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Trennung nach jahrelangem Streit - Aber das Gewissen
Ich glaube schon dass sie irgendeine Art von Depression o. ä. hat.
schau, wenn ich 8 Jahre lang nur Kinder und Haushalt etc um mich herum hätte, würde ich wahrscheinlich auch depressiv werden, aber das ist doch nicht der Punkt.
Ihr habt es beide nicht hinbekommen Eure Kommunikation auf eine erwachsene Ebene zu heben, jetzt seid ihr getrennt und jeder muß nun erst mal wieder zu sich selbst finden und dann eben das eigene Leben (und dazu gehört ja auch die Gesundheit) auf die Ketten bekommen.
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x 9#46
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Mia83333 Mitglied
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Zitat von Zerknirschter:
Sie war nach der Arbeit schon immer ziemlich k.o. Am besten erstmal nur Hallo gesagt wenn sie heim kam und nach ner Stunde mal vorsichtig ...
Manche Menschen brauchen nach der arbeit eine Stunde um mehr um runter zu kommen. Mein exmann ist auch so ein Exemplar. Wenn du da so anders bist was ok ist, dann passt es vielleicht einfach nicht.
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#47
A
Trennung nach jahrelangem Streit - Aber das Gewissen
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Zerknirschter Mitglied
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Zitat von Wollie:
ich werf jetzt mal was in die Diskussion rein, weil ich dies immer wieder in meinem berufl. Alltag erlebt habe bzw. erlebe. Und zwar, dass deine EF mit der Behinderung des Kindes nicht klar kommt, sich vielleicht unbewusst die Schuld daran gibt und deshalb diese starken negativen Gefühle im Außen auslebt. Und du als ...
Das kann gut sein, ich habe ja auch lange gegrübelt und damit gekämpft. Warum, wieso. Das war auch Bestandteil Ihrer Therapie vor 2 Jahren. So ganz im Detail hat sie aber nicht davon erzählt. Ich habe auch nicht nachgebohrt.
@Sonnenschein85 Aktuell macht sie keine Therapie
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x 2#48
Wollie Mitglied
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Zitat von Zerknirschter:
Warum, wieso.
oje....diese Fragen kenne ich zu gut....aber du wirst darauf leider nie eine Antwort bekommen. Jedenfalls keine, mit welcher du zufrieden wärst. Aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass deine EF dies nie richtig verarbeitet hat.
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x 2#49
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Zerknirschter Mitglied
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Zitat von Wollie:
oje....diese Fragen kenne ich zu gut....aber du wirst darauf leider nie eine Antwort bekommen. Jedenfalls keine, mit welcher du zufrieden wärst. ...
Medizinisch hat man keinen Grund für die Geburt festlegen können. Hätten wir als Eltern was besser machen können. Vielleicht schneller ins KH. Hätte es was geändert? Man weiss es nicht. Ich habe es soweit verarbeitet, man kann es nicht mehr ändern. Nur das beste draus machen. Er ist übrigens ein fröhliches Kind.
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x 3#50
Spike15 Mitglied
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Hey.
Ich kann sehr gut nachvollziehen was du durchgemacht haben musst. Ich wünsche dir viel Kraft für deine momentane Lage
Bei uns war es teilweise genau so wie bei dir. Ich habe deine Geschichte gelesen und gedacht ich lese ein bisschen was von meiner. Nur das bei mir es meine Frau beendet hat nach dem sie einen Seitensprung hatte.
Kannst gerne in meinem Thema mal nachlesen wie es mir ergangen ist. Vielleicht erkennst du ja auch teilweise parallelen von dir wieder.
Mit Kindern mit Handicap ist es schon immer sehr viel nervenaufreibender als mit Kindern bei denen alles passt.
Viele Arztbesuch unterm jahr, wo andere nur die u Untersuchungen mitnehmen. Wir hatten mit unserem großen, der ist jetzt 8, 6 Jahre lang Frühförderung. Von seinem zweiten Lebensjahr bis er jetzt mit 8 in die Schule gekommen ist hatten wir jede Woche 4 Therapien. Und auch wie bei dir neben zu noch einen Hausumbau über 7 Jahre hinweg.
Da verliert man sich leider so schnell aus den Augen......
Und wenn dann nur einer bereit ist an der Beziehung zu arbeiten, ist es oft sehr schwer wieder die Kurve zu bekommen.
Wenn ich mir deine Geschichte durchlesen, denk ich mir du hast alles richtig gemacht und es zu deinem Schutz beendet.
Gleichzeitig hilft es mir auch wahnsinnig weiter. Weil ich mich in deiner Geschichte wieder erkenne. Und von außen betrachtet ich bei dir sage, die Trennung ist gut so, er wird es schon merken wenn die Zeit dafür ist. Meine eigene aber noch immer nicht so richtig akzeptieren kann. Aber von außen betrachtet es das selbe ist 🙈
Um eine räumliche Trennung werdet ihr glaub ich fast nicht herum kommen. Ich hatte auch erst die Idee mit einer Eltern WG.
Ab seit der Trennung kracht es bei uns so oft. Und das geht auf Dauer einfach nicht.
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x 6#51
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Zerknirschter Mitglied
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@Spike15 Oh je, ja das liest sich in Teilen echt ziemlich ähnlich. Ich habe "nur" 5 Jahre am Haus gebaut, im Sommer mehr Handwerker, im Winter dann mehr im Büro gehockt und gearbeitet. Aber ich kenne jetzt jede Schraube, Rohrleitung, Steckdose etc. mit Vornamen. Das jetzt an die Ex herzugeben (die zwar auch ca 10-15% mitgearbeitet hat) würde mir irgendwie schwer fallen. Allerdings wäre es auch ein Abschied von viel Ärger und Kopfzerbrechen sowie ein Neustart. Auf Gendefekte wurde bei unserem Sohn auch getestet, aber alles negativ. Evtl. war es eine Infektion während der Schwangerschaft und dann die Folgen der Frühgeburt? Man kann nur Vermutungen anstellen.
Im Moment ist es irgendwie Eltern-WG. Einer zieht sich zurück,der andere nimmt die Kinder. Wobei ich jetzt ein paar Stunden mitgeholfen habe, da der große sich was am Magen eingefangen hatte. (Ich bin aber froh dass ich die letzten 2 Tage nicht zuständig war 😇 ) Im Moment ist die Stimmung freundlicher. Abgesehen von dem Moment in dem sie mir heute mitgeteilt hat dass der Anwalt den Trennungsunterhalt berechnet hat, mir eine Summe durchs Telefon genannt hat. Ich solle jetzt zustimmen sonst würde der eine andere Berechnung machen und es noch teurer. WTF! Ich bin nicht drauf eingegangen, ohne mit meiner Anwältin zu sprechen, die hat leider erst in 10 Tagen Zeit.
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#52
Sonnenschein85 Mentorin
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Zitat von Zerknirschter:
@Spike15 Oh je, ja das liest sich in Teilen echt ziemlich ähnlich. Ich habe "nur" 5 Jahre am Haus gebaut, im Sommer mehr Handwerker, im ...
Da würde ich mich auch anwaltlich beraten lassen bevor du irgendwelchen Summen zustimmst.
Ansich gut, dass die Atmosphäre etwas entspannter ist. Aber auf der Paarebene scheint ihr euch wirklich verloren zu haben. Was aber ja nicht heißt das ihr als Eltern für die Kids nicht weiter gut zusammen funktionieren könnt. Das eine schließt das andere nicht aus.
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x 2#53
Hola15 Mitglied
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Hallo @Zerknirschter
Ich lese in deinen Texten, dass dir Anerkennung sehr wichtig ist. Die Anerkennung was du leistest und du beschriebst es auch als Wunsch an eine neue Partnerin.
Das ist ja per se menschlich.
Auf der anderen Seite lese ich ausschließliche Abwertung, über, die von dir nur als minder eingestufte, Leistung deiner Noch-Frau und einen massiven Kampf um die Frage „Wer mehr leistet“.
Das mag dem momentanen Zustand geschuldet sein, doch beschleicht mich das Gefühl, dass du deiner Frau auch vorher keine Anerkennung für ihre Leistung zukommen ließt?!
Weil, du schriebst ja, du hättest es dir (allein) erarbeitet… aber gleichzeitig verwehrtest du deiner Frau Ablenkung, Anerkennung, Entlohnung und Rentenpunkte in bezahlter Arbeit mit Eintritt des jüngsten Kindes in den KiGa, mit dem Argument, sonst bliebe Arbeit an dir hängen.
Na was denn nun? Hielt sie dir den Rücken frei um das Einkommen zu erzielen und wolltest du auch genau das, weshalb du ihr einen Job verwehrtest, oder doch nicht?
Wenn sie nicht (monetär entlohnt) arbeiten „darf“, weshalb wird so getan als sei sie faul? Was soll sie denn dann machen den ganzen Tag? Du schreibst du würdest gelegentlich abends den Geschirrspüler machen… hmm, wenn das alles ist, hält sie dir ja wirklich komplett den Rücken frei.
Mit dem Ergebnis, zusätzlich zur Unfreiheit und fehlenden Anerkennung, auch noch vorgehalten zu bekommen du wärst der Einzige der etwas macht und mit wirtschaftlicher Potenz. Da würde ich auch schlecht drauf kommen, ehrlich gesagt.
(Kommt dann noch dazu, dass da ein Kind ist, das vermutlich nie seinen eigenen Weg geht und bis zum eigenen Sterbebett betreut werden muss, würde es meine Laune, trotz der Liebe zu ihm, auch nicht unbedingt steigern.)
Will sagen, vielleicht ist sie ja der Drachen als den du sie empfindest. Aber ich finde deine Sicht auch sehr einseitig.
Die Trennung wird nichtsdestotrotz richtig sein.
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x 8#54
Stella31 Mitglied
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Zitat von Hola15:
Mit dem Ergebnis, zusätzlich zur Unfreiheit und fehlenden Anerkennung, auch noch vorgehalten zu bekommen du wärst der Einzige der etwas macht und mit wirtschaftlicher Potenz.
💯🎯
Ich hab auch schon gedacht, dass hier äußerst einseitig nur von den ach so großen Qualen erzählt wird, die die Frau dem TE angetan hat. Da würde ich sehr gerne mal die Sicht der Frau kennen.
Vor allem sagte der TE, sie hätte ja nicht mitarbeiten müssen, weil genug Geld da war Also ist es ein bewusst hergestellter Zustand gewesen, den beide so eingegangen sind.
Und ich sehe hier auch keine Faulheit der Frau, wenn zb hier zu lesen ist, dass sie auch für schulische Veranstaltungen gebacken hat, sie eine bestimmte Vorstellung von Ordnung hatte (Siehe Bettwäschewechsel usw.)
So wie ich das sehe, hat die Frau über Jahre ziemlich wenig Wertschätzung erhalten für ihre Leistungen.(Siehe Mental load)
Und der TE hat wahrscheinlich auch für seine Leistungen zu wenig Anerkennung erhalten.
Also statt Verständnis einfach nur ein Gegeneinander, Geschrei und Gezeter beidseitig!
Kein Wunder, wenn da jetzt nichts mehr zu retten ist.
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x 4#55
Wollie Mitglied
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ja, die beiden führen leider einen jahrelangen Kleinkrieg gegeneinander. Unabhängig, was jetzt genau die Ursache davon ist und wo man gemeinsam die Abfahrt verpasst hat. Aber (und ich bekomme dies ja immer wieder in meinem berufl. Kontext mit) darf man nie vergessen, was die Behinderung und Einschränkung eines Kindes in einer Familie auslöst. Und auch in einer Beziehung. Da kommen ja ganz andere Herausforderungen an eine Paarbeziehung, welche dann leider oft gesprengt wird. Dazu womöglich unbewusst ein schlechtes Gewissen, irgendwie dafür verantwortlich zu sein.Und die Sorge, was wird aus dem Kind, wenn wir irgendwann mal nicht mehr für das Kind sorgen können, auch im Erwachsenenalter. Heimaufnahme ? .....und ich kann mir vorstellen, dass gerade solche Themen auch unbewusst in der EF arbeiten, dazu die latente Überforderung und die Spannungen in der Beziehung. Kein Wunder, dass es da immer wieder eskaliert ist. Hier geht es auch gar nicht um irgendeine Schuldzuweisung. Letztendlich ist das Kind in den Brunnen gefallen und jetzt muss ein Modell gefunden werden, wo alle irgendwie wieder in ein geordnetes Leben kommen.
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x 2#56
Lukrethia Mitglied
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Für mich liest sich das so, als ob deine Frau unter Zwängen leidet. Es ist wahnsinnig schwer, mit solchen Menschen zu leben. Meine Mama ist auch ein Mensch, der zwanghaft ist, und meine Schwestern und ich sind alle mit 18 von zuhause geflohen. Es ist nicht so, dass wir unsere Mutter nicht lieben, aber man kann mit ihr nicht leben, weil sie alles kontrolliert und nicht damit klar kommt, wenn etwas nicht so ist, wie sie es möchte. Dazu kommen ständige Abwertungen, wenn jemand es nicht so macht, wie sie es wünscht. Auf der Liste für den Kuchen wäre sie auch ganz oben und wäre gleichzeitig auch damit überfordert, was sie dann an allen anderen auslässt. Bevorzugt am Partner und nicht an den Kindern, aber die kriegen das natürlich mit. Und ja, das Bett muss heute überzogen werden, nicht weil es schmutzig ist, sondern weil heute der Tag X ist. Es ist egal, ob diese Leute nebenher arbeiten oder nicht, sie werden ihren eigenen überhöhten Ansprüchen nicht gerecht, weil niemand so ein Pensum schaffen kann, und damit wird ihnen jemand anderer sowieso nicht gerecht. Kinder haben noch Welpenschutz, Erwachsene nicht. Man kann solchen Menschen auch schwer helfen, wenn sie ihr Problem nicht in einer Therapie behandeln lassen. Eine Therapie brauchen sie aber nach eigenem Empfinden nicht, weil sie es normal finden, dass eben immer alles sauber und ordentlich ist, dass man überall anderswo aushilft und ihr eigener Plan unumstößlich der beste ist. Wenn man einen anderen Plan oder eine andere Arbeitsweise hat, wird das als große Kränkung gesehen. Diese Menschen leben in ständiger Überforderung, die sie aber selbst verursachen.
Da gibt es ein Schreikonzert, weil man das falsche Päckchen Nudeln gekauft hat. Weil die Sauce um 3 Sekunden länger mit dem Schneebesen geschlagen wurde als gewünscht oder weil man den leeren Kaffeebecher vom Frühstück 2 min am Tisch stehen hat lassen.
Es bleibt einfach nur die Trennung, wenn man gesund bleiben will, so bitter das ist. Deine Frau bräuchte wahrscheinlich dringend Hilfe, weil sie nicht nur überfordert klingt nach deinen Beschreibungen, sondern für mich liest sich das schon krankhaft.
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x 5#57
mokka_23 Mitglied
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@Hola15 Du sprichst da sehr wichtige Punkte an. Oftmals geht vergessen, dass bei Menschen, die sich "nur" um das Zuhause kümmern und keiner Erwerbsarbeit nachgehen, die Anerkennung fehlt, also positive Feedbacks, die das eigene Selbstbild bestärken. Das kann über die Zeit vor allem in Kombination mit einer grossen emotionalen Belastung zu Depressionen führen und zur Entfremdung innerhalb einer Beziehung.
man kann mit ihr nicht leben, weil sie alles kontrolliert und nicht damit klar kommt, wenn etwas nicht so ist, wie sie es möchte. Dazu kommen ständige Abwertungen, wenn jemand es nicht so macht, wie sie es wünscht. Auf der Liste für den Kuchen wäre sie auch ganz oben und wäre gleichzeitig auch damit überfordert, was sie dann an allen anderen auslässt. Bevorzugt am Partner und nicht an den Kindern, aber die kriegen das natürlich mit.
Da stimme ich dir voll und ganz zu. Ich hoffe, ich werde es bei mir auch spüren, welche Belastung da Abfällt.
Ich hätte mit meiner NF gerne die Zukunft die wir uns einmal vorgestellt haben. Aber es hat sich bei uns auch so entwickelt wie oben beschrieben, und ich hab mich natürlich als braver ja Sager völlig aufgearbeitet.
Ich kann dir nur wirklich empfehlen, denk über eine räumliche Trennung nach. Denn nur einfach kein paar mehr sein, aber noch zusammen wohnen, ändert nichts an der Dynamik. Ich merke es selber. Wir sind seit Ende November getrennt, trotzdem wird immer noch von mir erwartet dies oder jenes noch so zu machen wie sie es gerne hätte. Sag ich mittlerweile nein, gibt es immer Streit.
Das ganze durchbrichst du nur durch räumlichen Abstand.
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x 1#59
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Zerknirschter Mitglied
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@Hola15 und @Stella31 Ihr habt sicher auch Recht. Ich sehe schon das meine Frau viel geleistet hat und ich will das auch gar nicht kleinreden. Sie ist definitiv die "bessere Mutter" wie ich. Auch so Papierkrieg mit KK und Ämtern etc. das hat sie immer gemacht, so was kann ich nicht ab. Ich bin auch garantiert nicht gut darin Anerkennung zu zeigen. Das ist etwas wo sie voll drauf abfährt, da kann sie nicht genug von bekommen. Da hat sie sich auch oft drüber beschwert, ich bin aber auch nicht so der Typ der eher sachlich als überschwänglich mit Lob umgeht. Im Gegenzug wenn ich stolz erzähle was ich auf Arbeit gemacht habe, kommt auch nur ein "aha" oder "ok". Interessierte Nachfragen etc. kommen fast gar nicht. Fühlt sich für mich meist an als ob es der Wand erzählt habe. Stattdessen habe ich ständig das Gefühl ich müsse mich rechtfertigen dafür dass ich "alleine im Büro meine Ruhe hatte". So hat sie das oft ausgedrückt.
Und das mit dem "nur Geschirrspüler", kann ich nicht so stehen lassen. Ich habe insbesondere in den ersten 5 Jahren als die Kinder klein waren nur Homeoffice gearbeitet. War ständig verfügbar, war monatelang täglich im KH, hab fast jeden Arzttermin mit oder alleine gemacht (der große hatte wirklich viele, auch mehrfach wöchentlich Therapien, wahrscheinlich wie bei @Spike15), ich hab die Kinder tausende Male gewickelt, mit der kleinen ab ca Woche 6 bis 2-3 Jahre die Nächte gemacht, bevor sie im eigenen Zimmer geschlafen hat. Und beide Kinder waren richtig schlechte Schläfer. (Wir hatten uns aufgeteilt, sie beim großen, ich bei der kleinen) Von Schlafmangel kann ich daher genauso ein Lied singen wie sie. Es gibt nur eine Sache die ich konsequent verweigere, das ist Wäsche falten! Da bekomme ich die Krise! Nebenbei habe ich dann gearbeitet so viel wie es ging und bin stolz darauf was ich geschafft habe. Sie muss definitiv nicht arbeiten gehen (das Versprechen wollte Sie übrigens sogar schriftlich haben, dass Sie nicht arbeiten gehen muss sobald wir Kinder haben)
Ich verdiene jetzt ein mehrfaches eines normalen Angestellten. Darauf bin ich natürlich auch stolz. Vielleicht war es verkehrt Ihr den Job auszureden, ich glaube sie wollte es auch damit sie einfach mal eine andere Aufgabe hat als Haus und Kinder. Das hat sie mir jetzt auch schon an den Kopf geworfen, dass sie das nie so wollte. Meine Idee war eigentlich gut gemeint, dass sie die Zeit lieber für sich nutzen solle statt diese an einen Arbeitgeber "zu verkaufen". Wenn ich jetzt mit den Kindern eine 50/50 Regelung vorschlage, will sie das komischerweise aber nicht. Sie hätte das ja jetzt hauptsächlich gemacht, ich würde ihr damit ja quasi den Job wegnehmen. Also immer wie es ihr grade am besten passt.
@Lukrethia Ja, das klingt arg vertraut. Ich glaube deine Mutter ist noch mal eine Extra Hausnummer, aber das passt bei ihr auf jeden Fall auch. Sie sucht sich immer große Aufgaben und scheitert oft daran. Schuld bin dann ich, weil ich sie ja nicht genug unterstützt habe. z.B wollte Sie mal einen riesigen Gemüsegarten anlegen als wir das Haus neu hatten. Der Einwand dass sie doch besser mal klein anfangen soll kam nicht an. Auch waren wir da noch in der krassen Sanierungsphase, hatten also eigentlich genug zu tun. Was war das mal für eine Diskussion weil ich ein Brot nicht geschnitten, sondern am Stück gekauft habe. Auch der Teller der nicht in die Spülmaschine geräumt wird, ist oft ein Thema. Sie hat aber selbst kein Problem 2 Meter Arbeitsplatte mit Geschirr und Töpfen voll zustellen. Immer wie es ihr grade am besten passt. Begründungen dafür findet sie immer.
@Spike15: Ja, ich merke es. Werde auch jetzt immer mal wieder um Gefallen gebeten oder mache irgendwelche Sachen im vorauseilenden Gehorsam nur damit es von Ihr keinen Spruch gibt.
Aktuell will die Dame die Sommerferien als Termin für die räumliche Trennung. Also, Sie fährt mit den Kindern in Urlaub und kehrt dann in Ihr neues Zuhause zurück.