Zitat von Hansl:genau diese Einstellung könnte ich genauso wenig in mir tragen, wie die Einstellung ich würde jemanden besitzen.
Eben. Es muss ein Mittelding sein. Das sehe ich genauso.
Aber es sei gestattet, sich doch zunächst in der Kennenlernphase einmal anzunähern und zu beschnuppern, ob die viel gelobte Chemie passt und ob die Lebensweisen in Einklang zu bringen sind. Deswegen kann eine Beziehung in meinen Augen zu Beginn nur eine LAG sein. Nein? Wie würdest Du es denn in der Annäherungsphase, die ja auch Wochen und Monate dauern kann, nennen? Das würde mich nun tatsächlich mal interessieren

. Mal umgekehrt gefragt: Ist es nicht viel schlimmer, einen auf feste Bindung zu machen und dann irgendwann abzurauschen? Das Forum und die Fälle hier sind voll davon. Ich finde es eben besser, sich zu Beginn gar nicht viel zu versprechen. Das finde ich persönlich weitaus ehrlicher, zu sagen, wir gucken jetzt mal gemeinsam, was entsteht. Der Ausgang ist offen. Und beide empfinden es als schön, zusammen zu sein. Ich empfinde das als herrlich und ehrlich!
Zitat:Was ich dann auch spürte, und ich mich nicht auf diese Schiene reduzieren lassen möchte.
Was hätte sie denn besser sagen sollen, Du wärst für sie die Liebe des Lebens? In diesem frühen Stadium? Sry, wenn ich Dir zu nahe trete und vielleicht irre ich auch, aber auf mich wirkt dies so, als bräuchtest diese starke Anbindung als Sicherheit für Dich, als Gewähr für Deine Gefühle.
Und für mich ist so etwas einfach nicht stimmig. Ein Partner kann keine 100 %ige Sicherheit geben und soll dies m.E. auch gar nicht müssen. Die einzige sichere Bindung im Leben ist die von einer Mutter (oder ähnlich stark vertretenen Bezugsperson) zum Kind. In diesen Bereich gehört Sicherheit, weil es für das Kind überlebenswichtig ist und sich das weitere Leben auf dieser sicheren Bindung aufbaut. Sofern diese Beziehung nicht gestört ist. Was zu hoffen ist

. Bindungsstörungen im Erwachsenenalter (Bindungslosigkeit oder zu starker Hang zu einer Bindung) haben meist ihren Ursprung in problematischen Beziehungen in der Kindheit. Deswegen ist es so wichtig, zunächst sein inneres Kind wahrzunehmen, zu heilen und sich immer klar zu machen, welcher Anteil gerade zu einem spricht und in welche Ecke dies gehört.
Es ist spannend, diesen Wirksamkeiten auf den Grund zu gehen.