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Trennung nach 18 Jahren, jetzt wieder Kontakt

E
Zitat von hotte:
Wer entscheidet wie lange lange genug ist? Du? Das Gesetz? Das Universum? Wenn Tage nicht reichen, was ist denn dann diese Magische Grenze wann man(n) sich wieder mit dem anderen Geschlecht einlassen darf?

Die Frage ist nicht wer entscheidet, ob man lange genug eine Beziehung nachgearbeitet hat, sondern wann man wirklich dazu bereit ist.

Mit wirklich meine ich nicht aus einem Bedürfnis heraus, nicht aus Einsamkeit, nicht als Kompensation.

Ist man noch nicht dazu bereit und man macht es trotzdem, entstehen chaotische Umstände. So, wie die von dennen du berichtest.

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hotte
Zitat von Ella:
Die Frage ist nicht wer entscheidet, ob man lange genug eine Beziehung nachgearbeitet hat, sondern wann man wirklich dazu bereit ist. Mit wirklich meine ich nicht aus einem Bedürfnis heraus, nicht aus Einsamkeit, nicht als Kompensation. Ist man noch nicht dazu bereit und man macht es trotzdem, entstehen chaotische ...

Das ergibt sinn für mich.. danke für die Ausführung.

Ich hatte heute wieder eine längere unterhaltung mit der KI und wie sind überein gekommen das meine größte Herausforderung ein streben nach Sicherheit ist. Bei allem was ich tue, ist das quasi als fundament mit drin so nach dem Motto "wenn ich das so und so mache, dann kann es faktisch nicht schief gehen".

Das bestimmt seit vielen Jahren mein Handeln und führt dazu das ich teilweise über das Ziel hinausschiessen (mehr relexion, mehr büche, mehr hinterfragen... mehr ..... mehr ... mehr)

Unterm Strich realisiere ich aktuell wie ermüdend das alles für mich ist was dann auch der Grund war das ich meinem "Bedürfnis" einfach nachgegeben habe. Kann es schief gehen... klar.... sollte ich weiterhin mein persönliches Wachstum vorantreiben... absolut....

Ich hoffe tatsächlich dass das Chaos, zumindest auf meiner Seite, nun deutlich reduziert ist und ich gebe ihr das entsprechende Feedback das es an ihr liegt das Chaos auf ihrer Seite zu regulieren. Ich spüre Unsicherheiten und reflektiere ihre und meine eigenen Anteile. Ich habe auf jeden Fall eure mahnenden Worte im Hinterkopf, versuche aber auch meine Reaktion darauf im Zaum zu halten.

Danke nochmal für all das Feedback....

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A


Trennung nach 18 Jahren, jetzt wieder Kontakt

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ElGatoRojo
Zitat von Ella:
Ist man noch nicht dazu bereit und man macht es trotzdem, entstehen chaotische Umstände. So, wie die von dennen du berichtest.

Können nicht aber diese chaotischen Umstände die sein, die prägen und im Gedächnis bleiben und den Erlebnissen eine Wertigkeit verleihen? Volle Ordnung ist langweilig.

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E
Zitat von hotte:
meine größte Herausforderung ein streben nach Sicherheit ist.

Kenne ich auch, bei mir ist das auch so. Interessant ist, dieses Bedürfnis zu erkunden und Sicherheit zu definieren. Die Ursache ist womöglich fehlendes Vertrauen, dass Kontrolle nicht nötig ist, dass es auch ohne gut für mich läuft. Abgesehen davon, dass Kontrolle nur im Rahmen möglich ist.

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E
Zitat von ElGatoRojo:
Können nicht aber diese chaotischen Umstände die sein, die prägen und im Gedächnis bleiben und den Erlebnissen eine Wertigkeit verleihen? Volle ...

Ja, es kann natürlich sein. Jedoch erzeugt Chaos oft Unbehagen. Das kann auch wertvoll sein, zumindest was Selbsterkundung betrifft.

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hotte
Zitat von ElGatoRojo:
Können nicht aber diese chaotischen Umstände die sein, die prägen und im Gedächnis bleiben und den Erlebnissen eine Wertigkeit verleihen? Volle Ordnung ist langweilig.

Ich denke hier gilt es tatsächlich etwas zu unterscheiden.... Chaos im Leben kann, in bestimmten Mengen, durchaus Bereichernd und flexibilisierend sein. Chaos in den eigenen Gefühlen ist etwas das in meinen Augen potentiell Problematisch ist.

Das ist zumindest etwas das ich für mich gerade versuche... anstatt die ganze Zeit zu denken was das richtige ist bzw. was andere wohl von mir denken, versuche ich häufiger einfach die dinge zu tun von denen ich das "Gefühl" habe das sie mir gut tun bzw. gerade für mich richtig sind. Vorher war da dieser innere Zerrissenheit zwischen dem was ich wollte und dem was ich glaubte das richtig sei. ich habe zumindest für mich festgestellt das ich etwas ruhiger geworden bin und zwar auch an den Tagen an denen ich sie nicht sehe.

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hotte
Zitat von Ella:
Kenne ich auch, bei mir ist das auch so. Interessant ist, dieses Bedürfnis zu erkunden und Sicherheit zu definieren. Die Ursache ist womöglich fehlendes Vertrauen, dass Kontrolle nicht nötig ist, dass es auch ohne gut für mich läuft. Abgesehen davon, dass Kontrolle nur im Rahmen möglich ist.

Oh... das geht jetzt tief... in der Therapie habe ich folgendes erkundet.... ich bin als kind in der Schule oft verprügelt worden. Teilweise wurde mir auf dem Heimweg "aufgelauert". Zu Hause hiess es dann je nach tageslaune das ich die anderen entweder provoziert haben müsste weil sie sowas ja sonst nicht tun würden oder das ich aufhören solle mich zu wehren weil die anderen dann ja das Interesse verlieren würden.

Dazu kam das in meiner Familie auf der einen Seite viel und oft getrunken wurde und darüber hinaus bereits eine hohe emotionale Ambiguität bestand. Stimmung konnte in sehr kurzen Intervallen um 180 grad kippen.

Aus all dem hat sich bei mir eine stark evaluierende Beobachtung entwickelt die zur Aufgabe hat Gefahren abzuwenden und mich vor schaden zu bewahren. In meiner Ehe ging das ganze dann weiter da meine Frau eine sehr direkte Art hatte. Wenn ihr etwas nicht gefiel hat sich das geäussert, was natürlich für mein übersensibles und ängstliches Gemüt nicht gerade gut war. Also habe ich da auch wieder angefangen alles mögliche vorherzusehen damit nichts schief geht und meine Frau gar nicht erst "böse" wird und ich nicht das Gefühl bekommen "abgewertet" zu werden.

Das ist eines der gravierendsten Themen die ich gerade bei mir angehe...


Sicherheit durch Kontrolle ist sicherlich etwas womit ich mit identifizieren kann. Ich versuche bei allem was ich tue langfristigkeit zu erreichen und negative Auswirkungen bestmöglich zu vermeiden. Beispiel... wenn man Auto eine Fehlermeldung zeigt, fahre ich umgehend in die Werkstatt und lasse das richtigen weil es schlimmer werden könnte wenn ich es verschleppe. Mit mir in Urlaub fahren ist wirklich toll weil ich auf ziemlich alles vorbereitet bin. Das einzige was noch fehlen dürfte ist ein Schlauchboot bei einer Bergtour, es könnte ja Starkregen kommen Zwinkerndes Gesicht

Auf der anderen Seite gehe ich mit mir selbst nicht im gleichen Masse um (Stichwort Arzttermine die gerne mal herausgezögert werden).

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E
Zitat von hotte:
Aus all dem hat sich bei mir eine stark evaluierende Beobachtung entwickelt die zur Aufgabe hat Gefahren abzuwenden und mich vor schaden zu bewahren.

Genau. Alles hat einen Grund, es entstand aus einer Notwendigkeit. Heute besteht diese aber oft nicht mehr durch völlig andere Verhältnisse - z. B. Man ist kein Kind mehr und kann für sich einstehen und handeln. Man macht es aber oft weiter, weil man das gewohnt ist.

Und das Nervensystem ist ständig in Alarmbereitschaft, was latenten Stress erzeugt und auf Dauer chronisch krank macht. Also im Grunde es besteht Handlungsbedarf und das ziemlich dringend.

Diese Strukturen zu erkennen bedarf eine starke Orientierung nach innen, zu sich selbst. Punktuelle Interaktionen mit anderen, die "Stoff" für Beobachtungen liefern, neue Daten so zu sagen, aber dann ordentlich viel Zeit, um sich dich selbst zuzuwenden.

Eine neue Liebe, oder sagen wir Beziehung ist ein neues Projekt. Projekte erfordern viel Energie und Zeit, die dann dem eigenen Wachstum entzogen werden. Das ist zumindest meine Meinung und sie entspricht meinen Erfahrungen.

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