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Trennung nach jahrelangem Streit - Aber das Gewissen

Islantilla
Zitat von Zerknirschter:
mich zu fragen ob ich Ihr helfe ein neues Auto zu kaufen...

.... was du aber hoffentlich nicht machen wirst ? 🤨

#106


Z
Jein, ich habe sie ein wenig beraten und dann auf die Kinder aufgepasst damit sie es in Ruhe anschauen kann.

Ansonsten versucht Sie auch immer wieder mich einzubauen, du kannst ja auch mal ein Regal aufhängen für deine Kinder oder so. Ich habe ihr dann einen guten Akkuschrauber empfohlen 😆

Ansonsten wirds konkret, sie hat das Haus genommen und möchte zum 15.3. dort einziehen. D.h. in ca 30 Tagen bin ich sie los. Sie packt gerade schon allerhand Zeug ein das sie im Alltag nicht braucht. die Wohnung wird langsam leerer. Das wird dann nochmal sehr komisch wenn alles verschwunden ist, das Dekozeug und diverse Bilder fehlen..

Sie hat mir nochmal erklärt warum sie so schnell auszieht. Sie mein Ihr "Reptiliengehirn" steht gerade auf Flucht, auch aufgrund der Erfahrungen in Ihrer Kindheit. Es würde sich lebensbedrohlich anfühlen obwohl sie ja eigentlich weiß das es nicht so ist. Sie braucht Abstand um sich zu beruhigen.
Und sie macht mich aber trotzdem dafür verantwortlich, weil ich ja nicht ausgezogen bin. Ja, wäre ich vielleicht sogar, aber nicht Hals über Kopf in die nächst möglichste Bude.

Nun ja, das ist so eine Eigenart von Ihr die mir seit Anfang an aufstößt. Sie flüchtet immer nach vorne, überlegt nicht lange und macht dann den 2. Schritt vor dem 1. Ich hingegen versuche erst alles zu Ende zu durchdenken, bevor ich den ersten Schritt mache (ist auch nicht immer gut..) Ich bin froh wenn mein Leben nicht mehr ständig durch ihr durcheinander bestimmt ist.

Meine RA bereitet gerade die Trennungsvereinbarung vor, die werden wir dann zeitnah unterschreiben. (Sie braucht ja jetzt die Kohle für das Haus!) Dann sind wir zu Ende Januar schon mal finanziell getrennt. Dann gehts "nur" noch um Unterhalt.

x 3 #107


A


Trennung nach jahrelangem Streit - Aber das Gewissen

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Z
Puh, die Stimmung geht hier grade runter in den Keller.
Gestern morgen waren wir beide im Bad. Ich putze mir gerade die Zähne, sie will mit den Kinder los, holt noch schnell etwas aus dem Regal. Sie hat dann ein Körbchen runtergeworfen mit lauter Kleinteilen drin. Ich bin etwas zur Seite gegangen damit sie es besser aufheben kann. 2 Minuten später, die Kinder sitzen im Auto, kommt sie extra nochmal zurück um mich anzupflaumen, warum ich nicht mal helfe wenn ihr etwas runterfällt. So könnte man ja keine freundschaftliche Basis finden, die für die möglichst angenehme Elternschaft nötig wäre. Ich würde alles dafür tun dass sie möglichst schnell weg möchte.

Heute ging es weiter, alles hatte sich ein wenig beruhigt. Ich frage was denn mit der Kühltruhe ist, die benötige ich nicht. Sie antwortet: "Die kannst du mir gerne bringen". Ich darauf: "Du meinst wohl, die kannst du dir gerne holen!" Da war es dann schon wieder vorbei...
Kurz darauf kommt dann:
Zitat:
Natürlich brauchst du keinen Finger für unseren Umzug krümmen 🤮 ich kümmere mich auch noch um die Truhe. Du brauchst mich dann bitte auch nie mehr um Hilfe bitten. Künftige Planschangebote von $Kind2 u.a. werde ich ablehnen und ihr keine Hoffnung machen. jemand dem ich den Umzug erspare und der mich alles alleine machen lässt wird sicher keine Planschangebote, Hausführungen oder sonst was kriegen. Der Bereich bleibt dann unvergiftet und friedlich. Versauer doch in deinen Nörgeleien, deiner Selbstgerechtigkeit, deiner Unschuld. Du wirst mich nicht brechen, egal was du mir zumutest.


Die ist sowas von durch... Ich habe das Gefühl, Ihre Psyche schiesst sich voll auf mich ein und es wird grade jedes Haar in der Suppe gesucht, nur um Streit anzufangen.

x 2 #108


Lukrethia
@Zerknirschter es geht jetzt ans Eingemachte, insofern als dass die Realität jetzt langsam bei ihr durchsickert. Deswegen steht sie nun unter Strom. Lange Zeit hat sich ja nichts geändert und es wird nun einiges an Druck auf ihr lasten, weil ihr sicher bewusst ist, dass ihre größte Stütze bald wegbrechen wird. Da konnte sie jetzt noch eine zeitlang im Verdrängungsmodus leben.

Sie wird bald erkennen, was du alles gemacht hast, und wenn sie von anderen wenig Unterstützung erhält, ist das natürlich eine bittere Erkenntnis, wenn man plötzlich ganz alleine da steht.

Solche Ausbrüche wirst du nun noch öfter erleben, weil ihr die Kontrolle über dich entglitten ist. Aber du machst das eh gut - lass dich nicht auf Kompromisse ein. Sie muss sich um ihre Belange kümmern und du dich um deine. Dazu gehört, dass sie die Regale in ihrem Haus selbst aufhängen muss oder sie muss sich jemanden organisieren, der das für sie macht.

Die Sache im Bad hätte man natürlich auf 10 andere Arten auch lösen können. Du hättest ihr natürlich helfen können beim Aufheben, andersrum hätte sie auch einfach um deine Hilfe bitten können. Aber das kann sie vermutlich schlecht, sie kann anweisen, aber nicht bitten.

Und danach das große Drama... kommt mir alles sehr bekannt vor 😉. Lass dich nicht beirren, sie ist gekränkt und auch verletzt. Das gibt ihr natürlich nicht das Recht, sich daneben zu benehmen, aber es ist eine Erklärung und es ist einfach ihr Muster, aus dem sie nicht ausbrechen kann.

#109


Mayla
@Zerknirschter Wenn der Traum von der "heilen" Familie endgültig zerplatzt, ist das nicht gerade ein Grund, um sich zu freuen. Außerdem liegt vor euch ja auch erst einmal ein anstrengender Weg bis zur endgültigen Scheidung. Wie sagt man es den Kindern? Wie teilt man sich das Sorgerecht auf? Wie regelt man die Finanzen? Wie geht es weiter?
Das sind Fragen, die alle noch offen sind. Es wäre seltsam, wenn du angesichts dieser Herausforderungen frohlocken würdest. Außerdem liegt ja auch eine unendlich anstrengende Beziehung hinter dir. Du bist demoralisiert und zermürbt und musst erst einmal wieder in deine Kraft kommen.
Aber die Trennung ist definitiv das Richtige. Ständiger, lauter Streit, der unter die Gürtellinie geht, ist absolut verstörend für Kinder.

x 1 #110


Stella31
Zitat von Zerknirschter:
Die ist sowas von durch... Ich habe das Gefühl, Ihre Psyche schiesst sich voll auf mich ein und es wird grade jedes Haar in der Suppe gesucht, nur um Streit anzufangen.

Und ich habe das Gefühl, dass du nichts, aber auch gar nichts tust, um Streit zu verhindern.
Dein Verhalten finde ich mindestens genauso daneben wie ihres.
Wo ist das Problem, wenn du genau neben ihr stehst, mal eben zu helfen, den Kleinschrei.ß wieder einzuräumen?
Weshalb musst du sie provozieren?
Ich finde die Aussage von ihr, bringt mir den Kühlschrank, auch nicht gut.
Aber du hättest bessere Möglichkeiten gehabt, ihr zu vermitteln, dass du jetzt nicht automatisch dafür zuständig bist, ihr Dinge vorbeizubringen.

Diplomatie hilft dauerhaft viel weiter als Provokation.
Der Spruch :
F.uck your Ego!
ist immer noch sinnvoll nach Trennungen mit Kindern.

x 1 #111


Mayla
@Zerknirschter Sehr gut, dass sie auszieht! Habt ihr schon einen Plan, wie ihr es mit dem Sorgerecht gestalten wollt?

#112


D
@Stella31

es fängt schon einmal damit an das wenn ich in Trennung lebe nicht einfach ins Bad gehe, wenn Ex drinnen ist

#113


Z
@Stella31 Ich werde halt auch gerne gefragt. Im vorrauseilendem Gehorsam helfen... hat sie die letzten Jahre genug gehabt. Warum fragt sie nicht einfach: Du ich habe es gerade eilig, hilfst du mir oder kannst du das für mich machen?
Oder, ja, wäre toll wenn du mir hilfst die Truhe zu transportieren.Aber nicht so von oben herab. Das kann ich nicht mehr ab.

x 2 #114


Mayla
@Stella31 Wenn man schon einmal in einer destruktiven Beziehung gelebt hat, versteht man sehr gut, warum man sich in Alltagssituationen passiv verhält.
Du lebst seit Jahren mit einem Partner zusammen, der keine Situation auslässt, um dir auf 1000 Arten zu sagen, dass du ein Versager und Nichtsnutz bist. Ich garantiere dir, dass die Frau den user genauso angeschnauzt hätte, wenn er ihr im Bad geholfen hätte. Dann hätte sie moniert, dass er alles falsch einräumt und tollpatschig ist. "Geh weg, alleine mach ich es schneller. Du kriegst es nicht einmal hin ein paar Kleinigkeiten vom Bad aufzuheben!"
Wenn man solche Situationen mehrfach erlebt, ist man bei den kleinsten Situationen des Alltags einfach nur noch verunsichert und blockiert. In einer gesunden Partnerschaft kommt es gar nicht zu solchen Situationen. Wäre mir etwas im Bad runtergefallen und ich würde Hilfe brauchen, würde ich meinen Partner freundlich bitten und ihn nicht beschimpfen und kleinmachen.
Ich freue mich für den user, dass diese unerträgliche Lebenssituation nun ein Ende hat und hoffe, dass die Partnerin zu ihren Kindern netter ist.

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Lukrethia
Zitat von Mayla:
@Stella31 Wenn man schon einmal in einer destruktiven Beziehung gelebt hat, versteht man sehr gut, warum man sich in Alltagssituationen passiv ...

Ich seh das so wie du.

Das Problem ist einfach, dass sich über Jahre eine sehr ungesunde Dynamik entwickelt hat. Und man kann das sehr oft nur durch ganz harte Abgrenzung durchbrechen. Man hat nach jahrelangen Konflikten einfach keine Lust mehr auf Diplomatie und Nachgiebigkeit.

Ich sehe den TE jetzt nicht als jemanden, der ihr Böses will. Er zahlt (ohne Diskussionen), er antwortet nicht hämisch oder beleidigend und er hat sich gerade die Zähne geputzt als ihr die Kleinteile runtergefallen sind. Ein guter Grund vielleicht, um gerade speziell in der Situation nicht zu helfen. Ich sehe in dem Beispiel auch keine konkrete Provokation.

Streit mit kontrollierenden und zwanghaften Menschen ist unvermeidbar, wenn man nicht nach ihrer Pfeife tanzt. Es führt schlicht kein Weg dran vorbei, und nach den Beschreibungen des TE klingt es schon so, als ob seine Frau Probleme damit hätte.

Ich finde es gut, dass er sich klar abgrenzt, auch in Anbetracht der Tatsache, dass er selber mit gesundheitlichen Problemen kämpft oder gekämpft hat.

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