Danke für eure Unterstützung und die ganzen Zusprüche! Das gibt mir Mut und ist viel mehr, als ich an einem Sonntagmorgen erwartet hätte!
Um es nochmal klarer einzuordnen: Wir wohnen noch zusammen. Sie renoviert aktuell ihre neue Wohnung, das stellt sie aber zeitlich und finanziell unter Herausforderungen.
Der Plan ist aktuell, dass ich im Haus wohnen bleibe und wir die Kinder 50/50 im Wechselmodell betreuen. Ich habe von Anfang an gesagt, dass ich kein Wochenendvater sein will und darüber bin ich jetzt sehr glücklich.
Zitat von Igelfisch: Sie macht es sich ganz schön einfach,
Sie sagte kürzlich, der Weg, den sie gewählt hat sei für sie der schwerere: Die ganze Arbeit sich ein neues Zuhause aufzubauen und dass es ihr sehr schwer fällt das hier alles hinter sich zu lassen.
Ich denke mir, dass das zwar stimmt aber ich empfinde es auch als Flucht davor sich mit ihrem moralischen Konflikt, ihren Problemen und ihrer Ambivalenz auseinander setzen zu müssen.
Zitat von Igelfisch: Sie hätte auch mit Dir reden können um Dir den Ernst der Lage zu verdeutlichen.
Das denke ich mir auch immer. Sie sagt, es hätte im August ein Gespräch gegeben, wo sie das gewollt habe. Sie hätte wohl gesagt, dass sie so eine Distanz spürt. Aber ich kann mich daran nicht erinnern. Ich bin mir nicht sicher, ob ich es einfach nicht begriffen habe, was sie mir sagt oder ob es das Gespäch (genau wie die Affäre, die sie mir vorgeworfen hat) nie gegeben hat.
Zitat von Igelfisch: Wie hast Du das mit dem anderen Mann denn erfahren? Hat sie es Dir gesagt?
Nein, sie hat es bis vor kurzem konsequent abgestritten und meidet seitdem das Thema. Hätte ich keine eindeutigen Beweise, hätte ich wohl bis heute an mir selbst gezweifelt.
Ich wills jetzt nicht genau sagen. War keine aktive Überwachung. Sagen wir ihr Handy lag vor mir und ich konnte nicht länger widerstehen darin nach Antworten zu suchen. Und die waren dann 100% eindeutig und echt hart.
Sie hat mich auch nie gefragt, woher ich das weiß. Sie weiß glaube ich auch nicht, wie viele Details ich kenne.
Zitat von Igelfisch: So versucht sie übrigens, Dich in trockenen Tüchern zu behalten.
Da bin ich mir nicht sicher. Ich glaube sie ist sich nicht sicher, ob sie den richtigen Weg geht. Aber wir haben ganz klar gesagt, dass wir unsere Zukunft ohne einander planen und ich habe auch gesagt, dass die Chance gering ist, dass wir wieder zueinander finden, wenn wir uns jetzt trennen. Jetzt würde ich mich darauf einlassen aber ich glaube in einem Jahr fehlt mir die emotionale Verbundenheit um die Verletzungen und den Schaden zu überbrücken.
Zitat von Igelfisch: will sie die Kinder in die Wohnung mitnehmen oder bleiben die bei Dir?
50/50. Wir haben einen guten Umgang und eine gute Regelung mit den Kindern ist uns beiden extrem wichtig. Da sind wir uns weiter einig.
Zitat von Manchmal_Hexe: Lass deine Gefühle am besten raus und achte darauf, ihr gegenüber klar zu begegnen.
Das habe ich die letzten Tage verstärkt versucht. Bis vor einigen Tagen habe ich wenig widersprochen, da ich froh war, dass sie sich überhaupt öffnet.
Ich habe jetzt schon klar benannt:
- dass das ganze extrem verletzend für mich war
- dass ich verstehe, dass es so nicht weiter gehen konnte aber das der von ihr gewählte weg nicht der nächstliegende oder notwendige war
- dass ich die Affäre für viel zentraler halte, als sie aktuell in unseren Gesprächen Raum einnimmt
- ich habe sie auch nochmal ganz klar gefragt, wann sie entschieden hat, dass sie nicht mehr mit mir zusammen sein will. Sie hatte keine Antwort. Ich habe gesagt, dass ich glaube, dass das erst nach Beginn der Affäre war.
- Ich habe gesagt, dass ich mir sehr viele Vorwürfe gemacht habe, dass ich aber auch klar meine Position benennen möchte. Dass ich viele Probleme bei ihr sehe und nicht glaube, dass ihr jetztiger Weg diese Probleme lößt. Aber dass sie das letzlich selbst entdecken muss. Aber dass ich mir wünschen würde, dass sie darüber nachdenkt.
Ich bin mir nicht sicher, ob sie das annimmt oder ignoriert. Ich habe den Eindruck, bei ihr herrscht viel ambivalent. Sie war immer ein sehr empatischer Mensch, der sich zu viel um andere und zu wenig um sich selbst gekümmert hat. Ihr bester Freund war völlig abgestützt, nachdem er in einer ähnlichen Situation wie ich heute war. Ich glaube nicht, dass ihr Verhalten in ihr Selbstbild passt. Aber sie sagte auf Nachfrage, sie sei im reinen mit sich selbst.
Ich kann da jetzt wenig machen aber es tut mir gut auch meine Position gut zu sagen.
Zitat von Akelei76: Ich rate dir, so wenig Kontakt wie möglich mit deiner Ex zu haben.
Vermutlich wäre das gut für mich. Aber ich mache genau das Gegenteil. Noch wohnen wir zusammen. Wir haben Kinder und ich möchte auch ein Stück Familienalltag bewaren. Ich glaube, ich bin stark genug um das zu tragen.
Wir werden auch künfig viele Kinderprobleme gemeinsam lösen müssen.