Zitat von 6rama9:Beziehungsarbeit heißt sich nicht irgendwann diese Fragen zu stellen, sondern ständig. Dann passiert auch das berüchtigte Auseinanderleben nicht, das lediglich eine nette Umschreibung für partnerschaftliche Fahrlässigkeit und Nachlässigkeit ist. Es klingt doch viel besser zu sagen wir haben uns auseinandergelebt, als zu sagen wir haben uns vernachlässigt.
Das klingt so einfach, zumindest so wie du es beschreibst. Aber das ist es auf eben nicht immer. So wie es abermillionen Fingerabdruecke gibt, gibt es genauso viele Variablen in Beziehungen.
Ich erlebe gerade so einen Fall hoechstpersoenlich. Als AM meiner allerersten langejaehrigen Beziehung. Die nach 16 Jahren Ehe einfach nicht mehr kann und will. Sie hat alles versucht um die Beziehung wieder aufzurichten und weiterzumachen. Nur von seiner Seite kommt nichts rein gar nichts. Dabei habe ich ihr selber dazugeraten alle Moeglichkeiten auszuschoepfen um die Ehe zu retten. Sprach von Verantwortung, Versprechen und alldem was so eine "Verbindung" mit sich bringt. Ich war neutral und hab mich nicht instrumentalisieren lassen. Letzten Endes half alles Reden nicht, Ihr Entschluss steht einfach fest.
Das klingt so ganz anders als du es beschreibst. Oder etwa nicht?
Ist es nicht einfach immer nur unsere eigene Meinung die wir vertreten, sprich unsere eigene Reflektion auf das Geschehene und Erlebte. Da gibt es keine totale "Wahrheit", keine mathematische Formel mit der sich das Leben berechnen laesst. Wir sind das hoechstentwickelte Wesen das sich nicht mit 3 oder 4 Eigenschaften oder Charakteristiken beschreiben laesst. Wir passen nicht so einfach in Schubladen
Deine Meinung ist, vieles oder sogar, das meisste in der Ehe liesse sich "reparieren" wenn man nur genug Verantwortung und Einsicht zeigt.
Ich denke eher das es viieeeeel mehr Grautoene zwischen dem Weissen und dem Schwarzen gibt, wo nicht alle Probleme mit Verantwortung, Kindern, Haus, Familie etc. beantwortet und geloest werden koennen.
Und da hab ich sogar noch den Luxus, nur fuer mich alleine verantwortlich zu sein und mich eben nicht als AM zu sehen und sie permanent darauf hingewiesen zu haben, was Ihr Leben fuer Sie bedeuten muss.
Wenn jemand zu dem Punkt gekommen ist das er nicht mehr akzeptieren kann was ihm taeglich wiederfaehrt, mit welchem Argument will man denn da kommen es dennoch zu akzeptieren und die Ehe fortzufuehren?