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Trennung nach 14 Jahren

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@Sonnenschein85 Ich will sie nicht bedrängen, will ihr ihren Raum lassen. Und da denke ich nicht, dass es richtig wäre sie zu fragen.

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Sonnenschein85
Zitat von Re_ne:
@Sonnenschein85 Ich will sie nicht bedrängen, will ihr ihren Raum lassen. Und da denke ich nicht, dass es richtig wäre sie zu fragen.

Du kannst aber subtill eine Bemerkung fallen lassen das du noch nicht weißt was du Silvester so machst. So etwas kann man auch total unaufdringlich nebenbei machen. Wie ist denn generell die Stimmung zwischen euch? Immer noch eher kalt? Ich verstehe, wenn du sie nicht bedrängen möchtest. Nur, wahrscheinlich wird sie von selbst nicht fragen. Und du wirst dir wahrscheinlich nichts anderes vornehmen, weil du weiter hoffst sie fragt.

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Trennung nach 14 Jahren

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@Sonnenschein85 Wir verstehen uns ganz gut würde ich sagen. Natürlich ist das auch mal wechselhaft, aber ich hab auch schon mal ne dreiviertelstunde mit ihr am Tisch gesessen und wir haben uns gut unterhalten. Ja, das mit dem subtil ist wohl das einzige, wie ich das ein wenig steuern kann. Wobei ich ja auch nicht weiß, ob sie irgendwas mit den Kindern macht. Wobei ich das eher nicht denke, das ist eigentlich nichts für die beiden. Naja mal schauen.

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Ich hatte einen richtig schönen Nachmittag / Abend mit der Familie. Habe mich sehr gut mit ihr verstanden und unterhalten, es war gelöst und harmonisch, die Kinder hatten eine schöne Zeit, es war toll. Jetzt wieder in meiner Wohnung, seltsam diese Stille und Leere wieder aber das packe ich. Hab Nachtdienst im Homeoffice, den kriege ich rum. Jetzt erstmal den Tag nachhallen lassen.

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Sie ist wieder da. Die Sehnsucht. Unfassbar stark. Es tut so weh. Ich vermisse sie so sehr. Ich habe Angst sie für immer verloren zu haben. Ich vermisse es meine Kinder jeden Tag zu sehen. Ich will mit ihr reden, sie überzeugen. Oder einen Brief schreiben. Es tut gerade so unfassbar weh.

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Und vor allem meine Jungs... ich vermisse es so sehr die beiden nicht jedenTag sehen zu können 😥

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BunteKatze
@Re_ne dann schreibe einen Brief aber schicke ihn ihr nicht. Dann sind die Gedanken aber aus dem Kopf und der Druck erstmal raus. Gerade nach dem schönen Weihnachtsfest fällt es dir jetzt vermutlich gerade doppelt schwer auf die Füße.

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Es sind schon wieder über 2 Wochen vergangen. Es geht mir insgesamt tatsächlich recht gut. Hatte seit Neujahr kaum noch richtige Einbrüche. Klar, traurig ist man immer mal wieder. Aber insgesamt geht es. War auch zwischendurch mal mit einem Freund raus und Party machen, das war echt gut. Das Verhältnis zu meiner Frau ist auch nach wie vor sehr gut. Wir haben zB den Geburtstag des Großen den ganzen Tag zusammen als Familie verbracht. Die Kinder sind öfter bei mir als ursprünglich geplant und auf ihren Vorschlag hin kommen die beiden sogar bald mal eine ganze Woche, das haben sie sich gewünscht. Wir funktionieren prima als Elternteam, ziehen absolut an einem Strang. Und ja, ich liebe sie immer noch. Hoffe immer noch auf einen Neuanfang. Aber im Moment ist das kein Thema. Ich bedränge sie nicht, lasse ihr ihren Raum. Versuche, ihr Sicherheit zu geben, damit sie sich bei mir gut fühlt. Gleichzeitig arbeite ich an mir, mache meine Therapie, gehe im März 5 Wochen in Kur. Ich reflektiere. Habe schon eine ganze Menge über mich gelernt. Ist ein schwieriger Weg, den ich beschreite, aber da muss ich durch. Selbst, wenn es dann doch keinen Neuanfang geben sollte, wird mich das ja trotzdem stärker machen.
Was mich sehr gefreut hat: sie hat vorgeschlagen, mich mit den Kindern in den Osterferien in meiner Kur zu besuchen. Ob es klappt weiß sie noch nicht, aber da sie es den Kindern vorgeschlagen hat, wird sie auch alles versuchen, dass das klappt, so gut kenne ich sie schon.
Mal schauen, wie es weitergeht.

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Habe übrigens Sommerurlaub gebucht. 1 Woche Mallorca mit den Kindern. Das gleiche Hotel wie letztes Jahr in unserem Familienurlaub, da wollten sie gerne nochmal hin. Aber der Gedanke, da ohne sie hin zu fahren, ist schon noch schmerzhaft. Aber ich darf mir meine schönen Erinnerungen und schöne Orte nicht kaputt machen lassen. Deshalb muss ich mich dem stellen.

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Sonnenschein85
Zitat von Re_ne:
Habe übrigens Sommerurlaub gebucht. 1 Woche Mallorca mit den Kindern. Das gleiche Hotel wie letztes Jahr in unserem Familienurlaub, da wollten sie ...

Wird sicher schön werden und die Kinder werden dich gut ablenken 😉👍

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@Sonnenschein85 ja wahrscheinlich werde ich dann dort gar keine Zeit haben, über sowas nachzudenken

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Bin heute mal wieder schreibseelig... es fällt sehr schwer, nicht das Gespräch mit ihr zu suchen, ihr zu sagen wie ich denke, fühle. Oder ihr einen Brief zu schreiben. Ist aber alles andere als leicht. Aber es ist halt nicht der richtige Zeitpunkt.
Wobei ich ihr schon hin und wieder einen Brief schreibe. Aber halt nicht abschicke.

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Mal wieder hier. Es geht mir vieles durch den Kopf. Mein Heilungsprozess läuft. Allerdings sehr wellenförmig. Meine Therapeutin sagt ich sei auf einem guten Weg, meine Freunde sagen das auch. Aber selber sieht man das wahrscheinlich nicht so. Wobei ich schon bemerkt habe, dass die ersten nicht ganz 3 Wochen des Jahres insgesamt recht gut waren.
Seit Anfang letzter Woche geht's wieder schlechter, hängt aber auch alles irgendwie mit meinem Schichtdienst zusammen. Ich bin definitiv noch nicht durch mit ihr, liebe sie immer noch. Wir haben ja auch nach wie vor guten Kontakt, verstehen uns, ziehen an einem Strang was die Kinder angeht.

Vorgestern kam es dann irgendwie zum Gespräch, hat sich entwickelt. Dabei ist es aus mir rausgeplatzt, dass ich mir immer noch einen Neuanfang wünsche. Sie sagte darauf ganz klar, dass sie das nicht sieht, weil einfach zu viel kaputt gegangen sei. Das war in dem Moment hart, aber im Endeffekt wusste ich das ja. Sie meinte auch, dass sie hofft, das unser Verhältnis auch gut bleibt, falls sie irgendwann mal jemanden hat. Auch wenn da aktuell nichts ist. Das will ich auf jeden Fall, auch wenns schwer wird. Aber alleine für die Kinder ist mir das wichtig. Und ein Teil von mir versteht das ganze natürlich nicht.

Naja. Und trotz allem kann ich die Hoffnung nicht aufgeben. Ich arbeite an mir, achte auf Selbstfürsorge. Lerne tatsächlich, mich zu akzeptieren, mich zu lieben. Das verdanke ich tatsächlich meiner Therapie. Worauf ich mich sehr freue: meine Reha im März. Dann komme ich ein paar Wochen hier raus, dann wird der Kontakt weniger werden, auch wenns schwer fallen wird. Ich brauche dringen Erholung, die letzten Monate waren psychisch extrem anstrengend und ich bin da sehr erschöpft, denke da wird die Reha mich aufbauen. Vielleicht schaffe ich es da ja auch, endlich loszulassen? Ich weiß es nicht. Irgendwie hoffe ich es und irgendwie nicht.

Manchmal fühlt es sich einfach unfair an... dann fühlt es sich so an, als ob ich alles verloren habe, was ich liebe: mein zu Hause, meine Kinder, SIE, mein Leben... das ist echt hart. Ich habe eine tolle Wohnung, aber zu Hause ist das nicht. Zu Hause ist immer noch bei ihr. Da ist es gemütlich, wohnlich, ich habe 11 Jahre in diesem Haus gelebt und es geliebt. Jetzt habe ich die Wohnung. Neubau, Erstbezug, Küche war drin, Lampen waren drin, es war fertig gestrichen, alles. Und doch: es ist nicht zu Hause. Die Wohnung ist hell, modern, funktional. Und doch fühle ich mich noch nicht zu Hause.

Ich könnte noch ewig weiterschreiben gerade... aber ich mache erstmal ne Pause.

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Stella31
Zitat von Re_ne:
Naja. Und trotz allem kann ich die Hoffnung nicht aufgeben

Und solange das so ist, wirst du auch nicht loslassen können.
Hoffnung ist ein A.loch!
Wichtig wäre, dass du den jetzigen Zustand komplett akzeptierst.

Zitat von Re_ne:
dann fühlt es sich so an, als ob ich alles verloren habe, was ich liebe: mein zu Hause, meine Kinder, SIE, mein Leben

Ja du hast das ja auch fast alles verloren. Es fühlt sich nicht nur so an.
Aber deine Kinder hast du nicht verloren.

Zitat von Re_ne:
Die Wohnung ist hell, modern, funktional. Und doch fühle ich mich noch nicht zu Hause.

Dann mach es zu deinem Zuhause!
Überleg dir, wie es für dich gemütlich wird. Nicht nur funktional

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Usambara
@Re_ne
Ja dieser Moment ist bitter wo mann dann genau weiß dass Hoffen keinen Sinn mehr macht.

Für mich kam dieser Moment, als ich erfahren hatte, dass mein Expartner( wow ich merke gerade dass ich das das erste Mal auch so empfunden, gedacht und flüssig hingeschrieben habe) zu Silvester seine Neue geheiratet hat. Nach 4 Monaten wohlgemerkt.

Da fiel ich erst mal zurück in ein Loch. Es war jetzt alles hoffnungslos und ich konnte die Trennung endlich auch akzeptieren was vorher nicht ging.

Seitdem ist es anders. Ich merke wie ich mich mit jedem Tag mehr und mehr von ihm und unserer Beziehung lösen kann. Was bleibt ist ein ganz blödes, schales Gefühl so ein absoluter Nullpunkt von wo aus es auch nicht mehr schlimmer wird. Es geht nur nach vorn. Ohne ihn.

Die Botschaft bekam ich ca. vor 3 Wochen. Ich dachte von dem Tiefschlag erhole ich mich nicht mehr. Aber das stimmte nicht.

Bin immer noch da. Habe viel Unterstützung und richte jetzt meine Gedanken und mein Tun nach vorn auf mich und gehe jetzt Stück für Stück weiter.

Es ist zwar in die eine Richtung hoffnungslos dafür stehen mir jetzt in der Zukunft alle Wege offen und ich muß auf gar nichts Rücksicht nehmen.

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