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Trennung nach 7,5 Jahren - Abhängigkeit&Schuldgefühle

Heffalump

Heffalump


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Zitat von rinchen:
wenn er kommen würde und sich entschuldigen oder es bereuen würde

ja was wäre wenn - es hält ja nicht an, sein Ur-Verhalten kommt genauso durch, wie der Fleck von Canterville. Die Erfahrung die du nun durchmachst, ist so ziemlich das schlimmste, weil du noch liebst, verteidigst und hoffst.

Er hat bestimmt auch gute Seiten, aber würde man diese auf ne Waage legen, würde sich diese Seite in die Wolken und somit außer Sicht entfernen, während die Seite mit seinen diabolischen Eigenschaften, dir schmerzhaft auf die Füße fiel.

Man kann auch gut damit leben, immer Schuld zu haben, Es ist ja nur dieser "Eine", der dies so wahrnimmt. Ob er Narzisst ist, oder viele zu viele narzisstische Anteile hat, oder ob er nur ein Volldepp ist - ist letztlich egal. Er war nicht dein Prinz Charming und das ist doch ein Ausschlußkriterium, oder?

07.11.2020 05:16 • x 1 #76


Karenberg


Zitat von rinchen:
Hier möchte/darf ich Mad-Eye in Schutz nehmen. Wir haben bereits Kontakt über PN und ich weiß, wie er das gemeint hat.


Es ist und bleibt herabsetzend. Und Vorsicht vor zu schneller PN Vertrautheitsdusselei!
Mad--Eye warnt dich selber schon davor mißtrauisch ihm gegenüber zu sein. :

Zitat von Mad-Eye:
Auch deswegen hab ich dir ja auch so viel Hintergrundmaterial über mich gegeben. Das du nachprüfen kannst, das ich der bin, der ich sage zu sein.

Sei bitte misstrauisch.


Verwirrend da der Bezug davor (der offensichtlich aus euren PN Kontakten herzustellen ist) für den außenvorstehenden Leser nicht ersichtlich ist, damit wird aber schon ein Revier (sein Revier) abgesteckt. Eine nicht angebrachte Vertrautheit präsentiert und der Abschluss mit dem Mißtrauen ist doppeldeutig zu lesen.

So handeln ansich Menschen, denen man lieber nicht trauen sollte. Wer beweisen muss, dass seine Existenz vertrauenswürdig ist, zeigt damit schon das Gegenteil.

Mad-Eye stellt es hier so offensichtlich als Lehrstück zur Verfügung. Ich kann einfach nicht anders, als darauf hinzuweisen.
Möchte niemanden was Böses unterstellen. Nur aufzeigen wie es woanders ankommt, während du rinchen da einen völlig anderen Eindruck anscheinend hast.

Schau bitte nochmal genau hin, wie du dich öffentlich freiwillig (von Fremden) betiteln lässt und dies noch verteidigst. Und schau bei sämtlichen PN Kontakten, die sich dir anbieten hin, ob es wirklich passt und du dich gut dabei fühlst.

Du forderst es selber heraus, dass jemand nicht wertschätzend mit dir umgeht. Das ist deine Aufgabe, sobald du den schlimmsten Trennungsschmerz überwunden hast, da dran zu bleiben und es zu ändern.
Sonst wirst du immer wieder an Menschen geraten, die es nicht gut mit dir meinen.

Mad-Eye ist u.a. im Narz. Thread schon aufgefallen, dass er darstellte, dass ein Narz. sich ändern könne. Anhand eines Buches von einem Blender erster Güte, der die Mitleidsmasche so richtig gut drauf hat. Der einfachste Durchschnittsmanipulationen nun einer Leserschaft zur Verfügung stellt, die anscheindend teilweise auf so einen offensichtlichen Schwindel reinfällt. An anderer Stelle erwähnte Mad-Eye wieder, dass Narz. sich ändern können. Sie müssten nur tief genug am Boden liegen.

Es sei dir versichert: Dem ist nicht so. Sie lernen nur besser zu manipulieren.

Halte dich an die Ratschläge und Hilfe von anderen Opfern. Sie wissen wenigstens wovon sie reden.
Schau dir die Re-Empowerment Seite an.

Die von Mad-Eye verlinkte Seite Umgang mit Narzissten ist eine gute Seite. Dort kannst du dich in vielem einlesen.

Es scheint so, als hätte dein hoffentlich Ex-Freund einige Züge davon.

Mach dir also bewußt, dass er täuscht und sich nicht ändern wird. Zieh die Trennung durch, halte danach absolute Kontaktsperre und lass dir helfen, wieder auf die Spur zu kommen.

07.11.2020 10:33 • x 5 #77



Trennung nach 7,5 Jahren - Abhängigkeit&Schuldgefühle

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rinchen


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Sein Papa war schon immer gewalttätig.
Hat die Mama geschlagen, mein Freund musste sie in die Notaufnahme fahren.
Der Papa hat ihn immer und immer wieder nieder gemacht, beleidigt und ihn verspottet.
Er hat nie Liebe gespürt.
Die Tante hat ihn missbraucht.

Und jetzt stoße auch ich ihn noch ab.
Was bin ich dann für ein Mensch? Wenn ich seine Vergangenheit kenne, und mich trotzdem gegen ihn kehre? Ich bin doch abscheulich. Ich muss doch eigentlich zu ihm halten.
Wie kann ich ihn ändern? Ich möchte nur, dass er glücklich ist. Dass ihm kein Leid geschieht.

Aber zu seinen Konditionen kann ich das nicht. Ich kann mich nicht selber kaputt machen, damit er gesund ist.
Aber es frisst mich auf, dass ich ihn sein Heilmittel sein könnte. Dafür müsste ich ja nur zurück stecken.
Ich will nur, dass er glücklich ist.

Ich fühle mich immer noch so schuldig. Als ob ich ihn retten könnte. Er tut mir so leid.
Wie kann ich ihn retten? Weiß das jemand?
Ich möchte, dass er glücklich ist und die Familie hat, die er sich wünscht.


Meine ganze Familie weiß von meiner Situation und trotzdem hat meine Mutter vor 2 Tagen gedroht, sich das Leben zu nehmen. Sie lief weg mit der Nachricht "Ich bringe mich um, man wird schon keine Fingerabrücke finden". Sogar darum musste ich mich kümmern. Ich habe die Polizei gerufen und war verantwortlich dafür, dass meine Mutter in die Psychiatrie eingeliefert wurde.. Aber wie ich mich fühle, allein irgendwo im nirgendwo mit Niemandem, das fragt sie nicht. Das fragt niemand.

Wie ich mich fühle, das ist egal.

17.11.2020 20:09 • x 1 #78


Malina84


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Hallo, oh das hört sich ja garnicht gut an. Der Kummer mit der Mutter muss ja auch noch wahnsinnig anstrengend sein. Ich denke sie ist in einer Psychiatrie gut aufgehoben, hoffentlich geht's ihr bald besser.

Es ist aber Zeit an dich zu denken, NUR an dich. Du kannst nicht mit jemanden zusammen sein nur damit er nicht unglücklich ist.
Du bist nicht glücklich und wirst das mit ihm auch nicht.

Versuche an dich zu glauben und das du irgendwann Glücklich wirst. Es wird dauern aber der Tag wird kommen.

Viel Kraft für dich

17.11.2020 20:27 • x 1 #79


rinchen


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Danke, Malina, für deinen Beitrag. Jemand hört zu und versteht mich.

Aber wie geht "glücklich werden"? Eine zerstörte, zerrissene Familie als Grundlage. Eine verzerrte, absurde Beziehung, die da war, um sich sicher und geborgen zu fühlen.

Jetzt ist nichts mehr da und ich bin alleine.
Manchmal, wenn ich Auto fahre, frage ich mich, wie es wohl wäre, nicht mehr die Kontrolle über mein Lenkrad zu haben. Das macht mir Angst und das möchte ich nicht.

17.11.2020 20:54 • #80


rinchen


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Ich habe mich heute seit langer langer Zeit wieder selbst verletzt und es tut so gut.
Aber ich weiß, dass das nicht richtig ist. Was soll ich machen?

Ich denke an mein Leben und lache mich tot.

17.11.2020 21:42 • #81


jaqen_h_ghar


Zitat von rinchen:
Und jetzt stoße auch ich ihn noch ab.

Das ist nicht Deine Verantwortung! Du musst Dich schützen!
Er braucht diese Erfahrung, um irgendwann zurück zu sich selbst zu finden.

Zitat von rinchen:
Was bin ich dann für ein Mensch? Wenn ich seine Vergangenheit kenne, und mich trotzdem gegen ihn kehre?

Er hätte jederzeit die Chance gehabt, seine Situation zu realisieren und was zu ändern. Hat er aber nicht. - Finde den Fehler!

Zitat von rinchen:
Ich bin doch abscheulich. Ich muss doch eigentlich zu ihm halten.

Und ihn damit noch bestärken, genauso weiterzumachen?

Zitat von rinchen:
Wie kann ich ihn ändern? Ich möchte nur, dass er glücklich ist. Dass ihm kein Leid geschieht.

Kleines, das ist nicht Dein Job! Den Karren muss er ganz alleine aus dem Dreck kriegen.

Zitat von rinchen:
Aber zu seinen Konditionen kann ich das nicht. Ich kann mich nicht selber kaputt machen, damit er gesund ist.
Aber es frisst mich auf, dass ich ihn sein Heilmittel sein könnte. Dafür müsste ich ja nur zurück stecken.
Ich will nur, dass er glücklich ist.

Du bist niemandes Heilmittel - außer für Dich selbst.

Zitat von rinchen:
Ich fühle mich immer noch so schuldig. Als ob ich ihn retten könnte. Er tut mir so leid.
Wie kann ich ihn retten? Weiß das jemand?
Ich möchte, dass er glücklich ist und die Familie hat, die er sich wünscht.

Würdest Du Dir bitte nochmal glasklar machen, was dieser Mensch Dir schon alles angetan hat, Sweety?
Du kannst ihn nicht retten. Das ist sein Job - vorausgesetzt, er will das und sucht sich Hilfe.
Aber auch das ist noch kein Garant - wie sich selbst nach 3 Jahren feststellen musste.

Zitat von rinchen:
Wie ich mich fühle, das ist egal.

Zieh zwischen Dir und dem, was Dir nicht gut tut, eine ganz dicke Trennungslinie. Anders wird es nicht gehen.

Zitat von rinchen:
Aber wie geht "glücklich werden"? Eine zerstörte, zerrissene Familie als Grundlage. Eine verzerrte, absurde Beziehung, die da war, um sich sicher und geborgen zu fühlen.

Und nochmal: Trennungslinie. Throwing it all away. Andernfalls gehst Du noch mehr dran kaputt.

Zitat von rinchen:
Manchmal, wenn ich Auto fahre, frage ich mich, wie es wohl wäre, nicht mehr die Kontrolle über mein Lenkrad zu haben. Das macht mir Angst und das möchte ich nicht.

Soweit war ich auch schon ... und nicht nur ein Mal. Hab mittlerweile eine kleine Liste mit all dem, was mich dann doch wieder die Hände ans Lenkrad und den Fuß vom Gas nehmen lässt. Was steht auf Deiner Liste, Kleines?

Zitat von rinchen:
Ich habe mich heute seit langer langer Zeit wieder selbst verletzt und es tut so gut.
Aber ich weiß, dass das nicht richtig ist. Was soll ich machen?

Hast Du nen Notfallkoffer? Gummiband, Igelball, Fishermans, Chilli, Ammoniak-Lavendel und sowas?
Ansonsten: Verhaltensanalysen schreiben, dass es kracht ... ABC ...

Zitat von rinchen:
Ich denke an mein Leben und lache mich tot.

Willkommen im Club!
Gibt's vielleicht nicht doch eine einzige Sache, die Du in Deinem Leben gut oder richtig gemacht hast?
Ok - ich musste auch erstmal lange überlegen, aber es lohnt sich.

17.11.2020 22:49 • x 2 #82


Heffalump

Heffalump


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Zitat von rinchen:
Wie kann ich ihn retten? Weiß das jemand?

Niemand kann ihn retten, nur er sich selbst, Du dich selbst, ich mich selbst. Fehlt die Einsicht, gibt es keine Aussicht auf besserung!
Zitat von rinchen:
trotzdem hat meine Mutter vor 2 Tagen gedroht, sich das Leben zu nehmen.

Wenn ich solche Geschütze und Drohungen auffahren muss, damit meine Familie macht, was ich will - sorry, aber da läuft einiges schief. Und wenn du dort gefangen bist, aus Liebe zur Mutter - sollte man gehen, nicht zurück blicken - man kann nicht helfen.
Zitat von rinchen:
Ich habe mich heute seit langer langer Zeit wieder selbst verletzt und es tut so gut.

Weil da spürst du dich, es blutet, es schmerzt. Du fühlst Leben, weißt, das dies so falsch ist, aber die einzige Möglichkeit sich selbst wahr zu nehmen.

Eigenschutz!

Such dir einen guten Psychiater und lass dir helfen

18.11.2020 05:50 • #83


rinchen


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Ich will einfach nur ihn.
Er hat sich seit dem nicht wieder gemeldet.

Aber ich möchte niemand anderen. Ich glaube, ich kann niemand so lieben wie ihn. Wenn ich ihn nur noch einmal spüren könnte, wie ich es tat, dann würde ich es tun.
Er fehlt mir unendlich. Für immer.

23.01.2021 01:10 • #84


Heffalump

Heffalump


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Zitat von rinchen:
Ich will einfach nur ihn.
Er hat sich seit dem nicht wieder gemeldet.

Aber ich möchte niemand anderen. Ich glaube, ich kann niemand so lieben wie ihn. Wenn ich ihn nur noch einmal spüren könnte, wie ich es tat, dann würde ich es tun.
Er fehlt mir unendlich. Für immer.

Du liest dich, wie so ne olle Witwe, die stdlang am Friedhof neben ihrem Karlchen steht und auf ihn ein sabbelt

23.01.2021 03:39 • #85


Nachtlicht

Nachtlicht


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Liebe rinchen,

dabei bist du doch keine olle Witwe, sondern eine junge Frau die einen schlechten Start ins Beziehungsleben hatte, aber sei versichert, da kommt noch sehr viel besseres nach. Der Zustand jetzt, der bleibt nicht so, das ist eine Zwischenphase. In der du, wenn du es zulässt, viel lernen und dich gut entwickeln kannst. Natürlich braucht das Zeit.

Und Unterstützung. Das Forum kann diese nur begrenzt leisten. Du hast schwere Last auf den Schultern: eine toxische Beziehung verarbeiten, Trennungskummer UND die schwierige Situation mit deiner Mutter; wenn du dazu neigst dich selbst zu verletzen, um den Druck abzubauen, ist das Thema mit deiner Familie wahrscheinlich nicht akut und unerwartet, sondern du warst schädlichen Strukturen und Mustern schon früh ausgeliefert?

Zitat von rinchen:
Was bin ich dann für ein Mensch? Wenn ich seine Vergangenheit kenne, und mich trotzdem gegen ihn kehre? Ich bin doch abscheulich. Ich muss doch eigentlich zu ihm halten.


Hierzu wollte ich dir gern noch etwas schreiben, weil Schuldgefühle so quälend sein können. Sie sind aber auch genauso trügerisch. Denn von außen betrachtet gibt es nur Gründe, sich selbst vor einem Partner wie deinem Ex zu schützen! Betrachte seine Störung (was immer es ist) und seine schädigenden Verhaltensweisen wie eine ansteckende Krankheit: du kannst ihn nicht heilen, aber du wirst selbst davon krank, schwer krank wie du jetzt immer noch erlebst, denn die Krankheit wütet noch in dir. Du musst dir erlauben, gesund zu werden und hab Geduld mit dir.

Und noch was zum Thema zu ihm halten. Erstens hast du es wirklich mehr als lange genug mit ihm ausgehalten. Zweitens ist es NICHT deine Aufgabe, ihn zu retten und zu lieben. Das wäre Aufgabe seines Vaters gewesen, der die Familie mit seinen Misshandlungen zerstört hat; Aufgabe seiner Mutter, die weder sich noch ihren Sohn vor den Folgen dieser Misshandlungen geschützt hat; Aufgabe seiner Tante, ihn nicht zu missbrauchen, Aufgabe des Umfeldes, da einzuschreiten etc. etc. und da er inzwischen erwachsen ist, ist es seine Aufgabe, seine Geschichte aufzuarbeiten und sein Leben in den Griff zu kriegen. Es ist NICHT deine Aufgabe, da irgendwas zu richten, an keiner Stelle. Du bist in erster Linie dir selbst gegenüber verantwortlich und da war die Trennung das einzig Richtige, was du tun konntest.

Zitat von rinchen:
Aber wie ich mich fühle, allein irgendwo im nirgendwo mit Niemandem, das fragt sie nicht. Das fragt niemand.


Niemand?

Zitat von rinchen:
Jetzt ist nichts mehr da und ich bin alleine.


Liebe rinchen, das klingt jetzt erstmal komisch, weil es für dich sich so leidvoll anfühlt, aber eigentlich ist das gerade gut. Es ist in jedem Fall besser, als weiter auf dir herumtrampeln zu lassen von jemandem der nicht dich, sondern die Macht über dich liebt.

Du hast großes geleistet, dich aus dieser Beziehung zu befreien. Du hast großes geleistet, dabei nicht nur auch noch die Erkrankung deiner Mutter zu ertragen, sondern dich auch noch um Hilfe für sie zu kümmern. Schau ruhig einmal liebevoll auf dich selbst. Wahrscheinlich ein absolut ungewohntes Gefühl. Aber so wertvoll. Lies einmal ein wenig zum Thema "Selbstmitgefühl" (nicht Selbstmitleid) und versuche, dich darin zu üben.

Ich wünsche dir sehr, dass du durch die Phase, die du gerade durchlebst, einen neuen Zugang zu dir selbst bis hin zur Selbstliebe entdeckst. Das kann deine Zukunft um so vieles schöner werden lassen, als die Vergangenheit es war. Krisen sind tatsächlich große Chancen, man sagt das nicht nur so um zu trösten, sondern weil es wahr ist. Man muss diese Chancen aber nutzen und nicht in alten schädlichen Mustern und Denkweisen verharren.

Deshalb komme ich nochmal darauf zurück, dass dir Unterstützung gut tun würde. Ich meine damit professionelle Unterstützung in Form einer Therapie. Ich kann das nur empfehlen, allein die Tatsache, dass da regelmäßig jemand ist, der zuhört, versteht und den es interessiert wie es mir geht hat mir damals in der akuten Not unglaublich viel gebracht. Der weitere Gewinn durch die therapeutsch begleitete Reflektion der eigenen Situation entwickelt sich dann mit der Zeit.

23.01.2021 11:30 • x 3 #86


NiHe

NiHe


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Du bist höchst abhängig von einem narzisstischen, toxischen Menschen - er hat dich wunderbar mit seiner Schuldumkehr manipuliert und dein empathisches, harmoniebedürftiges Wesen für seine kaltherzigen, aggressiven Abreaktionen missbraucht.

Anhand deiner Beschreibungen seines Wesens und Verhaltens und deiner noch immer extrem abhängigen Gedankengänge wie Helfer- und fast schon Stockholmsyndrom sowie massiven Schuldgefühlen bis hin zu Selbstverletzung sehe ich da AUSSCHLIESSLICH den Weg einer langen und intensiven Therapie für dich!

Bitte besprich die Sache mit deinem Hausarzt und lass dich idealerweise in eine (teil-)stationäre Therapie überweisen - eine ambulante Gesprächstherapie mit maximal einem Gespräch pro Woche wird m.E. nicht genug sein.

Alle logischen Ratschläge von außen können dir nicht helfen - bei dir muss sehr viel tiefer angesetzt werden!

23.01.2021 12:02 • x 3 #87


rinchen


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Danke für eure Beiträge.

Ja, vielleicht steigere ich mich herein. Ich kann nichts dafür. Ich möchte das ja selbst nicht.

Ich war bereits im Dezember bei meiner Hausärztin, da ich selber gemerkt habe, dass ich alleine nicht klarkomme und Hilfe brauche.
Stecke nämlich auch schon wieder in der nächsten Beziehung. Ich weiß, dass das objektiv gesehen das dümmste ist, was ich gerade machen kann. Aber es ist irgendwie so passiert. Und wenn ich mit ihm bin geht es mir "okay". Bin ich alleine mit mir dann... Habe ihm aber meine Situation geschildert, mit allem drum und dran. Und er zeigt Verständnis, bis jetzt. Trotzdem vergleiche ich ihn immer mit meinem Ex.
Habe auch Angst, wieder an den Falschen geraten zu sein und meinen vorherigen Fehler gerade von Neu zu begehen.

Im Februar habe ich einen Termin in der psychiatrischen Institutionsambulanz. Eigentlich möchte ich nur meine Ruhe haben. Bin drauf und dran, meine Arbeit zu kündigen, um 800km entfernt bei meiner neuen Beziehung einen Neustart zu wagen (eine Arbeit hätte ich bereits). Ich müsste bis Ende der Woche kündigen, um meine Frist einzuhalten für die neue Arbeit.
Die Therapie möchte ich in jedem Fall durchziehen, ob hier oder dort.

Ich habe das Gefühl, ich bin gerade absolut unzurechnungsfähig und jede Entscheidung, die ich gerade treffe, treffe nicht ich.
Bin einfach nur überfordert. Im einem Moment denke ich A, dann wieder B. Ich weiß nicht, was ich will. Eigentlich möchte ich einen Neuanfang ganz weit weg, mein Verstand sagt aber eindeutig, dass das falsch ist und zu schnell geht.
Ich traue mir selbst nicht mehr über den Weg.

Ich habe einfach keine Ahnung. Das Denken macht mich müde und ich will einfach meine Ruhe haben.

Jedem der sich diesen Sch... durchliest danke ich herzlich. Ich habe das Gefühl, ich hätte Antworten gar nicht verdient. Weiß auch gar nicht, was ich erwarte. Möchte mich eigentlich nur mitteilen... Danke

24.01.2021 18:35 • #88


Ayaka

Ayaka


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Zitat von rinchen:
Danke für eure Beiträge. Ja, vielleicht steigere ich mich herein. Ich kann nichts dafür. Ich möchte das ja selbst nicht....


DU bist die einzige die das ändern kann - wir können dir nur Tipps geben - wenn du dich befreien willst ist es an dir nach Vorne zu gehen anstatt ihm nachzujammern - was besseres als den findest du an jeder Strassenecke

24.01.2021 19:33 • #89


Milly85

Milly85


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Zitat von rinchen:
Danke für eure Beiträge. Ja, vielleicht steigere ich mich herein. Ich kann nichts dafür. Ich möchte das ja selbst nicht. Ich war bereits im Dezember bei meiner Hausärztin, da ich selber gemerkt habe, dass ich alleine nicht klarkomme und Hilfe brauche. Stecke nämlich auch schon wieder in der nächsten Beziehung. Ich weiß, dass das objektiv gesehen das dümmste ist, was ich gerade machen kann. Aber es ist irgendwie so passiert. Und wenn ich mit ihm bin geht es mir "okay". Bin ich alleine mit mir dann... :- Habe ihm ...


Immer langsam mit den jungen Pferden!

Kündige bitte NICHT deinen Job, schon gar nicht um zu der neuen Beziehung zu ziehen, die du gerade nur so "okay" findest! Willst du dich wieder in Abhängigkeit begeben? Jetzt hast du doch gerade erstmal deine Wohnung und nen Job gefunden... wieso schon wieder so schnell mit einem Mann zusammen ziehen?

Ich glaube, neben der Therapie, musst du wirklich auch erstmal zu dir selbst finden. Die alte Beziehung verdauen. RICHTIG verdauen.

Du weißt doch gerade selbst noch gar nicht was du überhaupt brauchst. Und deine neuen Beziehung ist nicht dafür da, deinen Therapeuten zu ersetzen indem er dir zuhört und deine Tiefs immer wieder aushalten muss damit es dir gut geht!

Wenn man stabil ist, und alleine glücklich sein kann, DANN ist man bereit für eine Beziehung. Sie soll eine Ergänzung sein zum bisher schönen Leben, nicht dafür da sein, um glücklich zu werden.

Kümmere dich doch lieber erstmal um neue Freundschaften, du schriebst doch, dass du die alle für den neuen aufgegeben hast?

24.01.2021 19:48 • #90



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