Zitat von ElGatoRojo: Naja - wenn denn an einem bestimmten Termin "sein" Event mit den Kindern ist --- kann man da nicht mal den Rhytmus wechseln? Dann hat man sie eben zweimal hintereinander oder nächstes Jahr wechselt gerade/ungerade? So - sorry - liest es sich ziemlich bürokratisch.
Zitat von Liv225: Das soo fest zu machen, kommt mir nicht so wirklich gut vor.
Natürlich ist es gut, wenn man durchs Festsetzen keinen Kontakt mit dem Ex wegen Besprechen haben muss.
Zitat von Waris07: Deshalb frage ich mich, ob es möglicherweise darum geht, die Umgangszeiten aneinander anzugleichen. Das hätte den Vorteil, dass man gemeinsame Wochenenden mit allen Kindern hätte, aber eben auch synchronisierte kinderfreie Zeiten.
Zitat von Waris07: Wenn es darum geht, kinderfreie Zeit zu schaffen, fände ich es ehrlicher, das auch so zu benennen.
Zitat von Waris07: Denn ob es für eure Kinder tatsächlich wichtiger ist, regelmäßig mit den Kindern der neuen Partnerin Zeit zu verbringen, ist aus der aktuellen Situation heraus schwer zu beurteilen.
Zitat von Heffalump: maura, es steht nichts dagegen ein WE zu tauschen, lass ihm doch die vier Tage.
Ja, ich finde es auch bürokratisch. Und es kommt mir albern vor. Das ist bei ihm aber notwendig und im Ergebnis möchte ich die Kinder einfach alle zwei Wochen haben, ohne wenn und aber.
Dass wir Ausnahmen machen, wenn z.B. meine Schwiegermutter Geburtstag feiert an "meinem" Wochenende und ich nicht hingehe aber er und die Kinder schon, ist selbstverständlich. Und auch das steht (leider notwendigerweise) in der Vereinbarung, weil sowas umgekehrt nicht selbstverständlich ist. Er hat mir z.B. schon signalisiert, dass er noch drüber nachdenkt, ob ich mit den Jungs nächstes Jahr nach Norwegen reisen darf (die Kreuzfahrt, die er zwei wochen vor der trennung mitgebucht hat, von der er sich einvernehmlich hat rausstornieren lassen, damit ich mit den Jungs fahren kann - dazu brauche ich eine schriftliche Erlaubnis von ihm). Da ist ein bisschen Bürokratie nützlich.
Er flößt den Kindern ständig spontane Ideen ein, wenn er Lust hat, auch zu meinen Zeiten. Ich möchte auch meine Wochenenden mit den Kindern planen. Ich möchte mich nicht ständig rechtfertigen und mit ihm austauschen. Es kommt mir vor, als wäre ich seine nanny, die er ständig beauftragt, und wenn er Bock hat, kommt er strahlend um die Ecke und fragt, wer Lust hat, was auch immer zu machen.
Die Jungs sehen ihn öfter als ich es teilweise von anderen Vätern hier in der Runde höre. In diesen Fällen wäre ich für die Kinder auch froh um jede kurze Minute mit dem Papa. Mein Ex kann aber nicht ständig reinschneien, wenn ihm danach ist. Umgekehrt, wenn ich in seine Wochenenden pfusche, wäre das Umgangsvereitelung.
Aus diesem Grund haben wir überhaupt einen festen Rhythmus, egal wie er berechnet wird.
Und ich habe mich beim Kinderschutzbund beraten lassen: neunjährige können und sollen Entscheidungen um Umgangsrecht nicht selbst treffen, weil sie ständig Konflikte in sich austragen.
Haben diejenigen hier in der Runde, die Kinder haben und deren Papas (oder Mamas) nicht zu denen gehören, die ihre Kinder gar nicht oder kaum sehen wollen, keine Umgangsvereinbarung geschlossen? Wenn nicht, war dann das Verhältnis doch noch so gut, dass ein ständiger Austausch nicht genervt hat? Und hat jede Absprache so toll geklappt, dass hinterher keiner gedacht hat, dass man das jetzt gern schriftlich gehabt hätte?
Natürlich kann er mit den Kindern vier Tage wegfahren. Er muss es mir aber nicht erst so verkaufen, dass es eine Auslegung unserer Vereinbarung sei, und dann sagen, dass Jugendamt würde ihm Recht geben, dass ein Rhythmuswechsel üblich sei, mit den ausgewählten Infos, die er denen erzählt hat.
Er hat mir zugestimmt, dass es noch etwas hin sei, dann kommt er mir mit dem Jugendamt. Ich ärgere mich tierisch darüber und muss mich hier auskotzen, um es ihm bloß nicht zu zeigen und mich nicht hinreißen zu lassen, einen Stellvertreterkrieg auf dem Rücken der Jungs auszutragen.
Und ja, es geht um Pärchenzeit, ausschließlich. Der jetzige Rhythmus ist auch danach ausgerichtet. Nächstes Jahr hat sie es mit ihrem Ex halt anders als wir. Ich als SingleMama muss mich danach richten.
Der Große findet es dort langweilig, schon mit den Kindern dort. Ohne die wäre es noch schlimmer, sagt er. Der Große ist auch der Meinung, der Kleine wolle seinen Kumpel sehen (ihr kleinster Sohn). Da wäre ein angepasster Rhythmus besser.
Heute hatte mein kleiner Sohn einen kleine Zusammenbruch, weil ihm der Kumpel inzwischen auf die Nerven geht. Er will seinen Papa für sich und seinen Bruder, und er vergleicht sich ständig mit dem anderen Kind. Er hat seinem Papa letztens gesagt, dass er nächstes Mal was zu dritt machen möchte. Das wäre kommendes Wochenende. Da kann mein Ex nicht, weil seine Flamme ihre Kinder wegorganisiert hat, damit sie zu zweit wegfahren können. Als ich den Kleinen vorhin daran erinnerte, lag er weinend auf dem Tisch mit den Worten: "(Name der Neuen) ist ihm wichtiger als wir!"
Soviel zu Kindeswohl. Ich hoffe, ich konnte verständlich machen, warum wir eine Regelung haben.