Zitat von MM2712: ich verstehe halt nur nicht, wieso hier jeder mehr Rechte und Zeit auf meine Kinder hat (damit meine ich nicht den Vater) als die EIGENE Mutter.
Servus MM2712,
Ich kann gut verstehen, wie mies sich das anfühlen muß und ja absolut, Dein Ex verhält sich offensichtlich nicht besonders fair.
Jetzt zum ABER: Du argumentierst mit Rechten, Du argumentierst, der andere müsste aber, Du argumentierst aus großer Verletzung heraus.
Wenn Du an diesem Mindset nichts änderst, wirst Du Eure (!) Kinder nur weiter weg treiben.
Auch wenn es hart ist, aber Du musst weg von "aber ich habe ein Recht auf meine Kinder" hin zu einem "so und so gestalte ich zukünftig die Beziehung zu meinen Jungs". Nicht, sagt mir doch mal, was ihr euch vorstellt, hin zu hey, ich (!) habe mir folgendes überlegt.
Fußball wird im Zweifel nicht ewig das wichtigste bleiben, wenn die ersten Mädels am Horizont auftauchen und dann wird es sehr spannend, wenn sie den Vater in seiner Identität in frage stellen.
Für den Moment wirkt es ein bißchen auf mich so, als würdest verschiedene Entwicklungen vermischen. Das Ende der Ehe mit all seiner Trauer und Wut, bedeutet auch einen insgesamten Neuanfang und eine Veränderung des eigenen Selbstverständnisses.
Mit 14 Jahren sind Deine Jungs dabei langsam flügge zu werden und auch das bedeutet, daß sich deine rolle als Mutter verändert. Auch das ist ein schwieriger Prozess, der nicht von allen Frauen gleich schnell und gleich gut gemeistert wird, der aber unausweichlich ist.
Es ist sicher unfassbar frustrierend, daß alles gleichzeitig und jetzt (im Hinblick auf die Jungs) auch so zeitig tun zu müssen, es ist aber auch eine Riesenchance. Du kannst jetzt proaktiv ein neues, erwachseneres Verhältnis zu Deinen Jungs beginnen, welches ganz sicher ganz tolle Früchte tragen wird.
Was ist denn eigentlich mit Dir, wer ist MM2712, wenn sie nicht Mutter oder Ehefrau ist? Was macht Dich aus, was interessiert Dich?
Wo geht es denn für Dich nach dem Umzug hin?
Alles Liebe.