Zitat von Schnuddel74: und klingt so als würdest du die Hand auf dem gemeinsamen Geldhahn halten
Ich hatte ihr vor einigen Wochen zugesichert, dass ich sie natürlich finanziell in der Übergangszeit unterstütze. Sie ist allerdings nicht weiter drauf eingegangen. Sie hat immer eher gesagt, dass sie das alles alleine schafft.
Sie hat dann kurz später den Mietvertrag zum 1.6. unterschrieben und mir erst einige Tage später davon erzählt.
Dass sie das finanziell belastet hat sie vor einigen Tagen gesagt. Ich war ehrlich gesagt überrascht, dass sie offenbar relativ wenig freies Kapital hat.
Ich habe einen deutlich höhren Anteil der finanziellen Last getragen. Alle laufenden Kosten, Einkäufe, Urlaube etc. sind über das Gemeinschaftskonto gelaufen.
Nach meiner Rechnung müsste bei ihr am Ende des Montags ungefähr den gleiche Betrag übrig bleiben, wie bei mir. Und ich kann sparen. Aber ich kann es nicht genau nachvollziehen. Natürlich war ein Gedanke, dass da die letzten Monate viel für Restaurants, Fahrtkosten und Hotels drauf gegangen ist. Aber wahrscheinlich ist das vermessen.
Ich hatte sie gebeten, dass wir nächste Woche über finanzielle Regelungen sprechen und darauf haben wir uns geeingt. Und da ist das auf jeden Fall ein Punkt auf meiner Agenda. Ich habe auch ein interresse daran, dass es ihr gut geht. Weil ich sie mag und weil sie die Mutter meiner Kinder ist. Aber ihr jetzt einfach ungefragt Geld zu zu stecken kommt mir komisch vor.
Aber sie wohnt auch noch hier in diesem Haus. Es gehört ihr weiter zur Hälfte, ich trage die Hauptlast. Es sind jetzt einfach deutlich höhere Kosten die anfallen.
Zitat von Schnuddel74: ich vermute das war für sie eine sehr anstehende Zeit - war dir das beswußt.
Absolut. Und das habe ich hier bereits irgendwo geschrieben. Die Geburt unserer ersten Tochter war für uns beide aber besonders für sie sehr anstrengend und für sie auch ein Stück weit traumatisch.
Kurz danach das Haus und das zweite Kind. Wir haben uns da zu viel vorgenommen. Es ist uns beiden an die Substanz gegangen. Nebenbei hatte sie noch eine Fortbildung gemacht.
Zitat von Schnuddel74: arbeitet Sie (wieder)?
Sie arbeitet 30 Stunden, ich 37. Allerdings hat sie erst ende letzten Jahres erhöht von 27 oder so.
Also ja, sie übernimmt mehr Care-Arbeit und ich bin natürlich bereit das zu kompensieren - und habe es auch in der Vergangenheit getan.
Zitat von Schnuddel74: Und schiebst vor, dass du lieber Zeit mit den Kindern verbringst?
Habe ich nie gesagt. Ich habe gesagt, dass ich viel zu abgelenkt war mit Hausprojekten und unserer Beziehung viel zu wenig Achtung geschenkt habe. Ich habe gesagt, dass ich eine Zeit lang auch die Beziehung zu den Kindern vernachlässigt habe, das aber rechtzeitig selbst realisiert habe. Und ich bin sehr froh, zu denen ein gutes Verhältnis zu haben.
Zitat von Schnuddel74: sie hat eindeutig abgeschlossen
Das merke ich selber. Der Grund, dass ich über Beziehungen etc. in der Zukunft nachdenke ist nicht, dass ich mich danach fühle oder das jetzt aktiv angehen möchte. Aber ich versuche mir einfach selbst eine Perspektive aufzubauen, wie es aussehen könnte. Und ja, Einsamkeit ist etwas, wovor ich mich fürchte. Da ich einfach immer jemanden hatte, der da war und mein soziales Umfeld die letzen Jahre sehr klein geworden ist.
Ich habe Hobbys aber da sind alles so Männersachen.
Und ich plane nicht auf sie zu warten. Aber ich muss sagen, dass ich emotional noch nicht ganz damit abgeschlossen habe, dass es irgendwann nochmal was werden könnte. Auch wenn ich rational weiß, dass es sehr unwahrscheinlich ist und ich es selbst in einigen Monaten wohl nicht mehr wollen würde.
Ich seh einfach all das Gute der Vergangenheit und traue uns so viel mehr zu. Und das habe ich ihr auch gesagt.