Zitat von Cesaria: Da wusste Sie aber noch nichts von der Gewalttat . Der Erzeuger von meinem Sohn war damals 20 und meine Mutter total dagegen er sollte sich fernhalten aber ich kam ja nicht von ihm los erst später.
Du bist mit dem Erzeuger Deines ersten Kindes zusammen geblieben, obwohl er gewalttätig Dir gegenüber war? Lies das bitte nicht als Vorwurf, es ist eine Verständnisfrage.
Zitat von Cesaria: Ich war schon viel weiter als andere in meinem alter und habe auch Jahre in einem Mutter Kind Heim gelebt mit dem Papa zusammen .
Naja, ob Du mental oder körperlich viel weiter warst als andere, das wäre die Frage. Die aber jetzt eh egal ist, Du hast es ja alles gut auf die Reihe bekommen.
Der Papa, mit dem Du im Mutter-Kind-Heim warst, war Dein jetziger Partner? Ihr habt echt einiges durch; vieles nicht ungewöhnlich in so jungen Jahren, nur dass bei Euch eben auch bereits Kinder da waren, die Euch aneinander gebunden haben.
Momentan hast Du mehrere Baustellen, die Du getrennt voneinander angehen solltest.
Baustelle 1, die Beziehungsebene, wird momentan am schwierigsten zu beheben sein, weil da Emotionen mitspielen. Ich sehe aktuell nur die Option „Aushalten“.
Wenn Dein Partner die Beziehung nicht mehr will, gar vielleicht schon ein anderer Stern am Horizont aufgetaucht ist, dann kannst Du nicht viel machen, außer es zu akzeptieren. Tut weh, das wissen die meisten hier
Baustelle 2, die Sachebene. Auf Dauer tut es keinem von Euch (auch den Kindern nicht) gut, wenn Ihr unter diesen Umständen in einer gemeinsamen Wohnung verbleibt. Ich würde zu einem Fachanwalt für Familienrecht gehen und Deine Möglichkeiten ausloten. Dazu gehört die Zuweisung der Wohnung und die Klärung der Unterhaltszahlung an Dich und die gemeinsamen Kinder. Ohne Moos nix los, das ist nun mal so. Du musst verbindlich wissen, was Dir an Geld zur Verfügung steht.
Von der Aussage „der wird sich schon noch umgucken, was er alles zahlen muss. Vielleicht überlegt er es sich dann noch mal“ halte ich persönlich nicht viel. Möchte man einen Partner, der nur wegen der Kohle bei einem bleibt?
Baustelle 3, die Elternebene. Da ist er momentan ja ziemlich raus und überlässt die ganze Kinderbetreuung Dir. Was einerseits ein Vorteil ist - Du musst Dich nicht großartig umgewöhnen, machst es jetzt ja auch alles alleine. Andererseits ist es natürlich nicht gut für die Kinder, die ihren Vater brauchen und sicher auch lieben.
Da müsst Ihr irgendwie ran und eine Regelung finden. Beratungsstellen und auch das Jugendamt können helfen - wenn denn Hilfe gewünscht wird.