Zitat von Casey:@Scheol, spricht das für eine Traumatisierung, wenn immer wieder über eine Begebenheit geredet werden muss? Egal, ob es gerade zum Gespräch passt oder nicht?
ich weiß, wenn Menschen
nicht darüber reden können, dass das Ereignis so schlimm war, dass es nicht im Wort zu fassen ist. Oder, dass die Person diese Worte nicht noch mal hören kann, weil es für diese Person in erträglich wäre.
Das ständige Versuch, darüber zu reden, würde ich jetzt als Problem sehen, dass die Person dieses Geschehen, dieses Ereignis nicht richtig zuordnen kann, nicht richtig verarbeiten kann.
es kann sein, dass die Person traumatisiert war, traumatisiert wurde.Ich muss gerade an den Vortrag von Doktor Udo Bär denken, der in einem Vortrag erklärt hat warum alte Menschen immer wieder über vergangene schwere Traumata. Er äußerte in diesem Vortrag, dass alte Menschen nicht nur die Kraft haben, den Deckel auf dem Trauma zu halten.
Es kann möglich sein, dass das ständige Reden über ein Ereignis, eine Traumafolgestörung darstellt. Hier gegebenenfalls wenn die Person es als zu belastend empfindet, mal mit dem Hausarzt drüber sprechen, oder selbst zu einem Traumatherapeuten zuweisen lassen.
Ich würde jetzt aus meiner Perspektive denken, dass dieses reden, begleitet wird, mit einer körperlichen Reaktion, die hohe Erregbarkeit, zittern, oder eventuell sogar absolutes nicht empfinden.
Mir fällt gerade ein, dass man sagt, dass es darauf an kommt, wie traumatisierte sprechen, meist wird eine Sprache gewählt von traumatisierten, die eher daran erinnern, als ob sie in dieser Situation nur beobachtet waren/haben und die Person nicht direkt betroffen ist.
Wie gesagt, eine Person, entscheidet selbst, was für sie übermächtig ist, was sie nicht mehr mit ihren Möglichkeiten verarbeiten kann.
Es ist ein subjektives empfinden, ob ich ein Ereignis, ein geschehen, gegenüber stark ohnmächtig bin, oder mich in meiner Existenz bedroht fühle!
Nicht jede Person, die z.b. in einem Kriegsgebiet ist, hat ein Trauma.