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Trennung von cholerischem Ehemann

Vegetari
Mein Mann hatte früher schlimme heftige cholerische Wutanfälle ,allerdings nicht so häufig wie Dein Mann,vll. 1-2 Mal im Jahr.Es hat mehrere Jahre ,ein Eheausbruch mit Affäre und getrennt wohnen gebraucht. Erst später hat er eine Therapie gemacht ,er hat sich sehr positiv verändert. Zwar kann er heute noch im Streit mal laut werden ,aber das ist kein Vergleich zu früher. Sein Problem war definitiv behandlungsbedürftig ,sowas zerstört die Ehe und Kinder !

05.02.2020 08:42 • x 1 #16


M
Hallo,
zunächst mal denke ich nicht, dass es falsch ist, die Kinder zuhause gelassen zu haben. Der Vati wird schon gut zurechtkommen, da musst Du Dir, denke ich keine Sorgen machen. Du brauchst vermutlich gerade auch etwas Abstand und Ruhe um die Dinge klar sehen zu können.

Ich denke auch dass Streiten hin und wieder normal ist, gerade da ihr ja wohl beide leicht aufbrausend seid. Aber vor den Kindern solltet ihr euch echt zusammenreißen, schade dass dein Partner bisher externe Hilfe verweigert.

Wie sieht es denn mit deinen Gefühlen für ihn aus? Liebst Du ihn noch? Wenn ja, mache ihm irgendwie klar, dass sich etwas ändern muss (Beziehungspause mit räumlicher Trennung, Deadline für Entscheidung zu Therapie/Coaching setzten). Wenn nein, findet einen Weg für eine faire Trennung auf Augenhöhe.

Ich wünsche Euch viel Kraft,
LG Maria

05.02.2020 09:18 • x 1 #17


A


Trennung von cholerischem Ehemann

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N
Huhu.

Also ich finde, solange es halbwegs gesittet zugeht ist es nicht tragisch wenn die Kinder mitbekommen, daß es auch mal Streit gibt.
Wichtig ist, daß ihr ihnen auch vorlebt, daß man sich danach versöhnt und trotzdem lieb habt.
Natürlich alles in gesittetem Rahmen, heisst kein gegenseitig anbruellen und beleidigen. Allein aus Respekt dem Partner gegenüber gibt es für mich da Grenzen. Man muss nicht immer einer Meinung sein, aber persönlich und verletzend zu werden gehört dort einfach nicht hin.

Oft liegt so ein Verhalten verborgen in der Kindheit, das innere Kind wird gegriggert aus Vorfällen in der Kindheit, man bekam es selbst so beigebracht, fühlt sich nicht gehört usw.
Da sollte man vll mal drüber schauen und hinterfragen, wie man sich in solchen Momenten fühlt in denen man es eskalieren lässt.

Ich hätte ähnliche Probleme mit meinem Freund und ja, unser Sohn hat leider Schaden davon getragen inform von Emotionaler Instabilität, was wir jetzt in Schwerstarbeit wieder ausbügeln müssen.

Wir gehen beide in Therapie, da die Verhaltensweisen eigentlich eher bei uns persönlich in der Kindheit liegen. Zudem würde ich euch empfehlen, einen Kurs in Gewaltfreier Kommunikation zu machen oder zu einer Paarberatung zu gehen um zu lernen wie man richtig streitet bzw Konflikte löst.

Um den Druck bei euch etwas raus zu nehmen schaut, ob ihr vll etwas weniger Stunden arbeiten könnt wenn das finanziell geht und vorallem nehmt euch ab und zu eine Betreuung und macht was schönes als Paar, das ist viel wert.

Wie gesagt, ich kenne die Situation, wir befanden uns da auch. Es schien ausweglos aber mittlerweile sind wir auf einem guten Weg.

05.02.2020 09:34 • x 2 #18


H
Danke für all eure Nachrichten. Ich bin heute Morgen um 5:00 Uhr von meinen Eltern nach Hause gegangen weil ich nicht mehr schlafen konnte und meine Kinder auch noch einmal sehen wollte vor der Arbeit da ich auch in der Nacht davor arbeiten war. Ich bin natürlich auch auf meinen Mann getroffen. Er denkt ich mach ein bisschen Gezeter und dann ist es schon wieder gut. Das glaube ich zumindest das hat er nicht gesagt. ohne meine Kinder jetzt länger länger weg zu bleiben kann ich mir nicht vorstellen. Ich habe ihm geschrieben dass ich heute nach Hause kommen will aber wir erst einmal getrennt schlafen. Normalerweise schlafen wir alle zusammen im Familienbett. Ich möchte dass er mich ernst nimmt aber in der praktischen Umsetzung fällt mir dies aktuell schwer wenn man dann doch wieder unter einem Dach in der gewohnten Umgebung zusammen ist. Ich denke das ich ihm das Ultimatum mit der Paartherapie Stelle. auch mein Mann macht sich Gedanken darüber wenn wir vor unserem Sohn streiten. Wir versuchen auch ihm dann zu sagen dass wir uns wieder vertragen haben und fragen ihn ob er über irgendwas sprechen möchte. Ob das hilft habe ich keine Ahnung aber irgendetwas muss man ja tun. Es belastet mich alles sehr und ich fühle mich auch Kraft und hilflos. Danke für euren Input das hilft mir viel.

05.02.2020 14:47 • #19


Kummerkasten007
Zitat von Hellaku:
Normalerweise schlafen wir alle zusammen im Familienbett.


Ist das nicht tödlich für die Paarebene?

05.02.2020 14:52 • x 6 #20


Vegetari
Zitat von Hellaku:
auch mein Mann macht sich Gedanken darüber wenn wir vor unserem Sohn streiten.



Ist ihm bewusst ,wie schlimm er auf andere wirken kann?

Vielleicht ist ihm nur 10-20 % bewusst.

In einer Therapie könnte ihm vieles bewusster werden und dadurch sein Leben radikal besser ändern,dann hätten alle Familienmitglieder was davon.

Hast Du mal gegoogelt ? :
Cholerische oder impulsive Persönlichkeitsstörung

05.02.2020 14:53 • x 1 #21


N
Familienbett auch noch, ohje das war bei uns fast das Todesurteil der Paarbeziehung. Habt ihr überhaupt Zeit für euch oder Rückzugsmöglichkeiten?

Das du dich jetzt in der Form vom Familienleben distanzierst finde ich nicht so gut.
Mit vermeidendem Verhalten wirst du bei jemandem wie deinem Mann nichts erreichen.

Könnt ihr nicht auf erwachsener Ebene miteinander reden statt zu schmollen?
Das was du beschreibst sind genau solche Verhaltensweisen wie wir sie aus der Kindheit mitnehmen obwohl wir als Erwachsene ganz andere Möglichkeiten haben zu reagieren.

Statt mich emotional schmollend ins Schlafzimmer zu verkriechen und tage nicht mit meinem Freund zu reden, oder sich anzuschreien, zu bedrängen und zu eskalieren, überlege ich jetzt zum beispiel erstmal, ob der grund sich wirklich lohnt, eine Diskussion zu beginnen. Wenn ich mich entschließe das mir mein Seelenheil wichtiger ist, atme ich kurz durch und erkläre dann meinem Freund wie es mir gerade geht und was das mit mir macht und wie wir für beide eine Lösung finden können.

Wenn es doch mal streit gibt, nehmen wir uns abends auszeiten und reden bzw entschuldigen uns am nächsten tag.

ich habe aufgehört, machtspiele zu spielen, dafür ist mir einfach meine seelische gesundheit zu wichtig. und meist sind es ja wirklich nur kleinigkeiten, bei denen es eskaliert weil die probleme ganz woanders liegen wie der kindheit, stress oder zuwenig paarzeit.

05.02.2020 15:01 • x 7 #22


H
Das Familienbett finden wir alle gut. Es gibt ja auch andere Betten im Haus...

Ich weiß nicht wie sehr es ihm bewusst ist. Er macht es ja eigentlich nur bei mir. Aber ich lasse es nie unerwähnt

05.02.2020 15:05 • #23


N
Er kann auch einfach unzufrieden sein mit der gesamten Situation.

Ich persönlich finde das Familienbett ganz schlimm, weil ich abends zumindest mein Reich und Bett brauche.
Aber gut, ich habe auch ein sehr lebhaftes Kind.

Trotzdem solltest du einfach versuchen ruhig zu bleiben und anders kommunizieren. So kannst du nämlich ihn reflektieren wie er sich verhält und meistens eskaliert es dann gar nicht so arg.

Es geht bei so Streitereien doch letztlich nur um Macht und Verletzung.

Versucht, sich als Team zu sehen was gemeinsam eine Lösung finden sollte, statt das man sich bekriegt.

05.02.2020 15:10 • x 4 #24


Kummerkasten007
Zitat von Hellaku:
Das Familienbett finden wir alle gut.


Das beantwortet die Frage nach der Paarebene nicht. Es geht auch nicht nur um S., sondern auch darum, dass man sich ganz entspannt am Abend im privaten Bereich mal unterhalten kann. Und nicht warten, dass Kinder einschlafen, oder Kinder in die Zimmer dann bringen oder sich rausschleichen.

05.02.2020 15:29 • x 5 #25


BlueApple
Man darf nie vergessen, dass man neben dem Eltern sein auch noch ein Paar ist. Du bist nicht nur Mutter, sondern auch Ehefrau. Ebenso ist der Vater deiner Kinder auch Ehemann.
Mich hat u.a. die totale Aufopferung damals die Ehe gekostet.

05.02.2020 15:35 • x 2 #26


T
Familienbett finde ich unmöglich.
Aus den Millionen Kindern, die nicht im Familienbett geschlafen haben und die nicht rund um die Uhr gestillt wurden, ist auch eine Persönlichkeit geworden.

Bis vor paar Jahren durften Babys auch noch schreien und wurden alle 4 Stunden gestillt. Nachts, jeh nach Geburtsgewicht mitunter garnicht.

Trotzdem haben die Mütter ihre Kinder geliebt und umsorgt.

Man muss nicht jeden Hype mitmachen.

05.02.2020 15:37 • x 2 #27


BlueApple
Zitat von tina1955:
Familienbett finde ich unmöglich.
Aus den Millionen Kindern, die nicht im Familienbett geschlafen haben und die nicht rund um die Uhr gestillt wurden, ist auch eine Persönlichkeit geworden.

Bis vor paar Jahren durften Babys auch noch schreien und wurden alle 4 Stunden gestillt. Nachts, jeh nach Geburtsgewicht mitunter garnicht.

Trotzdem haben die Mütter ihre Kinder geliebt und umsorgt.

Man muss nicht jeden Hype mitmachen.

Neuster Trend: Helikoptereltern.
Wobei ich dieses der TE nicht unterstellen möchte. Jeder weiß selber was für sich und seine Kinder am besten ist. Vom Schreien lassen halte ich auch nichts. Jedoch darf man so viel Egoismus an den Tag legen und sich Paarzeit nehmen.

05.02.2020 15:39 • x 2 #28


T
Zitat von BlueApple:
Neuster Trend: Helikoptereltern.
Wobei ich dieses der TE nicht unterstellen möchte. Jeder weiß selber was für sich und seine Kinder am besten ist. Vom Schreien lassen halte ich auch nichts. Jedoch darf man so viel Egoismus an den Tag legen und sich Paarzeit nehmen.



Das Babys schreien wurde damals als ganz normal befunden.
Ein paar Nächte schreien lassen, dann schlafen sie durch.
Das wurde bereits auf den Säuglingsstationen praktiziert, wenn die Babys genug Gewicht hatten und gesund waren. Nuckel rein und gut war es. Damals als ich gelernt habe, lagen die Babys noch nicht im Zimmer der Muttis. Da stand die erholsame Nachtruhe der Mutti im Vordergrund.
Es wurde sehr lange praktiziert und hat wohl keinem Baby geschadet.
Erst kurz nach meiner Ausbildung wurde das Rooming In in unserem Krankenhaus eingeführt.


Noch schlimmer sind Rasenmäher-Eltern, die Kinder total überwachen und sie nicht mal stolpern lassen, sie keine Konflikte oder Zank um die Buddelform austragen lassen.

05.02.2020 15:46 • x 1 #29


H
Also für mich ist das kein grundsätzliches Ding sondern eher praktischer Natur weil ich nachts ungerne aufstehe. Weil ich auch bei beiden Kids relativ früh wieder gearbeitet habe. Die Abende verbringen wir meistens im Wohnzimmer. Mein Mann auch häufiger mal vor dem PC. Für Gespräche sind wir oft zu müde. Mein Mann verspürt glaube ich nicht so einen Leidensdruck obwohl er sich von mir auch unverstanden fühlt. So in dieser Form wie es jetzt ist, ist es eigentlich erst seit wir unser Haus haben.

05.02.2020 17:17 • #30


A


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