 7 begonnen zu schreiben. Hermann Hesse hat mir mit 12 sehr geholfen. Mit 13 die Philosophie. Ich habe viele Worte/Zitate gesammelt und sie aufgeschrieben. Mich in Geschichten gefunden. Das Märchen - das Mädchen mit den Schwefelhölzern mochte ich sehr. Sie ist ist gestorben und hat gelächelt. Das war mein Ich in der Grundschule. Ich möchte Leben, fühle mich aber der Welt abhanden gekommen.
Ich kenne noch eine Person hier die sehr viel schreibt . Es gibt den Begriff des Therapeutischen Schreibens. Da gibt es noch mehr Worte. Aber sie sind mir gerade zu anstrengend.
Es kommt jetzt durcheinander.
Was wollte ich sagen?
Ich habe eine Identität. Kann vieles auch annehmen, aber manches wirkt nicht wie meine Natur. Ich stecke fest.
Im Endeffekt hast du als Kind lernen müssen eine Strategie zu fahren allem gerecht zu werden nur dir nicht.Wenn eine Emotionen kam , wurde diese als negativ bewertet , und ich würde sagen entwertet. Tendenziell wie in dem Film 300 , ein Spartaner. Diszipliniert gehorsam usw, Wichtige wäre eventuell selbst Körperarbeit zu üben . Warm duschen , sich abklopfen und fühlen so man gerade klopft. Mass. wenn es geht und du es zulassen kannst. Spaziergänge im Wald und die Füße spüren und atmen lernen . Atmen kann sehr viel Ruhe hineinbringen.Als Beispiel: Wenn eine Person jeden Tag links aus dem Haus raus geht , und man sagt der Person , geh mal nach rechts , wird die Person sagen es fühlt sich komisch oder sogar falsch an. Obwohl es richtig währe. Solch Änderung kann sich falsch anfühlen aber sehr richtig sein.