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@Scheol, Ich würde mir deine Beiträge gerne zum Verständnis meiner Baustellen angucken, aber ich traue mich nicht. Hab irgendwie Angst davor. Was mach ich da? Es lieber lassen?
Schreib mir doch eine PN mit deiner Geschichte das machen einige hier.
Aber nur wenn du möchtest und wie du magst.
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x 1#466
Pfeifchen Mitglied
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@Scheol oh.... mensch, danke für ds Angebot...?👀❤
Ich möchte dich aber nicht strapazieren, weil eigentlich bin ich in Therapie. Deshalb lade ich immer wieder hier, und krieg dann doch wieder Angst. Hmm.
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#467
A
Trauma, Traumaübertragung und Traumafolgestörung
x 3
W
Wolfstanz Mitglied
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@GarstigeGräte
Das Erlebte mit dem Auto ist auch schwer zu verstehen. Ich denke, daß Du damals eine leichte Gehirnerschütterung erlitten hast. Vielleicht hat es Dich deshalb nicht traumatisiert, obwohl auch so eine Erinnerungslücke durchaus traumatisierend sein kann.
Ich hatte im vergangenen Jahr einen Unfall mit dem Motorrad. Zwischen der letzten Erinnerung an die Verkehrssituation ist dann nichts bis zum Augen öffnen im Krankenwagen. Vor dem Unfall war keinerlei kritische Situation, alles easypeasy. Und trotzdem ist die Maschine ausgebrochen und ich ziemlichheftig auf den Asphalt geknallt.
Das ist für mich wirklich belastend, daß ich ebennull Erinnerung habe. Hat z.B. der Wagen neben mir einen Schlenker gemacht der mich zu einem Manöver veranlaßt hat? Habe ich die Maschine aktiv überbremst? Die vorrangig und plausibelste These geht zwar zu einem ABS Fehler mit einem unplanmäßigen Blockieren des Hinterrades, welches dann durch den ABS-Fehler nicht freigegeben wurde, aber ... ich würde etwas drum geben, es zu wissen und dieses Nichtwissen hat mich sehr belastet, belastet mich noch.
Dich belastet es nicht, was auch gut so ist. Kinder können oft die Entfernung eines herannahenden Fahrzeugs, dessen Geschwindigkeit und die Zeit, bis es da ist, nicht abschätzen. Der Fahrer hätte auch nicht einfach weiterfahren dürfen. Er hätte zumindest Sorge dafür tragen müssen, daß Du in die Obhut eines Verantwortlichen kommst. Aber gut, damals hat man oft auch nicht weiter gedacht, sondernwar froh, daß "scheinbar" nichts passiert ist.
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x 1#468
Scheol Mentor
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Zitat von Pfeifchen:
@Scheol, Ich würde mir deine Beiträge gerne zum Verständnis meiner Baustellen angucken, aber ich traue mich nicht. Hab irgendwie Angst davor. Was mach ich da? Es lieber lassen?
Das wichtigste was man lernen sollte , ist die Selbstregulation.
Wenn Unruhe , alte Gefühle , oder alte Bilder auftauchen , das man sich selbst regulieren kann.
Das man sich bewusst machen kann das man hier im jetzt real im HEUTE ist und das Gefühl , die Unruhe , die alten Bilder Vergangenheit Erinnerungen sind, die hoch kommen, und das diese Unruhe , Gefühle und Bilder keine AKTUELLE wirkliche Gefahr darstellt.
Wenn man also sich mit seinen eigenen Themen , mit der eigenen VERGANGENHEIT, beschäftigt , das man versucht zu sagen das Ereignis ist schon vorbei m das Ereignis ist schon passiert , es ist Vergangenheit. Ich habe es überlebt ich bin hier im jetzt und bin sicher.
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x 4#469
Scheol Mentor
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Zitat von GarstigeGräte:
..Das Faszinierende an der Erinnerung ist, dass ich das Erlebte nicht als belastend empfinde ( und, glaube ich, auch damals nicht) und dass es mit meiner aktuellen Problematik überhaupt nichts zu tun hat. Kurios, dass die Erinnerung gerade jetzt aufploppt, zumal das Erlebnis Jahrzehnte völlig aus meinem Bewusstsein verschwunden war. Selbst wenn ich gewollt hätte, hätte ich die Story nicht früher erzählen können, weil ich mich bis vor ein paar Tagen gar nicht mehr erinnert habe, dass sie passiert ist.
ein sehr gutes Beispiel das man Dinge einfach verdrängt.
damals hattest du das Wissen und hast es verinnerlicht „ ist ja nichts passiert“, und hast dich selbst beruhigt.
Nicht jedes schlimme / traumatische Ereignis löst eine PTBS aus.
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x 1#470
Pfeifchen Mitglied
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Zitat von Scheol:
Das wichtigste was man lernen sollte , ist die Selbstregulation. Wenn Unruhe , alte Gefühle , oder alte Bilder auftauchen , das man sich selbst ...
Selbstregulation ist aber nicht das gleiche, wie Emotionen wegzudrücken, oder? Ich hab den Unterschied da noch nicht rausgefunden. Aber immerhin denke ich schon zu wissen, dass es überhaupt einen gibt.
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#471
P
Perzet Mitglied
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Ich habe diese Beschreibung früher als Co-Consciousness gelernt und verstanden. Daß das 'bewußte' anwesend bleibt, während die alten Gefühle oder abgeteilten Anteile als Erinnerung hoch kommen. Ansonsten denkt man ja, bzw fühlt es sich so an als wäre es "immer so". Dabei ist es heute anders. Und dann kann man, wie von @Scheol beschrieben, parallel denken "ah, das sind alte Emotionen, die ich mal hatte, als diese bzw jene Situation war," und kann sie jetzt nochmal fühlen in dem Bewusstsein, daß es heute anders ist.
Dafür hilft es vielleicht, Techniken zu haben, wieder ins hier und jetzt zu kommen, wenn die Emotionen zu stark übernehmen. Dieses Gummiband am Arm, das man flitscht. oder anderes?
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#472
Scheol Mentor
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Zitat von Pfeifchen:
Selbstregulation ist aber nicht das gleiche, wie Emotionen wegzudrücken, oder? Ich hab den Unterschied da noch nicht rausgefunden. Aber immerhin denke ich schon zu wissen, dass es überhaupt einen gibt.
Wegdrücken und Selbstregulation…
Du hast Angst vor Spinnen , wegdrücken wäre wenn du dich um drehst und so tust als ob sie nicht da ist.
Selbstregulation wäre die Spinne anzusehen und dir klar zu machen das diese gar nicht so schlimm ist , wie du es als erstes empfunden hast.
( passt das Beispiel 🤔 )
Passen nicht aber ich denke das es inhaltlich klar ist was gemeint ist. 🤔
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x 3#473
Pfeifchen Mitglied
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@Scheol jaaa! Jetzt hab ich das überhaupt erstmal verstanden. Danke! Ich hab mich ein Leben lang umgedreht. Egal, was war, ich hab mich umgedreht, und weiter ging das Leben.
Das andere hab ich noch nie gemacht. Muss das wohl echt mal lernen.
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x 1#474
Scheol Mentor
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Zitat von Pfeifchen:
@Scheol jaaa! Jetzt hab ich das überhaupt erstmal verstanden. Danke! Ich hab mich ein Leben lang umgedreht. Egal, was war, ich hab mich umgedreht, und weiter ging das Leben. Das andere hab ich noch nie gemacht. Muss das wohl echt mal lernen.
Na wenn du dich umdrehst , kann das Problem anwachsen.
Oder seh es wie ein Keller wo immer wieder Papiere rein gebracht werden um du die Tür immer wieder zu drückst , und wann kommt ein kleiner Merkzettel und du bekommst die Tür nicht mehr zu , oder dieser kleine Zettel reicht damit die Tür auf knallt.
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x 1#475
Pfeifchen Mitglied
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Zitat von Scheol:
Oder seh es wie ein Keller wo immer wieder Papiere rein gebracht werden um du die Tür immer wieder zu drückst , und wann kommt ein kleiner Merkzettel und du bekommst die Tür nicht mehr zu , oder dieser kleine Zettel reicht damit die Tür auf knallt.
Das beschreibt das alles ziemlich gut. Inklusive meine Haushaltsführung. 😵💫
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x 1#476
L
ljus Gast
Zitat von Scheol:
Wegdrücken und Selbstregulation…
@Scheol Danke für das Beispiel, das packt mich grad enorm. Hast Du eine Empfehlung (z.B. zu einem Video/Podcast o.ä.), wie ich das Thema für mich beackern kann?
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#477
Pfeifchen Mitglied
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Zitat von Scheol:
Na wenn du dich umdrehst , kann das Problem anwachsen. Oder seh es wie ein Keller wo immer wieder Papiere rein gebracht werden um du die Tür immer ...
Oder jemand hat die Fenster aufgerissen, und jetzt flattert das ganze Gelumpe unkontrolliert durch die Gegend.
In der toxischen Beziehung passiert viel an Emotionen, was immer und immer wieder einen sehr hohen Level an Hormonen ausschüttet.
Die ständige Angst, verlassen zu werden, erzeugt Cortisol, purer Stress.
Oder eben zu schauen, zu warten , wie die Tagesform des Tox ist, man ist über Stunden angespannt, der Tox kommt, lächelt, hat mal einen guten Tag, Dopamin wird ausgeschüttet, das Glückshormon,….. Die Befriedigung macht sich breit und das ist auch das, wo wir hinterher hechten, hinterher Süchten, diese wenige an Glücksmomente, dieses Dopamin.
Das und viel mehr an guten, hilfreichen Hinweisen kannst Du hier finden @Fia-Lisa
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x 4#479
Scheol Mentor
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Ich habe eine Seite gefunden mit der Klopftechnik. pdf 77 Seiten.