Zitat von Resignierte: Es gab diesbezüglich aber leider sehr schnell immer wieder Reibereien, weil es ihm nicht schnell genug ging.
Red Flag Nr. 1.
Zitat von Resignierte: Ich fühlte mich dadurch unter Druck gesetzt, was ich ihm auch mitteilte aber gefühlt, hat dies sein Drängeln nur verschlimmert.
Red Flag Nr 2.
Warum hast Du dem Drängen weiter nachgegeben?
Was hat Dich davon abgehalten, hier gleich die Notbremse zu ziehen?
Zitat von Resignierte: ob ich nicht einfach seine Freundin auf Probe sein wolle
Interessanter Schachzug - er kriegt, was er will und notfalls werden die Bewährungsauflagen widerrufen.
Zitat von Resignierte: Er reagierte leider oft genervt, eingeschnappt und trotzig und meldete sich dann nicht mehr, woraufhin ich immer die jenige war, die wieder auf ihn zu ging.
Push-und-Pull sowie künstliche Verknappung - und es hat offensichtlich funktioniert.
Zitat von Resignierte: Nach einem erneuten Streit, weil es ihm nicht schnell genug ging und er irgendwie immer alles persönlich zu nehmen schien, er hatte oft den Eindruck, er mache alles falsch, was aber überhaupt nicht so war, und warf mir dies vor, fuhr er zu sich
Kritikunfähigkeit und Schuldumkehr.
Zitat von Resignierte: hatte er an diesem Abend Kontakt zu seiner Ex aufgenommen und sich so richtig schön über mich ausgelassen.
Wenn es nicht nach seiner Nase geht, muss man ja schließlich mal irgendwo Dampf ablassen. Und in solchen Situationen zahlt es sich aus, bestimmte Nummern nicht direkt aus dem Handy gelöscht zu haben.
Zitat von Resignierte: Über diese Ex hatte er zuvor sehr schlecht gesprochen, wie eigentlich über Jede, weshalb ich mich total verarscht fühlte und sagte, dann sei das Kennenlernen hiermit erledigt.
In seiner Welt ist das total in Ordnung. Die Frauen haben ihn schließlich alle zutiefst enttäuscht und gekränkt.
Zitat von Resignierte: Mein Vorsichtsmodus wurde dadurch leider sehr verstärkt. Ich war sehr misstrauisch und fragte mich, was ich ihm überhaupt glauben kann.
Auch hier wäre ein guter Zeitpunkt gewesen, die Sache zu beenden.
Zitat von Resignierte: Er sagte nämlich, er würde es nicht wollen, das in einer Beziehung Kontakt zu einem Ex besteht, mit dem man nicht durch Kinder oä in irgendeiner Weise verbunden ist. Er tat es aber.
Regeln gelten nur für alle anderen - nicht für ihn.
Zitat von Resignierte: Man fing sich dann doch noch einmal, er hatte sich entschuldigt und sich sehr bemüht und rücksichtsvoll verhalten, sodass ich meinerseits aus meinem Vorsichtsmodus langsam heraus kommen konnte und ich mich mehr auf ihn einlassen konnte.
Strategiewechsel, nachdem die Beute schon fast entwischt wäre.
Zitat von Resignierte: Er würde eben nicht sehen, was zu tun sei und ich müsse ihm das schon sagen.
Sagte ich ihm etwas oder wies ich ihn darauf hin, fühlte er sich herumkommandiert und "er würde ja eh alles falsch machen".
Good old Schuldumkehr.
Zitat von Resignierte: Irgendwann kamen Beschwerden über den Secks, es würde zu wenig von mir kommen, sei zu unspontan, etc.
Tatsächlich war aber ich fast ausschließlich der aktive Part.
Dann hieß es wieder, er hätte einfach an irgendwas herummeckern müssen, weil er das Gefühl hat, er mache alles falsch und es tue ihm leid.
Diese Kumulation von Drama ist schon sehr auffällig bis hierher.
Zitat von Resignierte: Ich war der Meinung, wir hätten alles so weit geklärt. Das Wochenende darauf zog er es aber vor Trinken zu gehen, anstatt sich nach zweiwöchiger Trennung und Streiterei zu sehen. Dies machte mich doch sehr traurig.
Ganz klare Demonstration: Er macht die Regeln, nicht Du!
Zitat von Resignierte: Ich hatte an diesem Abend ein sehr ungutes Gefühl und es folgte eine Woche mit vielen kurzfristigen Absagen unter komischen Vorwänden seinerseits. Mal sah man sich, dann kurzfristig wieder nicht, dann wieder und Ende der Woche erhielt ich eine Nachricht "Es wäre ihm, glaube er, egal wenn ich jemanden kennenlernen würde. Er sei sich seiner Gefühle auch nicht mehr sicher und er denke, es wäre besser, wenn man es lässt"
Auch das hätte schon hinlänglich gereicht, diesen Menschen endgültig in die Wüste zu schicken.
Zitat von Resignierte: 3 Tage später schrieb er mir, dass er mich vermisse und ihm bewusst geworden wäre, dass er einen Fehler macht. Er im Moment mit sich selbst nicht klar kommt und auf Arbeit massiv Stress hätte.
Stichwort Anhovern.
Zitat von Resignierte: Es folgten 3 Monate in denen ich irgendwie versuchte das Vertrauen zurück zu bekommen aber in meinem Kopf spukten viele Fragen auf Ungereimtheiten umher und immer wieder kam eine neue Lüge bzgl des Treffens mit dieser Frau heraus.
Plötzlich war es nicht nur ein Treffen, sondern vier, er hatte mir abgesagt um sich mit ihr zu treffen. Etc etc.
Er war nicht von Anfang an ehrlich zu mir gewesen und das hat mir einen ordentlichen Dämpfer versetzt.
Tja - Salami-Taktik mit der Wahrheit und nur das zugeben, was gerade mal nicht mehr unter den Teppich gekehrt werden kann.
Zitat von Resignierte: So bröckelte das Vertrauen nur noch mehr und ich zweifelte letztlich alles an, was gesagt wurde. Er reagierte zunehmend genervt und abfällig auf meine wiederholten Fragen. Gleichzeitig wurde ich unausstehlich, weil ich permanent unter Strom stand und gereizt war.
Die zwangsläufige Folge, wenn es massive Vertrauensprobleme gibt. Warum muss frau sich das weiter antun bzw. bieten lassen? Ich bewundere langsam wirklich Deine Leidensfähigkeit. Oder steckt da auch ein System dahinter?
Zitat von Resignierte: Gestern entfachte wieder ein Gespräch über sein Fremdgehen. Er sagte nämlich ua in Streits, ich sei ja selber schuld daran und sie wäre eben nicht so zögerlich etc gewesen, wie ich es am Anfang gewesen sein. Diese Aussagen taten ihm im Nachhinein wieder leid.
Da haben wir es wieder: Sie hat sich eben genauso verhalten, wie er das gerne gehabt hätte.
Dazu nochmal ordentlich Schuldumkehr.
Zitat von Resignierte: Ich habe einfach überreagiert. Seine Reaktion war "ok, daran kann ich nichts ändern. Ich hole heute meine Sachen. Das wars"
Du hast nicht überreagiert, sondern das was der buchstäblich letzte Tropfen. Natürlich muss er es noch so hindrehen, dass Du wieder einmal den schwarzen Peter hast. So mit Gesichtsverlust kann man ja schließlich nicht aus der Sache raus.
Fassen wir nochmal zusammen:
Wir sehen wir das typische On-Off-Muster mit einem narzisstischen Partner und einer Partnerin, die immer wieder ihre Zweifel und Befürchtungen relativiert und sich permanent auf ihren Grenzen herumtrampeln lässt.
Daraus ergeben sich wiederum zwei Fragen:
1. Warum gerade dieser Mann?
2. Warum diese enorme Leidensfähigkeit, der Verlust von Selbstachtung, die Unfähigkeit an den passenden Stellen einfach einen Schlussstrich zu ziehen?
@Scheol hat es eigentlich schon sehr gut auf den Punkt gebracht.
Mehr kann ich dazu auch nicht mehr sagen.
Nochmal mit diesem Menschen Kontakt aufzunehmen würde bedeuten, sich nochmal die Gabel ins Knie zu rammen und zweimal umzudrehen. Willst Du das?