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Trennung meines Mannes von mir nach über 20 Jahren

Hedwig11
@Nela82 Wie erbärmlich von deinem NE. Und die armen Kinder haben das gehört. Der braucht sich nicht wundern, wenn die Kinder für immer Abstand zu ihm nehmen werden.

x 5 #241


M
Zitat von Liv225:
Aber letztlich schärft es doch die Sinne für Gutes um uns.

Zählt für das Tagebuch auch: Heute habe ich geschafft, die Fenster zu putzen? Oder: Ich habe mich endlich aufgerafft und mir einen Arzttermin besorgt? Etwas anderes fällt mir zur Zeit nicht ein, aber ich freue mich schon ein bisschen über sowas. 😉

x 8 #242


A


Trennung meines Mannes von mir nach über 20 Jahren

x 3


M
Zitat von Liv225:
Als wir es den Kindern gesagt haben, dass er sich trennt, dachten zwei von ihnen, wir verkünden nochmal eine Schwangerschaft

Mein großer Sohn dachte zuerst, als wir es ihm erzählten, jemand sei gestorben, und hat sich hinterher geschämt, weil er das nicht so schlimm gefunden hätte, wie die Trennung. Beide Kinder hätten das nie gedacht.
Mein kleiner Sohn ist jetzt oft sehr empfindlich und fühlt sich nicht ernst genommen. Er sagte gestern beim Frühstück, dass wir gar nicht wüssten, wie es ist, immer der Kleinste zu sein. Ich habe ihn dran erinnert, dass ich auch das Nesthäkchen bin. "Aber du hast wenigstens noch einen Papa gehabt." Der kleine Kerl tut mir so leid.

x 7 #243


Heffalump
Er hat ja auch einen Vater. Der ist nur gerade nicht zurechnungsfähig. Als würde er mit, noch nicht diagnostizierter Krankheit in Quarantäne liegen

x 3 #244


M
Zitat von Nela82:
Wenn meine Tochter Wiederworte gibt, bekommt sie jetzt regelmäßig zu hören „Sei nicht wie deine Mutter“. Gestern wieder. Und er habe auch gesagt (was mir für die Kinder das Herz bricht) „Ich habe euch alle satt“ (wohl leise, aber meine Kinder haben es mitbekommen).

Das hört sich schlimm an, und es tut mir sehr leid für euch. Hoffentlich gibt deine Tochter weiter Widerworte, wenn ihr was nicht passt, und lässt sich nicht entmutigen. Wollen die Kinder nochmal dorthin? Was sagt deine Schwiegermutter dazu?

Zitat von Nela82:
Momentan sehe ich das geplante Wechselmodell mit ihm schwarz.

Bist du darauf angewiesen, oder kannst du das allein wuppen?

#245


M
Zitat von Liv225:
Wechselmodell…

Ich habe gehört, dass der Ex der Neuen meines Ex (gibt es dafür eine Abkürzung?) ein Wechselmodell anstrebt, um Unterhalt zu sparen.
Ansonsten kenne ich niemanden. Ich kann mir vorstellen, dass das nur geht, wenn sich beide Elternteile absolut einig sind und gut miteinander auskommen.
Bei und steht es daher nicht zur Debatte. Fünf Kinder im Wochenwechsel waren natürlich auch nicht von meinem Ex angestrebt. Das wäre ja vom Regen über die Traufe direkt in die ....

x 1 #246


M
Zitat von Heffalump:
Er hat ja auch einen Vater. Der ist nur gerade nicht zurechnungsfähig. Als würde er mit, noch nicht diagnostizierter Krankheit in Quarantäne liegen

Er sagt es oft so, als hätte er keinen Papa, obwohl er ihn regelmäßig sieht und, das muss ich sagen, der Papa die Kinder nicht schlecht behandelt, abgesehen von der Überforderung im Umgang mit der Situation. Dass er den Papa noch hat, sage ich ihm auch. Aber er empfindet es so.

x 2 #247


Liv225
Zitat von Maura:
Zählt für das Tagebuch auch: Heute habe ich geschafft, die Fenster zu putzen? Oder: Ich habe mich endlich aufgerafft und mir einen Arzttermin ...

Wow, sei stolz auf Dich. Das hast Du toll gemacht.
Nicht nur die Arbeit, auch das um Dich kümmern.
Da darfst Du Dich richtig freuen.

x 3 #248


Liv225
Zitat von Maura:
Mein großer Sohn dachte zuerst, als wir es ihm erzählten, jemand sei gestorben, und hat sich hinterher geschämt, weil er das nicht so schlimm ...

Da gibts nichts zu schämen, für ein Kind ist das der Weltuntergang… erstmal zumindest.

Meiner Jüngster hat letztens ( als in der Bekanntschaft jm gestorben ist) gesagt: mein Vater auch nicht mehr „da“…

Da müssen wir Mamas ganz intensiv da sein…
Die Väter .. das spüren die Kinder … sind es nicht wirklich.

x 3 #249


M
Zitat von Liv225:
Da müssen wir Mamas ganz intensiv da sein…
Die Väter .. das spüren die Kinder … sind es nicht wirklich.

Ich fühle mich zu sehr "da". Mein Ex scheint so ein schönes, leichtes Leben zu haben. Es muss toll sein, kein Gewissen zu haben. Ich komme mir vor, wie die verbitterte Ex.
Er macht weiter, seine Verwandtschaft macht weiter. Meine Kinder sind nicht einverstanden, sind zwar total erschöpft, wenn sie bei ihm waren aber machen dort gute Miene zum bösen Spiel. Ich mische mich nicht ein. So kommt er mit allem durch, und irgendwann ist alles normal.
Er redet ganz fröhlich und ungezwungen wie früher mit den Nachbarn, die sein Verhalten nicht gut finden (aber sie sind eben nicht unhöflich, was völlig in Ordnung ist).

Er hat für sich alles richtig gemacht. Und ich sitze hier und ärgere mich über diese Abgebrühtheit.

Mehrmals die Woche kommt er die Jungs abholen, um sie zum Judo zu bringen, bringt sie dann auch wieder. Jedes Mal lassen die Jungs ihn rein und ich flüchte mittlerweile in meinem eigenen Haus nach oben, auch wenn er nur im Flur rumsteht. Ich habe es noch nicht übers Herz gebracht, den beiden Jungs zu sagen, dass ich nicht möchte, dass sie ihn reinlassen.
Wenn ich im Wohnzimmer bleibe, schaut er manchmal einfach um die Ecke und quatscht mir eine Bulette ans Ohr. Oder ich muss sein aufgesetztes Lachen ertragen.
Es kostet Kraft.

x 4 #250


Liv225
Zitat von Maura:
Ich fühle mich zu sehr "da". Mein Ex scheint

Als ich das oben abgeschickt hatte, ging mir genau der Gedanke durch den Kopf.
Wir müssen oft „zu sehr da“ sein, wir können gar nicht anders, weil jemand alles auffangen muss und die Verlasser ein verquere Sicht auf die Welt haben und ihre bisherige Familie nicht mehr sehen.:/

Aber: er hat nichts „richtig“ gemacht, er hat es egoistisch gemacht.
Und so sind wir, die wir uns kümmern und eben „da“ sind, nicht.

Was hab ich dieses Aufgesetzte gehasst, genau so wie Du es beschreibst.:/
Mit sich und der Welt zufrieden, überheblich….

Ich hab irgendwann aber gedacht:
Gut, wenn Du’s brauchst, ich möchte so nicht sein.

Bestimmt kommst Du da auch hin, wenn mehr Zeit vergangen ist. Und auch die Kinder ordnen es besser ein.

Ganz zu Anfang kam Ex hier auch noch rein. Der kleine war ja erst 4/5 damals.
Ich hab dann aber gesagt, ich möchte das nicht mehr.
Er hat nun „sein Zuhause“, dort ohne uns hier, und hier ist mein Zuhause und das der Kinder.
Das hat er akzeptiert.
Und für die Kinder war’s auch klar, Papa wohnt nicht mehr hier, hat die Neue…

Es dauert alles, bis man es regelt, aber es kommt.

x 9 #251


H
@Maura Wahnsinn, wie ich das kenne ... mein Ex kam auch 6 Monate lang beinahe jeden Tag, hat sich in mein Wohnzimmer gesetzt und für ca 1-2 Stunden mit dem 11jährigen Sohn gezockt. Ich bin in der Zeit auch immer oben geblieben, ihm aus dem Weg gegangen. Er nahm es ganz selbstverständlich. Als ich dem ein Ende setzte war er auch sehr böse auf mich.

x 2 #252


M
Zitat von Liv225:
Aber: er hat nichts „richtig“ gemacht, er hat es egoistisch gemacht.

Und wenn man denkt, es kann nicht schlimmer werden, erzählt mir der Große nach einem Papawochenende, dass er unangenehm berührt ist, weil er den Eindruck hat, die beiden Erwachsenen (mein Ex und "diese Frau", wie mein Sohn sie nennt) wollten mich schlecht dastehen lassen. Wenn das Gespräch auf mich kommt, kommt eine unterschwellige Bemerkung über mich und die beiden rollen mit den Augen. Mein Großer will da nichts sagen und ich soll es auch nicht verraten, würde ich auch nicht tun, damit er da nicht schlecht da steht.
Ist das nicht schlimm? Sein Papa und die andere besitzen diese rücksichtlose Frechheit und er muss sich Gedanken um seinen Ruf dort machen?

x 5 #253


Liv225
@Maura
Mein Jüngster nennt sie immer „die Frau“. Und fühlt sich dort auch nicht wohl. Er fährt auch nicht mehr über Nacht hin.
Er sagte immer, die meckert an mir rum und beachtet mich nicht. :/

Nach einiger Zeit hab ich dann doch was gesagt (da war aber schon Zeit vergangen und es wurde nicht anders und mein Sohn hat sein Ok gegeben), auch der große Bruder hat den Vater mal angesprochen. Ex meinte natürlich, dass das gar nicht stimme.

Letztens war allerdings eine Familienfeier und da hat Next meinen Sohn weder begrüßt noch mit ihm geredet. Also… da ist auch wirklich objektiv was dran. :/

Wenn das bei euch sich gar nicht ändert, würde ich, wenn’s passt was sagen. Ruhig … versuchen…
Oder Dein Sohn, weil der ja schon älter ist.
Wenn nichts dabei raus kommt, habt ihr es versucht.
Dann ist leider nur zu überlegen, ob dein Sohn da hin mag oder nicht.
Er muss auch auf sich selber achten.

Hab eine gute neue Woche 🤗

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C
Zitat von Liv225:
@Maura Mein Jüngster nennt sie immer „die Frau“. Und fühlt sich dort auch nicht wohl. Er fährt auch nicht mehr über Nacht hin. Er sagte ...

Nicht einmal begrüßen - das ist schon heftig.

Hier hat sich Next am Anfang sehr bemüht - aber es hatte immer so etwas aufgesetzt-Einschleimendes. Man hat immer gemerkt, dass es ihr nicht um die Kinder geht, sondern dass sie sich beim Ex hervortun möchte.
Z.B. hat sie beim ersten Weihnachten nach Exs Auszug den Kindern Geschenke gemacht (also nicht mit dem Ex zusammen, sondern eigene), so pseudo-edel eingepackt mit Zimtstängelchen und getrockneten Orangenscheiben (würde mein Ex nie so machen😁) - mit Kärtchen dabei: Lieber X, ich wünsche dir fröhliche Weihnachten, Y. Fand ich völlig drüber und dachte mir, dass diese Frau echt kein Gespür für Menschen und Situationen hat - es muss doch jedem halbwegs denkenden Menschen klar gewesen sein, dass dieses Weihnachten für die Kinder nicht so superfröhlich werden würde.

Nun ja - das Engagement hat dann schnell nachgelassen.😄

Ich würde denken, das "optimale" Next-Verhalten iwäre einfach freundlich, aber zurückhaltend - und dann sich die Dinge entwickeln lassen.

Wirklich schwierig finde ich in deinem und auch in Mauras Fall zu beurteilen, ob die Kinder Next wirklich blöd finden, da wirklich nicht so gern hin wollen - oder ob sie das sagen, weil sie denken, dass wir Verlassenen das hören wollen (Stichwort Loyalitätskonflikt, s.o.).

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A


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