Nicoletta_2
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Zitat von Mary2017:Ne das war kein normaler Umgang. Das war echt krank. Er hat mich auch oft beleidigt und mies behandelt... im Nachhinein fragt man sich immer wieso man sich sowas gefallen lassen hat und sowas mit sich machen lassen... ist man sich so wenig selber Wert?
Dieses drohen mit Schluss machen war das schlimmste... als ich dann mal alleine zu Hause war hatte ich immer unterschwellig Angst er schreibt jeden Moment dass er Schluss macht.. ich konnte mich kaum auf meine Arbeit konzentrieren.
Ich bin auch froh... aber hätte er nicht Schluss gemacht hätte ich es immer weiter mit mir machen lassen, ich hätte nicht Schluss gemacht. Der Gedanke ist irgendwie beängstigend.
Das ist wirklich beängstigend aber am Ende ist es gut für dich und du hast das selbst gemerkt. Du wirst künftiger anders in so Situationen umgehen denke ich. Wenn mich jemand beleidigt bin ich weg. Aber manchmal ist es schwer, weil man trotzdem so viel Liebe empfindet. Ständig in Angst zu leben stelle ich mir richtig schlimm vor
Zitat von Mary2017:Aber wenn er dich so bedingungslos geliebt hat tut es auch weh oder? Das finde ich sogar noch schlimmer. Weil er ja nie was schlechtes getan oder gemacht hat. Da kann man nicht mal Gründe suchen um ihn schlecht zu reden oder?
Hatte er so dolle Probleme mit sich selber?
Sorry wird jetzt eeeextrem lang.
Es tat höllisch weh.. Ich kann ihn leider wirklich nicht schlecht reden und das war mein Problem.
Am einen Tag hat er mich geliebt und war unendlich dankbar mich an seiner Seite zu haben, dass ich so viel mache, perfekt für ihn bin, wie maßgeschneidert für ihn, redet noch über unsere Zukunft, Namen unserer Kinder. Eine Woche vorher wollte er noch die Garage für mich umbauen lassen, dass ich einen Stellplatz bekomme. Mit mir einen Hund anschaffen und in den nächsten Jahren hoch ins Elternhaus ziehen wenn die Kinder in Planung sind. Irgendwann mit mir den Garten umgestalten etc. Am nächsten fühlt er nichts mehr, keine Freude, keine Liebe, kein gar nichts. Nur absolute Leere, egal was er macht, auch im Bezug auf Freunde oder sonstiges. Er weiß nicht mehr wer er ist, wie sein Leben verlaufen soll. Hasst seinen Job und bekommt Nervenzusammenbrüche wenn er abends daran denkt morgens wieder arbeiten zu müssen. Wollte die Firma seines verstorbenen Vaters übernehmen nächstes Jahr und seine Mutter hat einfach die Firma zwei Wochen vor der Trennung verkauft, ohne dass er ein Mitspracherecht hatte. Sie hat es als kindliche Wünsche angesehen. Er hatte genaue Pläne wie er was umsetzen wollte. Alle Zukunftsversionen sind gestrichen worden, meine gleich mit. Dadurch kam auch der nicht verarbeitete Tod seines Vaters wieder zum Ausbruch. Seit dem Tod seines Vaters ist das Verhältnis zu seiner Mutter wie das von Eis. Keine Umarmungen, keine Liebe, kein gar nichts, ihr Verhalten ihm gegenüber hat sich geändert. Sein Leben fühlt sich grade falsch an und er weiß nicht mehr in welche Richtung es gehen soll. Er ist mit seinem ganzen Leben überfordert und daher stehe ich momentan nicht mehr an erster Stelle. Ich sollte aber immer an erster Stelle stehen und es macht ihn fertig, wenn er daran denkt, dass ich ihm so viel gebe aber er mir momentan nicht das gleiche zurück geben kann weil er sich auf nichts konzentrieren kann. Er wollte mich nicht mehr so behandeln, liegt alles an seinem gef*ckten Kopf, nicht an mir. Meinte noch, dass er es bereuen wird, weil er mich noch lieben würde und ich die Frau fürs Leben sei und er sich alles immer genau so gewünscht hat wie wir es hatten. Ein paar Tage später kam die Aussage: ich habe keine Gefühle mehr für dich, ich bereue es nicht. Weint aber wie ein Schlosshund als ich meinte, dass ich grade nichts mehr empfinde (natürlich aus Selbstschutz, weil sich die Gefühle abgeschaltet haben). Bei der Trennung hat er mehrere Nervenzusammenbrüche bekommen und ICH musste IHN trösten weil er so am Ende war und nicht aufhören konnte zu weinen weil er wusste, dass er grade einen Fehler begeht aber sich nicht mehr anders zu helfen weiß.
Ich weiß auch, dass er sich komplett einigelt zuhause, nicht mehr raus geht. Das Haus seit zwei Wochen nicht verlassen hat, nicht mal den Müll raus bringt und immer mehr zunimmt und sich gehen lässt. Mega abgekämpft aussieht und nicht mehr die strahlende Persönlichkeit ist, die er sonst war. Tut mir weh zu hören aber er hatte mich aus seinem Leben gestrichen. Ich bekomme alles vom Umfeld mit obwohl ich nicht danach frage.. Alle machen sich Sorgen aber er sagt immer "alles gut". War schwer aber was kann/sollte ich ändern? Er muss auf mich zukommen. Ich bin ja raus.
Zitat:Ich nehme auch an, dass es in der Kindheit begründet liegt. Bei mir wohl mangelnder Selbstwert, das Gefühl, dass die bloße Existenz meiner Person nicht genügt, um geliebt zu werden. Dass ich immer noch mehr geben muss, damit man mich liebt. Und dass die eigenen Bedürfnisse nicht wichtig sind.
Ich sehe das genauso wie du: So lange ich das nicht aufgearbeitet habe, will ich keine neue Beziehung. Weil es dann immer wieder schief gehen und ich in alte Muster fallen würde. Selbst mit ihm würde es nicht gehen. Zumal wir uns wirklich auf eine ganz neue Weise kennenlernen müssten.
Genau da liegt der Hund begraben. Ohne Hilfe oder aktive Arbeit kann man sowas nicht bewältigen. Oftmals sind es Dinge wo man nicht mal daran denkt oder sich daran erinnert. Neu kennenlernen funktioniert oftmals auch erst nach Jahren und geht nicht von heute auf morgen.. Aber du wirst das alles packen, ich weiß das
Zitat:Oh man, das ist wirklich die Härte. Das kann ich verstehen, dass das der Freundschaft einen Knacks gegeben hat. Ich würde mich ihr gegenüber auch nicht mehr öffnen können.
Ich hatte einen Freund, den ich seit 17 Jahren kenne. Der sagte nach drei Wochen zu mir "Mach nen Haken dran und gut ist!"
Ich fands unmöglich. Ich habe ihm gesagt, dass ich mir nicht einfach das Herz rausreißen und weitermachen kann. Der hatte null Verständnis für meine Gefühle. Und ich dachte, er kennt mich... Zu diesem Menschen ist der Kontakt seitdem auch eher selten geworden...
Es ist wirklich schlimm.. man fühlt sich dann einfach nicht verstanden und dass die Gefühle die man halt so nichtig sind. Kann dich da auch komplett verstehen..
Zitat:Hey Nicoletta,
auch ich lese dich sehr, sehr gern. Du hast eine ganz zugewandte Art, über dich und deine Trennung zu schreiben. Auch mir macht es Mut, wie du da durchgehst und hilft mir, liebevoller in dieser Zeit zu sein.
Ich finde nicht, dass du dich emotional abhängig liest, sondern schlichtweg emotional gebunden. Und wer sich binden kann, ist eher psychisch gesund als Menschen, die Bindungen verlassen, bzw. nicht am Zusammenleben/Problemen arbeiten wollen/können, sondern es leichter finden, die Bindung zu lösen.
Bindungen werden gelöst durch Trauerarbeit. Die scheinst du zu machen. Auch das Träumen von einer Zukunft ohne Ex und das aktive Aufbauen dieser Zukunft für einen allein.
Vielen vielen lieben Dank
Und das obwohl ich noch so ein Jungspund bin. Wir dürfen mit uns selbst nie so hart ins Gericht gehen.. denn auch wir sind nur Menschen. Ich bin so optimistisch, dass das Leben noch so viele schöne Momente für uns bereit hält. Und wenn es nur die kleinen Dinge sind. Emotional gebunden ist eine wahnsinnig schöne Aussage. Ich finde es immer traurig, dass starke Bindungen gelöst werden, weil die Arbeit zu anstrengend ist oder äußere Themen mit rein spielen. Eine Beziehung ist kein Selbstläufer, auch wenn viele es denken.
Wir sind hier nicht alleine und ich will einfach zeigen, dass trotz Schmerz, das Leben lebenswert ist und man auch in schwierigen Zeiten glücklich werden kann.
Ich habe gestern ein paar schöne Zitate gefunden
- Hör auf zu denken, dass du nicht genug bist. Du bist wunderbar, genauso wie du bist. Jeder, der das nicht erkennt, hat dich nicht verdient!
- Es gibt keinen Grund zur Eile. Wenn etwas sein soll, wird es geschehen. Zur richtigen Zeit. Mit der richtigen Person. Aus dem besten Grund.
- Am Ende deines Lebens wirst du dich nicht an die schönsten Körper und Gesichter erinnern, sondern an die schönsten Herzen und Seelen.
- Weißt du wer am Ende gewinnt? Der, der jeden Morgen aufsteht um dem Leben trotz all seiner Probleme zu trotzen. Der, der mit Tränen im Herzen immer ein Lächeln gibt. Der, der nach wie vor an Träume glaubt und an Liebe, die von Herzen kommt. Der, der das eigene Leben in die Hand nimmt und ihm einen Sinn ergibt.
- Positiv bleiben, bedeutet nicht, dass man immer glücklich sein muss. Es bedeutet, dass man auch an schweren Tagen weiß, dass es bessere Tage geben wird.
