Zitat von Nebelgeist: Ich kann das leider nicht. Weil ich ihn nicht sehen will und nicht hören will. Will aber auch seine Seite nicht hören, weil es eh nur das selbe ist und nichts gescheites
Ich kenne das mit der Wut auch und tlw. war sie so schlimm, dass ich mir unsicher war, ob ich ihm eine reinhaue, falls ich ihm zufällig begegnen sollte. Ich hab viel mit der Wut gearbeitet und ich werde schneller wütend als vor der Trennung, und damit werden für mich auch meine Grenzen deutlich.

Mittlerweile ist diese Phase nach über 7-8 Monaten vorbei. Hatte hier dazu auch einen Thread eröffnet so verzweifelt war ich.
Tatsächlich hatte ich kurz und dann doch kein Interesse an Austausch mit ihm über die Vergangenheit Anfang diesen Jahres. Habe - so wie du - auch gemerkt, dass es da an einem Gegenüber fehlt, den das interessiert. Habe ihm in 2 Texten klar und deutlich mitgeteilt, was ich von ihm halte. DAS tat mir gut und ich stehe zu meinen harten, klaren Worten. Wenn Zweifel aufkommen, lese ich nochmal, was ich geschrieben habe und stelle fest, dass es passt. Mittlerweile ist er blockiert und ich bin ganz klar der Meinung ich muss nicht freundlich zu ihm sein oder ihm verzeihen. Ich weiß, das mit dem verzeihen sehen viele anders und eigtl. glaube ich auch ich sollte es - aber noch kann ich es nicht. Ich respektiere es und gestehe es mir zu.
Mir haben folgende Herangehensweise geholfeni:
- mir selbst die Stütze und Halt sein, den ich in ihm gesucht habe bspw. durch Kinoabend mit mir selbst und Popcorn, mich beim Weinen in den Arm nehmen, mir abends eine Wärmflasche machen, morgens mir im Spiegel zuzwinkern und anlächeln, Termine absagen und für mich da sein, wenn meine Ressourcen aufgebraucht sind
- mit mir geduldig und milde sein und nicht zu viel von mir erwarten, insbesondere dann, wenn ich sauer auf mich war, weil es mir immer noch so schlecht ging, ich sein Profil in Telegramm anschaute, ihm nicht verzeihen kann und so nachtragend bin etc.
- Dinge machen, von denen ich weiß, sie waren mal Ziele von mir bspw. 3 Konzertbesuche, Oper, Theater und gucken wie ich mich damit fühle, neue Sportart ausprobieren. Am Anfang war es erstmal leer und nur ein Haken auf der Liste. Bin auch schon früher von einem -Konzert nach Hause, weil es mir nicht gut ging. War neulich allein in einem Theaterstück und ich war stolz auf mich das geschafft zu haben und es war großartig. Der Haken fühlte sich richtig gut und berührend an
- mit der Wut arbeiten > siehe Thread
- mir aufschreiben, was ich aus der Beziehung gelernt habe - über mich, meine Bedürfnisse in Beziehungen und ob und wie ich da was kommuniziere. Bsp. Ich hatte letzten Montag ein Date und da sagt er doch nach einem frechen Witz von mir beim Date tatsächlich im Spaß „Halts Maul!“. Der Witz war Situationskomik und ich fragte mich sofort, ob er das gerade wirklich gesagt hat. Vor meinem Ex hätte ich das noch abgetan als Ausnahme, heute hab ich über die Respektlosigkeit beim 1. Date gestaunt, hab’s abgewogen, ob ich was sagen soll und im Date noch entschieden, dass ich den nicht wiedersehen werde. Ich verplempere jetzt keine Zeit mehr mit für mich hoffnungslosen Fällen. Ganz bestimmt hab ich da auch noch nicht ausgelernt.
- die beiden klaren Texte an ihn. Du kannst deinem Ex auch eine Audio-Nachricht schicken und ihn danach blockieren. Es geht um dich, dh werde los, was du zu sagen hast. Fertig.
- Ich hatte auch schon einige Beziehungsgespräche direkt zum Aus, tlw mehrfach auch Jahre später. Direkt zum Aus und ein paar Monate später taten mir besonders gut und halfen mir die Trennung zu verarbeiten. Das hätte ich auch gerne zu meinem aktuellen Ex gehabt, aber der war ja in der Beziehung schon nicht fair, ehrlich und offen, warum sollte er es danach sein.
- nach Wochen/Monaten der Trennung Sex mit dem Ex > weil es einfach ganz anders ist als in der Beziehung und damit klar, das brauche ich nicht zu vermissen, es ist damit vorbei (eigtl versuche ich das zu vermeiden.)
- dazwischen konsequente Kontaktsperre
vllt ist ja was für dich dabei.