Jackoli
Gast
ich bin 40 und von Beruf Lehrer. Seit Jahren sehne ich mich nach einer stabilen Beziehung,- auch mit dem Ziel der Familiengründung. Bereits sehr viele Jahre treibe ich mich auf Datingportalen herum, da es bei mir im normalen Leben mit einem Kennenlernen nicht klappen will. In meiner Freizeit bin ich auch Musiker und viel herumgekommen. Es gab dennoch zahlreiche Frauen, mit denen ich etwas hatte.(Affäre, nichts längeres, Sex) Es gab in den vergangenen Jahren ebenso sehr viele Dates. Meist (ca.70%-80%) hat es bei mir nicht "Click" gemacht. Ende Oktober habe ich eine Frau getroffen, bei der es dann endlich sofort eingeschlagen hat. Unsere Wohnorte sind 1:30h Fahrzeit voneinander entfernt. Sie ist selbstständig, hat sich gerade in der Kennenlernphase weiter ihre Selbstständigkeit ausgebaut und ist somit ortsgebunden. Das stellte sie auch von Anfang an klar. Ich ließ mich darauf ein und meinte, ich könne es mir vorstellen zu ihr zu ziehen.
Mit ihrem Ex-Freund hat sie sich ein Haus gekauft, das sie jetzt allein finanziert. Die Einliegerwohnung nutzt sie auch für ihre Selbstständigkeit. Schnell wuchs der Druck (bereits von Anfang an): Haus, wann ich endlich komme, sie möchte keine Fernbeziehung, es wurde von Kindern gesprochen, Heirat, immer wieder drehte sich vieles um ihre Selbstständigkeit. Ich habe mich nach 2 monatiger Beziehung auf einer Leitungsfunktion in ihrer Gegend beworben, um ihr zu zeigen, dass es mir ernst ist - noch mehr Druck kam auf. Immer wieder gab es sehr harte Konflikte, die letztlich meist auf diese Problematik fußten. Noch mehr Druck entstand: ein Mix aus Aufgeben der alten Heimat, Familien, Umfeld, vielleicht auch Hobbies, ein "Was erwartet mich dann dort?", Unsicherheit, Angst. usw. Der Berg aus Druck wuchs und wuchs. sie hielt mir immer wieder die Pistole auf die Brust, wann ich denn komme . oder ob überhaupt. Ich wusste mir dann nicht mehr anders zu helfen und sagte, dass ich es mir nicht vorstellen könnte und ich da bleibe, wo ich bin. auch in der Zukunft. Das bereue ich zutiefst. es war der größte Fehler. Ich habe meine Bewerbung dann auch zurückgezogen. Sie hat schließlich die Beziehung beendet und gesagt, dass sie nicht mehr könne. Die Trennung war sehr schmerzlich. es ging im Streit auseinander. Der Schmerz ist so groß. Nach 2 Monaten Trennung mache ich mir große Vorwürfe, warum ich es einfach nicht gebacken bekommen habe zu ihr zu ziehen. (keiner wusste, ob die Bewerbung überhaupt funktioniert) Es ging ihr hauptsächlich um die grundsätzliche Bereitschaft, ob ich zu ihr gehen möchte. Wichtig noch: Sie war auch bereit, ihr Selbstständigkeit aufzugeben und zu mir zu kommen. Ich wollte das nicht, da es ihr Traum war und sie sehr hart dafür gearbeitet hat. Das ganze sollte an einem Wochenende entschieden werden. (nach ca. 4 Monaten Beziehung und Konflikte) Wieder Druck.
Nun sitze ich da, habe mir eine Wohnung gesucht (habe bis jetzt im Haus meiner Eltern im OG gewohnt, auch nicht normal) und Veränderung in meinem Leben zugelassen. Trotzdem bleibt der tiefe Schmerz aus Einsicht, Reue, das was ich immer wollte habe ich selbst wieder zerstört, einen Menschen verletzt, die Tatsache, dass es wieder ewig braucht, bis ich mich wieder verliebe. usw. Ein Teufelskreislauf. .Sie hat Druck und ich auch. obwohl der Kern, das Menschliche, gepasst hat.
Wer kann helfen?
Gruß