Herakles
Gast
Ich finde es klasse dass du dieses Thema eröffnet hast.
Nichteinmal ansatzweise habe ich beschrieben, oder besser gesagt gar nicht was das auf mich für Auswirkungen hatte. Auch nicht was das für Auswirkungen für meine Mitmenschen hatte. Nämlich mein Handeln und leben danach.
Wie diese Gewalt auch für mich und meine weiteres Leben einen enormen Einfluss hatte und ich praktisch zu dem wurde was mich geprägt hat.
Erst durch die wiederzusammenkunft meiner Frau- damals Freundin -und mir, ja meine Frau die mein Gegenpol war und ist, wurde ich zu den Menschen der ich heute bin.
Es ist danach soviel geschehen, das ich noch nie, ich wiederhole nie mit jemanden darüber gesprochen habe.
Ich schäme mich zurück zu denken und zu sehen wer ich war.
Ich schäme mich zurück zu denken und zu sehen wieviele Menschen ich verletzt und gedemütigt habe.
Ich schäme mich zurück zu denken und zu sehen daß ich zu den Mensch geworden bin, den ich am allermeisten hassen und verachten würde. Voll mit Hass, Verachtung, Schmerz, Gewalt und auf der Suche nach Strafe. Vielleicht für mich selbst.
Durch Begriffe wie "Modewort" oder auch andere, trauen wir uns auch nicht wirklich etwas über unser Trauma- was es für mich wirklich ist -zu sprechen. Der Scharm und die Sorge dass es runtergespielt wird ist zu groß.
Noch nie hat mich jemand gefragt wie es weiterging damals. Nur meine Frau weiß meine/unsere Geschichte. Ohne sie weiß ich nicht wo ich heute wäre. Was aus mir geworden wäre.
Sie war/ist es die mich immer wieder beruhigt hat. Die mir Trost gespendet hat und mir einfach nah war. Sie war mein Psychotherapeut, mein bester Freund und geliebte. Ohne sie, wäre ich längst verloren.