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Trennung von erster Beziehung nach 16 Jahren

S
@Taja1976
ich verstehe dich auch! Es ist wirklich schön, dass ihre beide es so gut trotz mancher "Tretminen" hinbekommt. Dein Mann hat sofort verstanden, worum es dir ging und hat dein Inneres gesehen und angenommen. Deshalb seine Entschuldigung. Sie war echt.

Hier beim TE gab es keine Entschuldigung seinerseits. Er fängt jetzt erst an auch über seine Anteile zu reflektieren. Auch ihre Angst, dass er fremdgehen könnte, hat er nicht ernst genommen. Es war für sie vor dem Fremdgehen schon nicht mehr gut, weil sie an seiner Liebe insgesamt gezweifelt hat. Und einfach für jemanden nur noch Funktionen zu erfüllen, fühlt sich nicht wirklich gut an. Ja, sie hätte vorher viel mehr das Gespräch suchen müssen und ihre Entscheidung vorher mitteilen sollen. Aber ich finde nicht, dass sie ein schlechter Mensch ist. Auch wenn es nicht richtig war, kann ich ihr Verhalten auch irgendwie verstehen und nachvollziehen. Vielleicht war sie sich sicher, dass der TE sowieso gar nicht mehr in Liebe an ihrer Seite steht. Vielleicht hatte sie trotzdem Angst, das ganze mit Familie und Haus aufzulösen und abzubauen, einen ganzen Lebensentwurf.

x 2 #31


ElGatoRojo
Zitat von Dennis4a1:
Als Auslöser nannte sie, dass ich ihren Brief zum Jahrestag im Vorjahr nicht beantwortet hatte.

Mal was ganz Exotisches als Trennungsgrund. Da siehst du die Wertigkeit deiner Arbeit in ihren Augen, das Haus für sie und eure Kinder auszubauen und zu renovieren.
Zitat von Dennis4a1:
Etwa eine Woche später erfuhr ich, dass sie seit einigen Monaten eine Affäre hat.

Eben das ist der wahre Grund ihrer Zurückhaltung und Trennung. Und ein wenig Verbindlichkeit -- gerade so viel, dass du ihr als Backup zur Verfügung stehst, wenn es mit der neuen Freiheit doch nicht so hinhaut. Den Ratschlag mit dem Anwalt für Familienrecht hat man dir ja bereits gegeben.

x 3 #32


A


Trennung von erster Beziehung nach 16 Jahren

x 3


Liv225
@Dennis4a1

Es tut mir Leid, dass Du das jetzt durchmachten musst.
Ich kann mir Dir fühlen. Ex und ich waren sehr sehr lange zusammen. Er war mein erster und bester Freund. Er hat mich länger betrogen, wollte es erst nicht zugeben, hat mich für dumm verkauft, ich hätte allerdings die Hand für ihn ins Feuer gelegt.
Jede Ehe hat Höhen und Tiefen.
Aber dieses Betrügen… das geht einfach nicht:/ (auch wenn, wie Du hier lesen kannst, es soo viele machen.)
Ohne Gedanken daran, was das für die Familie bedeutet.

Ich finde auch: lass Dich von einem Familienanwalt beraten, schau auf Dich und die Kinder.
Auch dass die bald auszieht. Ich hab meinem Ex damals auch Zeit unter einem Dach gegeben. Das hat mir viel zu viel Kraft abverlangt.

Vielleicht könnt ihr es schaffen, Eltern zu bleiben, Sachen abzusprechen, ohne dass immer Streit herrscht.

Und dann kommt dein Leben 2.0. Dafür musst Du allerdings erst heilen.

x 1 #33


A
@Taja1976 Eine Bekannte von mir hat das so gemacht: „Ich hab zwar keinen anderen, aber ich bleibe lieber mein Leben lang Single, bevor ich mit so einem ignoranten präpotenten Subjekt wie dir auch nur noch einen Tag länger zusammen sein muss.“

Er fiel aus allen Wolken!

Ob es einem damit wirklich besser geht bei der Verarbeitung, als mit einer Affäre, lass ich mal dahingestellt. Er hat dann immer gesagt: „Wenn sie wenigstens einen anderen gehabt hätte, würd es ihm leichter fallen…“

Also Vorsicht mit euren Wünschen…

x 2 #34


Usambara
@Dennis4a1
Mal eine kurze Frage.
Sie wollte das mit dem Haus doch auch oder?
Wolltet ihr es gemeinsam? War es eigentlich nur dein Wunsch und sie hat mehr oder weniger enthusiastisch zugestimmt?

Hat die sich auch an den Sanierungs Renovierungsarbeiten beteiligt?

, Habt ihr zusammen geschaut wie man was am besten macht, wart ihr beide begeistert von der Idee ein Nest für eure Familie zu bauen?

Das schafft meiner Ansicht nach nämlich auch Verbundenheit und wie ist es mit der Wertschätzung durch sie an deiner Arbeit die du da geleistet hast plus Arbeiten gehen und für die Familie da sein?

Ich wünschte ich hätte mal nen Mann getroffen der mir ein Haus baut. Ich wäre da mit dabei hätte ihn unterstützt und wäre stolz und dankbar gewesen.

Es muss einem doch vorher klar sein dass bei so einem Vorhaben beide mal eine Zeitlang die Ar. zusammenkneifen müssen und durch anstrengende Zeiten durchgehen. Um seine Befindlichkeiten kann man sich nebenbei doch auch mal selber kümmern. Die Zeit ist doch absehbar, irgendwann ist das Haus doch fertig und dann kann man wieder mehr Zeit zu zweit haben usw.

Immer wieder diese Geschichten, wir bauen ein Haus haben zwei gesunde Kinder und dann haut einer ab. Es passiert so oft.
Verstehe das nicht.

x 6 #35


A
@Sincerite Es war so ähnlich wie bei dir - er war zwar körperlich irgendwo dauernd da, aber sie war einsamer mit ihm als alleine. Was noch deutlich schlimmer ist.

Dass er ihren Bedürfnissen lange mit absoluter Ignoranz begegnete - und dann aus allen Wolken fiel - ist ja der eigentliche Skandal.

Und dann hat er sich ewig ausgeweint, wie emotionslos sie denn plötzlich sei - und dass es ihm umso schwerer fällt, eben weil sie keinen anderen hat, sondern lieber ewig allein ist - im Zweifel sogar „Kloster ginge“, als noch weiter mit ihm zu sein.

Naja.. Ich bin ehrlich, ich hab sie verstanden.

x 2 #36


Dennis4a1
Zitat von Sincerite:
Das alt hergebrachte Männerding, ich baue ein Haus, ich bringe das Geld, ich repariere alles, das sind tolle Beiträge, aber sie ersetzen nicht die emotionale Verbindung, in der beide den anderen fühlen und erkennen können.

Ich finde, du kannst einen Gang runter schalten. Du unterstellst mir hier viele Dinge, die so nicht stimmen.
Zitat von Sincerite:
Aber hat gar keine Veränderung bei seiner Frau mitbekommen.

Das stimmt nicht. Diese Veränderung habe ich mitbekommen. Ich dachte nur nicht, dass sie unsere Partnerschaft bedrohen. Wir hatten immer mal bessere und schlechtere Phasen. Ich hatte mir vorgenommen wieder mehr Paaraktivitäten zu machen. Das war zB auch mein Weihnachtsgeschenk. Aber als wir das dann im Februar gemacht haben war die Distanz schon so groß, dass es kein schönes Ereignis mehr war.
Und ich habe sie doch auch darauf angesprochen, das sich merke, dass etwas nicht stimmt. Sonst wären wir vermutlich noch immmer "zusammen".
Wir reden seit einer Woche wieder besser als seit einem halben Jahr. Und das ist meinem Einsatz zu verdanken. Er kommt nur leider zu spät.

Sie hat mir nie gesagt, seit wann ihre Affäre läuft aber es muss etwa Ende letzten Jahres angefangen haben. Der Vorwurf, das sich eine Affäre haben kam in dem Gespräch, in dem sie mir das erste mal gesagt hat, dass "sie jemanden kennen gelernt hat". Ich hatte sie davor abends ganz ruig gebeten mit mir zu sprechen und irgendwann gesagt, dass ich nicht verstehe, weshalb wir darüber nicht sprechen.
Sie ist dann in den Gegenagriff gegangen:
Zitat von Igelfisch:
Achja, wie kommt sie darauf, dass Du eine Affäre hattest?

Ich hatte sie im Januar gebeten eine Nachricht über mein Handy zu schicken, da wir gerade unterwegs waren. Dabei hat sie gesehen, dass ich einen gesperrten Chat habe. Das war für sie Grund genug für die Annahme.
Es war also nicht so, dass sie Dachte ich gehe Fremd und dafür guten Grund hatte. Ich denke eher, dass sie ihr Fremdgehen für sich selbst rechtfertigen wollte.
Der gesperrte Chat war jemand, dem ich Geld für eine Dienstleitung gezahlt habe, die er nie erfüllt hat worüber ich mich lange geägert hatte. Irgendwann wollte ich das Geld einfach abschreiben und mich nicht mehr ägern und habe den Chat gesperrt, damit ich ihn nicht mehr sehen muss. Wie du selber sagt wäre in einer gesunden Beziehung niemals dieser Gedanke aufgekommen. Und sie hat mich auch nie darauf angesprochen.
Zitat von Sincerite:
Hast du ihr das mal gesagt, so richtig aus deinem Herzen?

Ja. Ich habe ihr unter anderem vor 2 Wochen einen 3-Seitigen brief geschrieben. Und es ihr auch persönlich gesagt. Auch klar mit der Aussage, dass ich ihre Entscheidung aktzeptiere. Ich wollte sie damit nicht zurückgewinnen oder überzeugen.

Mir ist bewusst, dass emotionale Resonanz von mir fehlte. Ich bin die ersten Wochen deshalb völlig in Schuldgefühlen versunken. Ich habe meine eigene Kränkung über einen Monat vollkommen unterdrückt. Ich wollte nur, dass diese Affäre einmal ausgesprocen wird um das Gefühl zu haben, über die gleiche Realität zu sprechen. Und ich wollte lange, dass sie es sagt. Wohl damit mein Bild von ihr als ehrliche Frau wieder hergestellt wird.
Ich habe ihr nie Vorwürfe gemacht. Ich habe sie immer nur gebeten, mit mir zu sprechen damit ich verstehe was los ist.


Zitat von Igelfisch:
Sie gibt an dem ganzen Schlamassel Dir die Schuld.

Sie spricht selbst nicht von Schuld. Am Anfang hat sie halt nur meine Fehlverhalten als Gründe vorgeschoben und ansonsten komplett zu gemacht. Sie hat über Wochen versucht Gespräche mit mir zu meiden. Ich habe versucht vorwurfsvoll und erstmal nur über die Themen, über die sie Sprechen möchte wieder Zugang zu ihr zu bekommen.
Mittlerweile kann ich auch Themen ansprechen, die sie nicht besprechen möchte und meine Meinung dazu sagen ohne, das sie komplett zu macht.
Sie sieht es so, dass unsere Vergangenheit wertvoll war und dass sie die nicht bereut.
Ich habe ihr vor Wochen mal gesagt, dass wir beide Fehler gemacht haben und ich gerne an uns arbeiten möchte. Jetzt sagt sie selber, dass wir beide Fehler gemacht haben aber nie um einander zu schaden. Aber dass sie klar zu ihrer Entscheidung steht.
Ich kann das so annehmen. Ich sehe schon, dass meine Fehler eher grobe Unachtsamkeit waren. Ich habe ihr nicht das gegeben, wovon ich wusste, dass sie es braucht aber habe enormen Einsatz für unsere Familie geleistet und dafür mein persöliches soziales Umfeld weitestgehend aufgebenen. Ich habe ihr auch versucht immer mehr von der Freiheit zurück zu geben, die sie vor den Kindern hatte. Und natürlich habe ich versucht uns finanziell abzusichern. Dass das nicht reicht sehe ich. Aber ich war in der Zeit nicht mit Freunden beim Fußball oder habe Karriere gemacht. Ich habe versucht gutes für die Familie zu leisten.

Zitat von Igelfisch:
Das mit dem Brief, hat sie Dich darauf nochmal angesprochen? Das hat sie vielleicht verletzt, aber das ist ja trotzdem kein Grund, ne Affäre anzufangen.

Ja hat sie. Ich habe das echt verkackt. Keine Frage.
Aber ja, eine Trennung auf Augenhöhe wäre unendlich leichter für mich gewesen. Sie sagt, sie hätte selbst gar nicht gemerkt, wie sie sich distanziert hat und auf einmal war es dann so - oder so.

Zitat von Igelfisch:
Hat sie Dich einmal gefragt, wie es Dir geht seit der Trennung?

Ich hatte eine Phase, wo ich selber realisiert habe, wie gekränkt ich mich fühle. Und habe (dummerweise) versucht ihr das zu erklären in der Hoffnung, dass sie das anerkennt.
Davor hat sie nie Emotionen oder Empatie für mich gezeigt. Das weiteste war mal, dass sie festgestellt hat, dass ich schlecht schlafe. Aber "schlecht schlafen" ist für mich ein Dauerthema bei Stress. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich in 3 Wochen lang nicht länger als 2 Stunden am Stück geschlafen.

Vor einigen Tagen bin ich zu ihr hin gegangen und habe einfach erzählt, wie sch. es mir geht. Ohne eine Rückmeldung zu erwarten und ohne Vorwürfe zu machen. Da hat sie tatsächlich gefragt, wie sie mir helfen kann.
Und sie hat letztens nochmal anerkannt, dass die Affäre mich gekränkt haben muss. Ich hatte gar nicht mehr damit gerechnet und mir ist diese Aussage erst im Nachhinein klar geworden.

Zitat von Dudo:
was willst du mit einer Frau die dich Belügt und Betrügt, selbst noch Leugnet wenn du ihr die Beweise vor die Nase hältst.

Das frage ich mich auch manchmal. Aber ich kann irgendwie nicht richtig sauer auf sie sein. Mir ist selber nicht klar warum.
Ich sehe, dass es ihr davor echt sch. ging. Andererseits habe ich meinen Schmerz klar gezeigt und auch, dass ich ihr Verhalten nicht für die logische Konseqzenz halte.
Ich glaube für die gemeinsame Elternschaft ist diese Situation besser als Hass - und ich komme bisher gut damit klar.

Zitat von Dudo:
die einzige Chance für dich sehe ich nur darin das die Affäre Abspringt

Den Gedanken hatte ich auch lange. Aber letztlich liegt es nicht in meinem Einflussbereich. Und auch wenn es so kommt heißt es nicht, dass sie bereut. Wobei ich glaube, dass sie dann die Einsamkeit stärker spüren wird. Freunde sind nicht das gleiche wie ein Partner. Und ihre aktuelle Affäre erlebt sie glaube ich fast wie einen Seelenverwanten. Sie hat es nicht gesagt aber ich weiß, dass sie sich über sehr private Dinge unterhalten. Die Situation nach der Geburt unserer Kinder und sowas. Also schon eine große Emotionale stütze.

Zitat von Arnika:
Kanns sein, dass du dich mehr vor der „Einsamkeit“ fürchtest, als die „Einsamkeit“ schlimm ist?

Ja. Vermutlich ist das so. Eigentlich komme ich gut alleine klar und bin auch oft gerne allein. Aber ich kenne Erwachsensein nur in Partnerschaft.

x 2 #37


T
@Arnika ist doch ok. Ihr habt eure Meinung. Ich habe meine. Finde das überhaupt nicht schlimm, denke man kann sich nicht in allem einig sein.

#38


Dennis4a1
Zitat von Usambara:
Sie wollte das mit dem Haus doch auch oder?

Wir haben alle wichtigen Entscheidungen im Leben zusammen getroffen.
Wir haben beide den Aufwand hier unterschätzt. Das ist klar.
Aber ich sehe es auch so: Wir haben uns so viel gegenseitig zugesichert, indem wir
- Kinder gezeugt haben
- ein Haus gekauft haben
- geheiratet haben

Und sich sehe es auch so, dass sie sich jetzt einseitig aus diesem Versprechen heraus lößt. Und ich verstehe, dass es Enttäuschungen gab und sich Gefühle ändern. Aber ich hätte mir sehr gewünscht, dass wir dem auf augenhöhe begegnen und nicht einander hintergehen.
Ich sehe das schon so: Ich habe Fehler gemacht. Aber ich habe immer nach den Regeln gespielt und war immer aufrichtig.
Und trotzdem habe ich verloren.
Ob sie jetzt langfristig glücklicher wird als ich ist natürlich nicht gegeben. Ich habe den Eindruck, dass ich persönlich größer aus der Trennung heraus gehe und sie eher davon läuft. Aber für den Moment hat sich das echt sehr assymetrisch, ohnmächtig und unfair angefühlt.

Zitat von Usambara:
Immer wieder diese Geschichten, wir bauen ein Haus haben zwei gesunde Kinder und dann haut einer ab. Es passiert so oft.
Verstehe das nicht.

Ich sehe das auch so. Die ersten 2 Jahre waren echt hart. Neugeborenes und ein Haus, was kaum bewohnbar war. Aber eigentlich wurde gerade alles besser. Wir konnten hier super wohnen, alles wichtige war erledigt, die Kinder sind immer eigenständiger und alles war bereit das Leben zu leben.
Sie hätte wohl schon vor einem Jahr oder so etwas runter geschaltet. Andererseits habe ich klar kommuniziert, dass das Projekt was letztes Jahr lief erstmal das letzte große Projekt sein soll und ich danach nichts neues anfangen möchte.

Es wäre der perfekte Zeitpunkt gewesen, um die freie Zeit und Energie in uns zu investieren. Aber es ist anders gekommen...

x 5 #39


ElGatoRojo
Schon bald ein Standardfall. Zwei Kinder, Stress beim Hausbau und Mann im Workmodus - Frau um 30 und ihre Frage: "Warum bin ich nicht mehr das Wichtigste?"

Frauen mit zu wenig Resilenz sollte man nicht als Partnerin haben bei so einem Vorhaben. Sie geben zu leicht auf und kapitulieren -- und nehmen eben oft die Affäre als Ausweg. Für die "schlechten" Tage einer Partnerschaft sind diese Art Frauen eher ungeeignet -- sie mögen nett und intelligent sein, aber man kann sich nicht auf sie verlassen.

x 3 #40


A
Zitat von Usambara:
Immer wieder diese Geschichten, wir bauen ein Haus haben zwei gesunde Kinder und dann haut einer ab. Es passiert so oft.
Verstehe das nicht.

Ich verstehe es schon. Man nehme zB meine direkte Nachfolgerin meines ersten Freundes. Sie natürlich noch sehr
jung, er auch, dann wird natürlich gleich der erste, zweite Freund geheiratet, weil man ja dem Jungmädchen- und Jungbubentraum folgt, und die äußeren Umstände passen auch - fürs Erste. Sie aber relativ farblos, er hat sich in der Kombo über die Jahre zum dominanten Wichtigtuer entwickelt- und als die Kinder selbständig waren, hat sie ihn dann für einen anderen verlassen.

Ich kenne ihn von klein auf - und wie er sich negativ weiterentwickelt hat - und ja, ich hab sie verstanden. Nach außen vielleicht alles supi - aber sie hätte Zeit ihres Lebens mit ihm an ihrer Seite nie einen wirklichen Fuß auf den Boden gekriegt. Jetzt blüht sie auf, und ich gönne es ihr. Und er ist weiterhin ein Wichtigtuer vor dem Herrn, nur noch wichtiger und grantiger als vorher. Soll sein.

x 1 #41


S
@Dennis4a1
Dich verstehe ich auch.

#42


Usambara
@ElGatoRojo
Vielleicht auch eher Wunsch für immer Prinzessin zu sein.
Alles soll sich bitte um mich und meine Befindlichkeiten drehen. Wie, der Mann hat das auch? Hm ok So hab ich das in den Hollywoodfilmen aber nicht gesehen. Verdammt! ( mit dem Fuß aufstampf)

PS. ist schon ein wenig ironisch gemeint bevor einige hier gleich wieder die Steine rausholen.

x 1 #43


N
Lieber Dennis,

mir tut es sehr leid, dass Dein Leben so auseinander gebrochen ist. Aber ihr hattet meiner Meinung nach eine Sollbruchstelle. Sie ist in ihrer Familie als wenig geliebter Geber aufgewachsen. Was Dir die Beziehung zu ihr sehr erleichtert hat. Und Du bist offenbar als Macher aufgewachsen, der seine Taten für sich sprechen lässt. Was zwar dem wirtschaftlichen Überleben der Familie dient, aber emotional zu wenig ist. Besonders(!) bei einem Menschen wie Deiner Frau, die stets daran zweifelt, liebenswert zu sein.

Zitat von Dennis4a1:
Ich kann gar nicht einschätzen wie ernst und wie tief das ist.

Es ist gar nicht wichtig, wie ernst und wie tief die Affäre ist. Das, was Deine Ehe gesprengt hat, war wie ernst und wie tief das Bedürfnis Deiner Frau war, geliebt zu werden.

Zitat von Dennis4a1:
Sie hat zwar mal unzufriedenheit geäußert, aber nie so klar, dass mir die Ernsthaftigkeit bewusst geworden ist.

Und das ist ein häufiger Fehler.
Es gibt keine noch zumutbare Menge an Unzufriedenheit, die über längere Zeit ausgehalten werden kann, ohne wahlweise die Beziehung oder den Menschen zu beschädigen. Eine schwächere Frau wäre länger in der Ehe mit Dir geblieben und hätte sich selbst beschädigt. Deine Frau hat trotz der inneren Erosion jetzt (vielleicht auch dank der Affäre) die Kraft, die eigene Beschädigung zu stoppen.

Zitat von Dennis4a1:
Ich bin mir sicher, dass wir unsere Beziehung so gestalten könnten, dass Wertschätzung und Selbtentfalung mehr Raum hätten.

Ja, das wäre wohl irgendwie gegangen. Aber sie kennt Dich ja. Es entspricht nicht Deinem Typ, mit ihr emotional zu connecten. Deshalb würdest Du ja auch geheiratet, weil Du sie an ihre Kernfamilie erinnert hast und sie weiß, dass sie das aushalten kann. Aber zwei Schwangerschaften und die Beziehungen zwischen Eltern und Kindern zeigen uns eben auch unsere blinden Flecken aus der Herkunftsfamilie auf. Und wenn dann jemand daher kommt, der in der emotionalen Wüste ein Glas Wasser in der Hand hält, fällt ihr erst auf, wie ausgetrocknet sie ist.

Zitat von Dennis4a1:
ich habe sie auch nochmal ganz klar gefragt, wann sie entschieden hat, dass sie nicht mehr mit mir zusammen sein will. Sie hatte keine Antwort.

Da bin ich bei Dir, dass diese Entscheidung wohl erst fiel, als ein anderer Mann ihr gezeigt hat, dass sie liebenswert ist und er sie emotional genährt hat. Vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben oder nach langer Dürre zwischen euch wieder.

Zitat von Dennis4a1:
Sie hatte mich später gebeten darauf zu antworten. Das habe ich versprochen aber nie getan.

Zitat von Dennis4a1:
Trennung genau 1 Jahr später.

Der Brief wird nicht der einzige Auslöser gewesen sein. Eher das plakativste Beispiel eines Grundmusters, das ihr hattet.
Du hast ihr Deine Liebe nicht auf die Art gezeigt, die sie gebraucht hätte, sondern auf die Art, die Dir richtig vorkam. Das ist ungefähr so, als würdest Du sie darum bitten, Dir Baufreiheit zu verschaffen, und sie schickt Dir die Kinder auf die Baustelle zum Helfen.

Zitat von Dennis4a1:
Ich hatte mir vorgenommen wieder mehr Paaraktivitäten zu machen.

Es ging aber nicht um mehr Zeit miteinander oder mehr Aktivitäten, sondern um die emotionale Verfügbarkeit und Heimat. Sie war einsam - mit Dir und ohne Dich.

Zitat von Dennis4a1:
Dass ich viele Probleme bei ihr sehe und nicht glaube, dass ihr jetztiger Weg diese Probleme lößt.

Nein, ihr jetziger Weg löst ihre Probleme nicht, gibt ihr aber die Chance, auf jemanden zu treffen, der sie so lieben kann, dass sie es spürt. Bei Dir hätte sie sich weitere 16 Jahre jeden Tag dafür entscheiden müssen, emotional hungrig zu bleiben und sich selbst zu Gunsten der Familie aufzugeben. Das geht irgendwann nicht mehr oder endet in chronischen Krankheiten.

Ihr hattet eine lange gemeinsame Zeit und euch viel aufgebaut, das Du nun alles behalten darfst. Du hast eine Vollzeitstelle, ein Haus, behältst Deine Renovierungsarbeiten der letzten Jahre und hast Deine Kinder jetzt im Wechselmodelle wahrscheinlich intensiver als vorher. Nur die Frau ist weg.

Sie wiederum nimmt sämtliche Verluste und Nachteile aus der Ehe und Trennung mit und baut sich was eigenes auf. Und sieht das als zukunftsfähiger an als das, was ihr hattet. Ich glaube daher nicht, dass sie zurück kommt, egal was Du tust.

Behaltet den guten Weg für die Kinder bei. Du kannst und musst Dir jetzt ein besseres Netzwerk aufbauen, schon allein wegen des Wechselmodells, aber auch, weil Deine emotionale Heimat mit Deiner Frau jetzt erstmal weg ist und es Zeit braucht, bis Du mit einer anderen Frau etwas sinnvolles aufbauen kannst.

Tu Dir selbst einen Gefallen, nicht biestig zu werden. Doch trifft keine Schuld. Eure Sollbruchstelle war von Anfang an da und wurde eben in den 16 Jahren nicht bearbeitet. Das kann und muss man betrauern. Aber dann geht das Leben weiter.

Alles Gute für euch!

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A
Zitat von Dennis4a1:
Sie sagte kürzlich, der Weg, den sie gewählt hat sei für sie der schwerere:

Weißt du, dir das zu sagen sagt viel über sie aus. Sowas kann man einer Freundin sagen, aber nicht den Mann den man betrogen, belogen und verlassen hat.


Zitat von Dennis4a1:
Wir werden auch künfig viele Kinderprobleme gemeinsam lösen müssen.

Stimmt und das muss sein, ohne Rücksicht auf euer Befinden. Aber: alles Private von ihr oder von dir, eure Befindlichkeiten teile nicht mit ihr. Sie ist nicht mehr deine Freundin oder Partnerin. Orientiere dich neu.

Und als Eltern müsst ihr auf Augenhöhe arbeiten. Das geht nicht, wenn du dich ständig duckst.

#45


A


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