aber ob da nicht doch eher die TE die mit dem Problem ist?
Jeder Betroffene ist mit Teil des Problems; bis er aus dem System aussteigt.
Und sich aus Treffweite entfernt. Physisch. Ist der leichte Part. Psychisch braucht es Zeit.
Und auch Rückhalt und Unterstützung. Den sucht die TE hier. Neben Psychologen und Therapien.
Nimm mal bisschen den Gegenwind raus. Entweder du kannst hier helfen, mit Erfahrung und Einfühlungsvermögen oder nicht. Das weiß man nie.
Aber wozu immer nach der Sensation fischen? Nach Schatten suchen? Unterstellungen in den Raum stellen? Um dich selbst zu erhöhen?
Zitat von Arnika:
Bringe es heute trotzdem zusammen - dafür musste mich auch keiner retten.
Glückwunsch. Das ist gut.
Lass sie erzählen, Mensch. Nur dann erfährst du, was dich so brennend interessiert.
•
x 5#136
Arnika Mitglied
Beiträge:
10924
Themen:
10
Danke erhalten:
18705
Mitglied seit:
Zitat von Löwenzeh:
Jeder Betroffene ist mit Teil des Problems; bis er aus dem System aussteigt. Und sich aus Treffweite entfernt. Physisch. Ist der leichte Part. ...
Sie muss das mir nicht erzählen, sie sollte sich selber darüber Gedanken machen. Der Ernst des Lebens fängt ja erst nach der Uni an.. Wenn er wirklich jetzt schon durch ihre emotionalen Zusammenbrüche - anders kann ich mir zumindest sein Burnout nicht erklären - fast zusammenbricht und körperlich krank wird, was ist denn dann, wenn die Jobsuche nicht so positiv wird - und die Eltern mit Beendigung des Bakk die finanziellen Mitteln streichen. Und er verzweifelt Klausuren nachholen muss, am Sofa schläft und nicht mal mehr seinen Studentenjob hat? Bis der fertig ist, ist er 35..
•
#137
A
Trennung nach 14 Jahren Er war mein Retter
x 3
Heloise Mitglied
Beiträge:
2083
Themen:
5
Danke erhalten:
5857
Mitglied seit:
Zitat von Stella31:
Von der ersten Ausbildung ist ja nicht mehr die Rede, nachdem die TE ihrer eigenen Aussage nach mehrfach das Fach gewechselt hat.
Fachwechsel ist kein Abschluss
Zitat von Stella31:
Außerdem ist mit 32 längst kein Anspruch mehr auf Finanzierung durch die Eltern vorhanden.
Wo steht das?
Zitat von Ouabain:
Läuft auf ein Gerichtsverfahren hinaus. Und Gerichte tendieren dazu , großzügig zu sein. Also - großzügig mit dem Geld der Eltern.
Dann müsste die Tochter gegen die Eltern klagen.
Und dann würde die Klage an der Zielstrebigkeit scheitern. Man kann nicht sagen, Gerichte entscheiden zu Gunsten dem oder dem. Es gibt schon Kriterien, nach denen die „Zielstrebigkeit“ geprüft wird.
•
x 1#138
Arnika Mitglied
Beiträge:
10924
Themen:
10
Danke erhalten:
18705
Mitglied seit:
Zitat von Heloise:
Und dann würde die Klage an der Zielstrebigkeit scheitern. Man kann nicht sagen, Gerichte entscheiden zu Gunsten dem oder dem. Es gibt schon Kriterien, nach denen die „Zielstrebigkeit“ geprüft wird.
Eben. Da muss man in einer gewissen Zeit eine gewisse Anzahl an ECTS-Punkten erworben haben. Da zählen schon die puren Fakten. Aber ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die TE klagen würde oder könnte. Aber ich gebs zu, irgendwie kann ich mir das alles nicht so recht vorstellen.
Aber mit dem Bakk-Abschluss, der ja angeblich zum Greifen nah ist, spielt das ja ohnehin keine Rolle mehr. Danach müssen sie gar nix. Ob sie sie dann bis 65 aus Goodwill weitererhalten, ist die andere Frage. Und ob sie ihr damit einen Gefallen tun… Es gibt halt Menschen, die tun solange nix, solange sie nicht müssen.
•
x 2#139
L
Lukrethia Gast
Ich habe Bekannte, die ihre Tochter bis 28 mit dem Studium unterstützt haben. Sie hat auch 2x das Fach gewechselt und hatte dann mit 28 noch keinen Bakk - und das Gericht hat dann bestimmt, dass die Eltern nicht weiter zahlen müssen. Wohlgemerkt, hier war sogar eine Krankheit im Spiel - aber Eltern sind nicht ewig verpflichtet, ein Bummelstudium zu finanzieren, wenn nicht glaubhaft vermittelt werden kann, dass das Studium ernsthaft verfolgt wird. Auch Krankheiten sind nicht für alles eine Ausrede. Sie musste sich dann einen Job suchen und auch das Studium abbrechen, damit sie ihr Leben finanzieren kann. Es gibt kein Recht auf ein abgeschlossenes Studium - man muss dafür auch dementsprechende Leistungen erbringen.
Ich bin ebenfalls mit einer sehr kontrollierenden Mutter aufgewachsen. Mein Weg war auch der, mit 18 auszuziehen. Auch finanziell wollte ich möglichst schnell unabhängig sein.
Ich verstehe nicht - und halte das für höchst ungesund - dass bei dir nicht längst der Wunsch nach finanzieller Unabhängigkeit von den Eltern aufgekommen ist. Du musst ja eigentlich ständig in der Angst leben, dass sie die Zahlungen einstellen könnten. Warum sie noch zahlen, erschließt sich mir auch nicht, wo doch kein Kontakt mehr besteht. Weißt du, warum sie weiterhin überweisen?
Generell scheint mir, dass du in diesem Kind-Schema extrem feststeckst. Du arbeitest nicht - weder Teilzeit noch geringfügig. Du musst zum Lernen motiviert werden. Du hast offenbar Probleme, alleine zu schlafen. Du hast ständig Phasen, wo du aufgebaut und getröstet werden muss. Ich verstehe, dass dein Partner ausgebrannt ist - auf emotionaler Ebene, weil du wie ein Kind bist, das nicht erwachsen wird in manchen Bereichen.
Um deine Muster zu unterbrechen, solltest du dir unbedingt Hilfe holen. Alleine zu analysieren hilft dir gar nichts, weil du - wie jeder Mensch - blinde Flecken hast und genau da nicht hinschaust, wo du hinschauen solltest.
Ich meine, gelesen zu haben, dass du schon mal bei einem Psychologen warst, das aber nicht gepasst hat. Das lese ich sehr oft, dass Leute Therapie abbrechen, und sie reden sich dann auf einen nicht passenden Therapeuten raus - das sind aber oft die besten, nämlich die, die genau da den Finger drauf legen, wo es weh tut. Natürlich gibt es auch Konstellationen, wo es gar nicht passt, aber das merkt man in der Regel schon nach 1-2 Sitzungen. Wenn dir jemand sagt, was du nicht hören willst, dann bleib sitzen, genau da musst du nämlich hinschauen.
Und ich finde, es wäre sehr wichtig, dass du dir einen Job suchst. Es reicht ja, samstags irgendwo an der Kassa zu sitzen. Das ist extrem wichtig für die Entwicklung der Selbständigkeit und auch für soziale Kontakte. Du lebst sonst in einer Blase und das ist schlecht. Auf der Arbeit lernt man in der Regel ganz viele unterschiedliche Menschen kennen, und da kann man extrem viel lernen und auch viel entdecken, was Spaß macht. Vielleicht sogar Freunde gewinnen. Man muss lernen, dass man nicht der Nabel der Welt ist und gleichzeitig auch, für seine Rechte einzustehen. Studium oder Schule sind mit dem Arbeitsleben gar nicht vereinbar. Und im Lebenslauf macht es sich auch gut.
Es ist gut, dass du schon mal erkennst, dass eure Dynamik ungesund war. Der Weg in die 100%ige Unabhängigkeit ist nicht einfach. Aber er zahlt sich aus.
In deiner Situation würde ich ehrlich gesagt darüber nachdenken, das Studium vorerst ruhen zu lassen, mir einen passenden Job zu suchen, auf eigenen Beinen zu stehen und zu versuchen, es später berufsbegleitend wieder aufzunehmen. Denn zusammen wohnen zu bleiben wird dich schwer weiterkommen lassen. Eine komplette Loslösung ist unabdingbar für die Verarbeitung einer Trennung. Dass du hier in dieser Abhängigkeit bleibst, ist nicht notwendig und sollte daher auch nicht der Weg sein, den du gehst. (Meine persönliche Meinung natürlich)
Alles Gute!
•
x 3#140
Arnika Mitglied
Beiträge:
10924
Themen:
10
Danke erhalten:
18705
Mitglied seit:
@Lukrethia Naja, eine Bakk-Arbeit schreibt man eigentlich in ein paar Wochen runter. Eigentlich. Ich würde wahrscheinlich eine brauchen, aber gut, das kann man von einem Studenten nicht erwarten. Aber dann wäre sie leicht über den Sommer fertig - da bringt jetzt pausieren auch nicht mehr wirklich was. Eigentlich.
Warum aber vorher der Job hermuss, bevor sie auszieht - obwohl sie ja eh vom Geld der Eltern zehrt, erschließt sich mir nicht. Das kann ja ewig dauern, vor allem einer, der mit dem Studium zu tun hat. Da ist ja im Normalfall die Konkurrenz, die viel jünger ist, aber schon deutlich mehr im CV stehen hat, schon sehr groß. Da müsste sie schon sehr viel Glück haben und sich sehr gut verkaufen können, in ein paar Monaten einen Job zu finden.
•
x 1#141
L
Lukrethia Gast
Zitat von Lukrethia:
Studium oder Schule sind mit dem Arbeitsleben gar nicht vereinbar
Das sollte heißen "nicht vergleichbar"
•
#142
L
Lukrethia Gast
Es kommt natürlich stark darauf an, was noch fehlt - hab ich vielleicht überlesen. Wenn man schon die Arbeit schreibt, macht mein Vorschlag natürlich wenig Sinn. Aber es gibt auch Leute, die schreiben ein Jahr an der Arbeit. Vor allem, wenn es mir schlecht geht, ich mich eh nicht konzentrieren und lernen kann, würde ich versuchen, mal was ganz anderes zu probieren. Einfach mal raus aus dem Üblichen. Klar, ein Vollzeitjob im Traumberuf wird es nicht gleich werden, aber es kann ja auch Teilzeit sein. Da lässt sich auch eine Arbeit nebenher bewerkstelligen.
•
x 1#143
Arnika Mitglied
Beiträge:
10924
Themen:
10
Danke erhalten:
18705
Mitglied seit:
@Lukrethia So wie ich das verstanden habe, steht sie knapp vor dem Abschluss - was immer das hier auch heißt. Und eine Bakk-Arbeit hat vielleicht 50 Seiten, das schreibt man schon sehr schnell runter. Zumal die ja oft auf irgendwelchen Seminararbeiten aufbaut - in Teilen zumindest- die man schon geschrieben hat. Vor allem, nach 14 Jahren Studium weiß man ja - theoretisch zumindest- wie es geht. Selbst wenn man mal einen Hänger hat.
Und ja, jetzt schon Job suchen würd natürlich Sinn machen. Zumindest mal Stellenanzeigen studieren, was da möglich wäre und gefordert wird - vielleicht sogar in ihrem Fach.
•
x 1#144
Arnika Mitglied
Beiträge:
10924
Themen:
10
Danke erhalten:
18705
Mitglied seit:
@Lukrethia Aber ja, ich denke auch, dass er sie ununterbrochen trösten und mental stützen müsste - nur Freizeitgestaltung kanns ja wohl nicht sein. Und darüber ausgebrannt ist. Dann muss das allerdings schon massiv sein. Was eher auf eine Persönlichkeitsstörung hindeuten würde.
Aber umso wichtiger wär’s doch, dass sie sich jetzt schon mental darauf vorbereitet, dass sie wohl viele Absagen - oder gar keine Antworten - auf Bewerbungen bekommt. Da muss ja jetzt endlich irgendeine Strategie hier, auch ohne sein Patsch-Handi.
•
x 1#145
Heloise Mitglied
Beiträge:
2083
Themen:
5
Danke erhalten:
5857
Mitglied seit:
Zitat von ZeldaFan:
Du hast die komplette Dynamik verstanden mit der ich aufgewachsen bin
Na dann hast Du diese Dynamik ja auch verstanden.
Zitat von ZeldaFan:
diese Dynamik fahren meine Eltern bis heute! Das hat ja nicht nur was mit Kind sein und Brot schmieren zu tun... Das war nur ein zufälliges Beispiel. Ob ihr es glaubt oder nicht. Das kann man immer genau so fahren. Auch mit einem erwachsenen Kind.
Ob du es glaubst oder nicht, aber schätzungsweise 80 Prozent der User hier ü 50 wissen um diese Dynamik. Und kein Kind wächst in einem 100 Prozent korrekten Umfeld auf. Aber die Höhe ist, dass du dich sogar noch über ihren Einfluss auf dich beschwerst, als du schon erwachsen warst, im rechtlichen Sinn.
Zitat von ZeldaFan:
Ich habe den Kontakt mittlerweile zu meinen Eltern abgebrochen. Diese wollen aber sowieso nichts von mir wissen und interessieren sich nicht für mich
Gut so. Aber die Unterstützung fließt weiter? Mir fällt da diese sehr schöne Abwandlung eines weisen Spruches ein: „Man darf im Leben nicht immer nur NEHMEN. Man muss sich auch was GEBEN LASSEN können.“
Stellst du dir nie die Frage, auf wessen Kosten du die ganze Zeit lebst? Wer dir deinen Lebensunterhalt, deine Miete, dieses ewige Studium, deine Psychotherapien usw. bezahlt? Da reicht die Zuwendung von deinen Eltern bestimmt nicht. Da zahlen wir alle mit.
Hast du da im Inneren nicht eine klitzekleine Anwandlung von Dankbarkeit? Irgendetwas mal den Menschen, die dein Leben mit Videospielen, Haushalt, Freizeitgestaltung, viel Drama und ein bisschen Studium subventionieren, zurückgeben?
•
x 6#146
Arnika Mitglied
Beiträge:
10924
Themen:
10
Danke erhalten:
18705
Mitglied seit:
@Heloise Bin bei dir. Aber wenn sie wenigstens nur herumtingeln und Computerspielen würde - dann wäre sie sowas wie Hartz4 mit universitärem Hobby. Aber dass sie dabei den Partner auch noch an den Rand des psychischen und physischen Zusammenbruchs bringt? Das muss man erst einmal zusammenbringen. Außer, der Retter und Mentor ist total labil, aber davon geh ich auch nicht aus.
Also geh ich doch eher von Histrionikerin oä aus. Sonst gehen einem ja nachvollziehbare Erklärungen für das ganze Drama aus..
•
x 1#147
Heloise Mitglied
Beiträge:
2083
Themen:
5
Danke erhalten:
5857
Mitglied seit:
Zitat von Arnika:
Also geh ich doch eher von Histrionikerin oä aus. Sonst gehen einem ja nachvollziehbare Erklärungen für das ganze Drama aus..
Ich weiß nicht, was das ist. Aber ich denke, die haben 14 Jahre eine gute Symbiose gelebt und wenn sie mal keine Sorgen hatten, haben sie sich welche gemacht. Durch irgend ein Ereignis (wahrscheinlich bei ihm) ist nun Schluss mit lustig und bei ihr deshalb die 💩am Dampfen.
Wobei das Ereignis bei ihm wohl eher nicht der burnout ist. Das war nur das Symptom.
@Heloise Naja, ich denke, ihm geht jetzt mit 32 der A… auf Grundeis, weil er ebenso herumtingelt, den Studentenjob verliert, Klausuren nachholen muss - einen Tinitus bekam und sich emotional seit Monaten „stark abgrenzen musste, um nicht unterzugehen.“ Wie man immer das auch bewerten kann.Der wird starke Existenzängste haben. Kinder oä kann er sich ja auf absehbare Zeit in die Haare schmieren. Aber da es ja keine wirklichen Probleme gab wie Druck im Job, kranke Kinder, Hausbau oä, kanns ich’s mir nur so erklären. Meine Mama hat mir nicht gezeigt, wie man ein Butterbrot schmiert und war etwas überkritisch reicht mir da nicht für Zusammenbrüche noch und nöcher.
•
x 1#149
ZeldaFan Mitglied
Beiträge:
40
Themen:
1
Danke erhalten:
114
Mitglied seit:
Ja ihr habt ja Recht... Und gewisse Dinge hat mein Ex mir immer und immer wieder über die Jahre gesagt und versucht klarzumachen. Leider habe ich es einfach nicht begriffen... Vielleicht habe ich eine Krankheit oder eine psychische Störung wieso das genau so war... Ich hoffe ein Psychologe kann mir da helfen. Und jetzt muss ich den Preis dafür zahlen, dass mein Ex keine Geduld mehr mit mir hat und keine andere Lösung sieht als sich zu trennen damit ich endlich gesund werden kann.